So kannst du Fitnesstrainer werden

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Es gibt viele unterschiedliche Wege, wenn du Fitnesstrainer werden möchtest.
Es gibt viele unterschiedliche Wege, wenn du Fitnesstrainer werden möchtest.

Gut ausgebildete Fitnesstrainer werden gesucht. Denn durch den anhaltenden Fitnessboom, den wachsenden Gesundheitsmarkt und dem steigenden Anspruch an eine professionelle und gesundheitsorientierte Betreuung wird gutes Personal für die Fitnessclubs immer wichtiger. Wenn du Fitnesstrainer werden möchtest, brauchst du natürlich eine entsprechende Ausbildung. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, von denen wir dir hier die wichtigsten vorstellen.

Nebenberuflich Fitnesstrainer werden

Fitness ist deine Leidenschaft und du möchtest parallel zu deinem Studium oder deiner Arbeit zum Fitnesstrainer werden und in einem Fitnessstudio oder einer Gesundheitseinrichtung arbeiten? Oder möchtest du mit überschaubaren Risiko in die Branche einsteigen und dann mal sehen, wohin dich dein Weg führt? Dann benötigst du in jedem Fall erstmal eine Grundausbildung, die im Übrigen in fast allen Fitnessstudios ein verpflichtendes Einstellungskriterium darstellt.

Wer Fitnesstrainer werden möchte, braucht ein gut geschultes Auge und Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Bewegungslehre.
Wer Fitnesstrainer werden möchte, braucht ein gut geschultes Auge und Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Bewegungslehre.

Mit der Fitnesstrainer B-Lizenz erwirbst du in sechs Monaten das notwendige Fachwissen um als Trainer arbeiten zu können. Du erlernst die Grundlagen der Anatomie, Physiologie sowie der Trainings- und Bewegungslehre, kannst Trainingspläne erstellen und den Eingangs-Check für neue Mitglieder durchführen. In den Präsenzphasen lernst du den richtigen Umgang mit den Geräten kennen, Trainierende anzuleiten und bei Fehlhaltungen zu korrigieren.

Wenn du dich eher für den Kursbereich interessierst und hier zum Fitnesstrainer werden möchtest, eignet sich die Group Fitness B-Lizenz für dich. Genau wie bei der Fitnesstrainer-Lizenz erlernst du die wichtigsten Grundlagen zu Körperbau, Muskultur, Herz-Kreislaufsystem und Bewegungsabläufen, spezialisierst dich aber auf das Anleiten von Gruppen in Verbindung mit Musik und Choreografien in verschiedenen Stilen. Über Wahlspezialisierungen kannst du zwischen den Themenschwerpunkten „Aerobic & Step“ oder „Toning & Functional Training“ wählen und schweißtreibende Choreografien vermitteln oder Kräftigungskurse mit Kleingeräten und anderen Hilfsmitteln unterrichten.

Solltest du einen umfassenden nebenberuflichen Einstieg in die Fitnessbranche suchen, eignet sich die berufsbegleitende Weiterbildung zum Sport- und Fitnesstrainer. Die oben aufgeführte Fitnesstrainer-Lizenz ist hier als Basis enthalten und wird um die B-Lizenz „Sporternährung“ sowie die aufbauenden A-Lizenzen „Personal Trainer“ und „Medizinisches Fitnesstraining“ ergänzt. Mit diesem Paket bist du vielseitig aufgestellt und verfügst über die notwendigen Qualifikationen um zum Beispiel als selbstständiger Personaltrainer arbeiten zu können.

Hauptberuflich Fitnesstrainer werden

Wenn du langfristig deinen Lebensunterhalt in der Fitnessbranche verdienen und dich für eine hauptberufliche Tätigkeit qualifizieren möchtest, kannst du diesen Beruf durch eine betriebliche Ausbildung oder in ein Studium erlernen. In drei bis vier Jahren erwirbst du  zahlreiche Trainingslizenzen und umfassendes fachspezifisches und betriebswirtschaftliches Wissen für eine erfolgreiche Tätigkeit auf der Trainingsfläche und im Management.

Die betriebliche Ausbildung zum Sport- und Gesundheitstrainer / Sport- und Fitnessbetriebswirt eignet sich für dich, wenn du gerne praktisch arbeiten und mit Beginn der Ausbildung auf der Trainingsfläche und im Service von Fitnessstudios eingesetzt werden möchtest. Bereits in den ersten Monaten erwirbst du die ersten wichtigen Trainingslizenzen und erweiterst kontinuierlich dein kaufmännisches Praxiswissen. Die Ausbildung eignet sich damit besonders, wenn du dich zum Allrounder für die Trainingsfläche, Kursangebote und das Management qualifizieren möchtest. Die Kosten für die Ausbildung übernimmt üblicherweise der Ausbildungsbetrieb, zusätzlich gibt es eine Ausbildungsvergütung.

Mit einem Studium kannst du Fitnessmanager und Fitnesstrainer werden.
Mit einem Studium kannst du Fitnessmanager und Fitnesstrainer werden.

Wenn du über eine (Fach-)Hochschulreife verfügst und dir sowohl trainingswissenschaftliches als auch betriebswirtschaftliches Fachwissen aneignen möchtest, ist der Bachelor-Studiengang Fitness & Health Management eine Option für dich. Durch die flexible Lehrvermittlung kannst du parallel zum Studium in Fitnesseinrichtungen arbeiten und wertvolle Praxiserfahrung sammeln, bist aber in Bezug auf dein Studium nicht an deinen Arbeitgeber gebunden. So kannst du selbst entscheiden, ob und wie viel du neben dem Studium arbeiten möchtest.

Wenn du die Vorteile einer betrieblichen Ausbildung mit denen eines akademischen Studiums verbinden möchtest, kannst du dich für den dualen Studiengang Fitnesswissenschaft und Fitnessökonomie entscheiden. Ähnlich wie bei der betrieblichen Ausbildung wirst du von Anfang an im Betrieb eingebunden und machst so wertvolle Praxiserfahrung. Die Inhalte des Studiums sind zeitlich und thematisch so konzipiert, dass der Transfer in die Praxis optimal gelingt. Wenn du auf diese Art zum Fitnessmanager und Fitnesstrainer werden möchtest, muss dir klar sein, dass ein duales Studium nichts für Faulenzer ist. Dafür verfügst du nach erfolgreichem Abschluss sofort über mehrjährige Berufserfahrung und einen akademischen Abschluss.


Wenn du Fitnesstrainer werden möchtest und Fragen zu den verschiedenen Varianten hast, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen oder uns per Mail kontaktieren.

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Janina Erens arbeitete nach ihrer IST-Ausbildung zur „Sport- und Gesundheitstrainerin (IST)/Sport- und Fitnesskauffrau (IHK)“ einige Jahre als Fitnesstrainerin, Kurskoordinatorin und Leiterin einer Beachsportanlage. Bei uns ist die Fitnessökonomin (FH) als Tutorin hauptsächlich für die organisatorische und inhaltliche Unterstützung der Studierenden und die Beratung von Interessierten zuständig. Außerdem betreut sie Ausbildungsbetriebe und leitet als Dozentin Seminare.

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