Bademeister-ABC zum Tag des Schwimmmeisters

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Glossiert. Am 22. Mai ist Tag des Schwimmmeisters. Der Schwimmmeister, auch Bademeister (salopp) oder Fachangestellter für Bäderbetriebe (korrekt) genannt, ist derjenige, der immer „Nicht vom Beckenrand springen“ ruft, vor Ihrer Nase den Fünfer sperrt oder mit Ihrer Frau abhaut. So das Klischee. Bademeister – und besonders auch Bäderbetriebsmanager – ist jedoch auch ein hochspannendes Berufsfeld. Viel an der frischen Luft, viel mit Menschen, viel mit Sport – und jede Menge Verantwortung. Ein Bademeister-ABC, mal mit und mal ohne Augenzwinkern hinter der stark verspiegelten Bademeister-Sonnenbrille.

Anderson, Pamela. Die wohl berühmteste Badenixe. Und Rettungsschwimmerin (von Malibu). Wer vor ihren Augen nicht ertrinkt, ist selber schuld.

Bademeister. So schimpft der Volksmund den Sunnyboy am Beckenrand. Besonders, wenn dieser den Sprungturm nicht freigeben will. Die korrekte Bezeichnung des Mannes (oder der Frau) mit der Trillerpfeife ist übrigens Fachangestellter für Bäderbetriebe. Ein klassischer Ausbildungsberuf über drei Jahre, in dem die Auszubildenden neben Rettungsschwimmen auch viel Technisches lernen, um die Qualität des Wassers sicherzustellen. Eine Stufe unter dem Fachangestellten für Bäderbetriebe steht der Rettungsschwimmer (siehe „S“), eine Stufe über dem Fachangestellten für Bäderbetriebe steht der Meister für Bäderbetriebe (siehe „M“). Ganz oben – auch auf der Gehaltsliste – steht der Bäderbetriebsmanager, der kleine Bäder, große Bäder und auch riesige Thermen leitet und betriebswirtschaftlich führt.

Carlo Pedersoli: Kennt kaum einer. Bud Spencer: Kennt jeder. Sind übrigens dieselbe Person. Einer der Namen (Bud Spencer) ist der Künstlername. Die personifizierten zwei Fäuste der Vier-Fäuste-für-ein-Halleluja-Prügel-Klamauk-Film-Filme war der berühmteste TV-Haudrauf der 70er- und 80er-Jahre und hatte nicht nur als Schauspieler durchschlagenden Erfolg. Pedersoli, der gelernte Jurist aus Neapel, war auch als Profi-Schwimmer in der italienischen Nationalmannschaft aktiv und bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne im Wasser. In Schwäbisch Gmünd ist ein Freibad nach ihm benannt. Pedersoli starb 2016. Sein kongenialer Filmpartner mit den Terence-Hill-blauen Augen, Terence Hill alias (im wahren Leben) Mario Girotti, feierte übrigens im März dieses Jahres seinen 80. Geburtstag und ist immer noch als Schauspieler aktiv.

Diplom Bäderbetriebsmanagement. Das IST-Diplom „Bäderbetriebsmanagement“ ist die richtige Wahl für Fachangestellte oder Meister für Bäderbetriebe, die berufsbegleitend, kostengünstig und gezielt auf Führungsaufgaben im Bädermanagement vorbereitet werden wollen. Aber auch Quereinsteiger, die als Bäderbetriebsmanager für ein erfolgreiches Management und eine optimale Auslastung eines Bäderbetriebes sorgen wollen, erwerben in dem 13-monatigen Fernstudium das nötige Know-how. Die Nachfrage nach Absolventen am Markt ist groß. Zulassungsvoraussetzungen für diese Ausbildung, die nächsten Starttermine und alle weiteren Informationen gibt es hier.

Erding. Hier steht die größte Therme der Welt. Die Therme Erding ist unglaubliche 430.000 Quadratmeter groß und war 2018 Ausflugsziel von 1,76 Millionen Besuchern.

Fachangestellter für Bäderbetriebe. Der Fachangestellte für Bäderbetriebe lungert übrigens nicht nur am Beckenrand rum und pfeift zu laute, zu kleine oder zu aufmüpfige Kinder zusammen. Er weiß darüber hinaus auch noch, was die klassischen Pommes rotweiß kosten, welche Münze in den Spind passt und wie spät es ist. Aber im Ernst: Fachangestellter für Bäderbetriebe ist ein schöner Job für alle, die sportlich, verantwortungsbewusst und kommunikativ unterwegs sind. Und zu den Aufgaben zählen neben der reinen Beckenaufsicht auch die Überwachung der Wasserqualität, das Abnehmen von Schwimmabzeichen und vieles mehr.

Gehalt. Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung eines Fachangestellten für Bäderbetriebe beträgt im ersten Lehrjahr 753 Euro, im zweiten 803 Euro und im dritten 849 Euro. Das spätere Einstiegsgehalt liegt bei durchschnittlich 1.800 Euro brutto. Erheblich mehr verdienen die Leiter von Bäderbetrieben und Thermen. Zu den Klassenbesten, was den Verdienst angeht, zählte 2015 beispielsweise Dirk Schumeier, der 175.000 Euro bei der Bäderland Hamburg GmbH verdiente.

Hasselhoff. Der berühmteste Bademeister aller Zeiten. David Hasselhoff alias Michael Knight (fachfremd im schwarzen Pontiac Firebird Trans Am „Kitt“) alias Mitch Buchannon sorgte von 1989 bis 1999 an Malibus Traumstränden für Sicherheit, Unterhaltung und jede Menge Brusthaar.

Igitt. Ist das Kinderbecken immer so warm? Oder hat das mit den Sextanerblasen der kleinsten Schwimmgäste zu tun? Diese Frage lässt sich auf zwei Weisen klären. Erstens: Mittels Indikatorfarbe. In manchen Badeanstalten färbt sich das Wasser, wenn Menschen ins Becken urinieren. Ekelig. Vor allem aber peinlich. Zweitens: Der typische Chlorgeruch setzt in seiner vollen Intensivität immer erst dann ein, wenn Urin ins Wasser gekommen ist. Tja, manche Dinge will man eigentlich gar nicht wissen. Sorry. Ach ja: Das mit der Indikatorfarbe gibt es noch nicht. Oder doch? Entscheiden Sie selbst bei Ihrem nächsten Schwimmbadbesuch …

Jahrhundertsommer. 2018 war ein Jahrhundertsommer. Schon der zweite in diesem Jahrhundert nach 2003. Und es dürften eher mehr werden. Was zwar viel Leid mit sich bringt, den Schwimmbadbetreibern aber Rekordbesucherzahlen beschert. Was wiederum gut für alle ist, die in der Branche arbeiten wollen.

Kundenmanagement. Zu den Aufgaben eines Bäderbetriebsmanagers zählt auch gutes Kundenmanagement. Bei der IST-Weiterbildung Bäderbetriebsmanagement widmet sich deswegen ein eigenes Studienheft nur dem Thema „Kunden- und Qualitätsmanagement“.

Lernen. Schwimmen zu lernen ist extrem wichtig. Dafür sind auch Fachangestellte für Bäderbetriebe verantwortlich. Viele Schwimmbäder bieten – meist in Kooperation mit ansässigen Schwimmvereinen – entsprechende Kurse an.

Bademeister
Bademeister kämpfen gegen viele Klischees an – und haben einen verantwortungsvollen, spannenden Beruf.

Meister für Bäderbetriebe. Meister für Bäderbetriebe leiten in Schwimmbädern den Badebetrieb und überwachen die technischen Anlagen. Neben ihren verwaltenden Aufgaben führen sie Mitarbeiter und leiten Auszubildende an.

Nicht vom Beckenrand springen! Nervt richtig, dieser Spruch. Die Kinder nervt es, wenn sie nicht springen dürfen. Den Bademeister nervt es, wenn die Kinder trotz des Verbots springen. Worst case: Ein Kind springt und verletzt jemanden. Best case: Der Bademeister spricht nicht nur das Verbot aus, sondern zeigt den Kiddies eine alternative Stelle zum Springen. Beispielsweise den Startblockbereich. Von da aus ist es nicht so rutschig und das Verletzungsrisiko ist geringer.

Ordnung muss sein. Auch im Schwimmbad. Besonders im Schwimmbad. Die Ordnung sicherzustellen, zählt zu den Hauptaufgaben eines jeden Bademeisters.

Pommes
Die guten alten Pommes frites dürfen im Freibad nicht fehlen.

Pommes. Muss. Im Schwimmbad essen selbst die militantesten Gesundheitsapologeten Pommes. Und fangen zumindest für den kurzen Moment, in dem sie sich zwischen Sommerferien-Nostalgie (denn wirklich jeder hat als Kind Pommes im Freibad gegessen) und Fritteusen-Fett gedanklich verlieren, wieder an zu leben.

Quallen. In Bädern kein Problem. Quaddeln dagegen schon. Diese können bei allergischen Reaktionen, beispielsweise auf Insektenstiche, leicht entstehen. Dann ist Erste Hilfe gefragt. Und die hat jeder Bademeister drauf.

Rechtliche Aspekte sind bei diesem Berufsbild – ähnlich wie bei Trainerjobs beispielsweise – äußerst wichtig. Schließlich geht es um Aufsichtspflicht, Hilfeleistungen, Haftung, Diebstahl und vieles mehr.

Silber. Ist nicht nur eine schöne Schmuckbasis, sondern auch ein Abzeichen für Rettungsschwimmer, die eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Das DLRG-Abzeichen in Silber ist die Mindestvoraussetzung, um als Beckenaufsicht arbeiten zu dürfen.

Temperatur. Ein Riesenthema für Bademeister. Ist es zu kalt, kommt niemand. Ist es zu heiß, kippen alle um. Ist das Bier am Kiosk zu warm, meckern alle. Ist es schön kalt, sind alle betrunken. Schwieriges Thema …

Untergegangen war lange Zeit die Debatte über Nichtschwimmer. Seit einigen Jahren drängen aber Organisationen wie die DLRG vermehrt darauf, die Quote an Nichtschwimmern weiter zu reduzieren. Trotzdem sind fast 60 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Erschreckend: Im Jahr 2018 ertranken in Deutschland über 500 Menschen.

Video. Anschauen!

Wasserqualität ist entscheidend. Und über die Wasserqualität entscheidet der Bademeister, der nämlich die Technik, die hinter den Bäderbetrieben steckt, überwacht. Wussten Sie eigentlich, wie sich Badewasser zusammensetzt?

Xanten am Niederrhein. Selbst hier können Sie dank der modernen Lehr- und Lernmethoden das Fernstudium Bäderbetriebsmanagement absolvieren. Überall sonst übrigens auch.

Yoga. Ist weiter im Trend. Gibt es tolle Ausbildungen zu. Und in manchen Thermen wird mittlerweile auch schon Yoga angeboten, teilweise sogar als spezielles Aqua-Yoga.

Zertifikat Sauna-Meister. Mit diesem IST-Zertifikat werden Sie zum ersten Ansprechpartner für Saunazeremonien und schaffen entspannende, gesundheitsfördernde und besondere Saunaerlebnisse. Diese dreimonatige Weiterbildung ist eine gute Möglichkeit, um sich als Fachangestellter für Bäderbetriebe oder Meister für Bäderbetriebe breiter aufzustellen.

5 Prozent Rabatt

Wer sich vom 22. bis 26. Mai 2019 für die Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ anmeldet, bekommt 5 Prozent Rabatt! Einfach bei der Online-Anmeldung im Bemerkungsfeld „Bademeister5%“ angeben.

Weitere Informationen zu den Weiterbildungen am IST finden Sie auf www.ist.de/gesundheit-und-wellness.

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Daniel Duhr hat nach seinem Studium "Sportwissenschaft und Spanisch" bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert, für die er viele Jahre als Journalist tätig war. Außerdem hat er als freier Mitarbeiter und Redakteur für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Westdeutsche Zeitung (WZ), den Sport-Informations-Dienst (SID) und die Costa del Sol Nachrichten. Nach vier Jahren als Redakteur in einer Kommunikations-Agentur arbeitet der Buchautor ("Handballhölle Bezirksliga" und "Handballhimmel Kreisliga") jetzt beim IST in der Marketing- und Presseabteilung.

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