Mein „Vainstream“-Praktikum: Und zack war es drei Uhr morgens …

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Jetzt, beim Schreiben meines kleinen Berichtes über mein Vainstream-Praktikum, ist mein erster Gedanke: „Schade, dass es schon vorbei ist!“

Im April 2018 begann ich mit der IST-Weiterbildung „Eventmanagement“ und hatte im Rahmen des ersten Webinars von der Möglichkeit des „Vainstream“-Praktikums als Stipendienprogramm erfahren. Sofort war ich begeistert und machte mir Gedanken über eine passende Bewerbung. Ich entschied mich für ein Bewerbungsvideo. Schon der Dreh machte viel Spaß, da ich mich dabei schon ordentlich mit dem Festival auseinandersetzen und beschäftigen konnte.

Zwei Tage vor meinem Geburtstag, Anfang Juni, kam die Zusage und ich habe mich sehr gefreut, dass es tatsächlich geklappt hat – ein tolles verfrühtes Geburtstagsgeschenk! Als Münsteranerin kannte ich das „Vainstream Rockfest“ natürlich. Zwar muss ich gestehen, dass ich vorher noch nie dort war, hatte dies aber schon lange auf meiner List stehen.

Daniela Ruhmann hat das IST-Stipendium gewonnen und war 2018 hinter den Kulissen des Vainstream-Festivals dabei.

In meinem Berufsalltag bin ich Assistentin der Geschäftsführung bei einem Verband. Da ist ein Praktikum bei einem Rockfest natürlich etwas ganz anderes und eine gelungene Abwechslung. Ich habe mich für die Weiterbildung im Eventmanagement entschieden, da ich sehr gerne plane, organisiere und generell sehr interessiert an der Eventbranche bin. In der Praktikumswoche richtig mitzuarbeiten und zu sehen, wie alles vorbereitet und umgesetzt wird, ist natürlich das Beste, was passieren konnte – in der Praxis lernt man doch einfach das Meiste! Nur so, hinter den Kulissen, kann man verinnerlichen, was beim Eventmanagement alles dazu gehört und zu bedenken ist: von Sicherheitsmaßnahmen über Genehmigungen, Technik, kleinen und großen „Maßnahmen“ bis hin zu Erledigungen, Pressearbeit, Hospitality und Catering.

Vorfreude steigt

Bereits nach dem ersten Kontakt mit meinem netten Ansprechpartner Tom Naber stieg die Vorfreude. Und dann ging es los. Veranstaltungsort: der Hawerkamp, im Süden der Stadt. Als Münsteraner reist man natürlich mit dem (Holland-)Rad an. Auch sechs Tage vor dem Festival herrschte schon ein reges Treiben auf dem Gelände, das ich eigentlich nur aus dem Münsteraner Nachtleben kenne. Der Bühnenaufbau war in vollem Gange, die Bürocontainer wurden langsam eingerichtet und man hatte das Gefühl, dass sich auf dem Gelände einiges entwickelt, vielleicht sogar eine kleine Stadt entsteht. Nach dem ersten Treffen mit Tom, einer kleinen Führung und Vorstellungsrunde der ersten Kollegen, die schon vor Ort waren, endete mein Tag mit positiver Grundstimmung und großer Spannung auf die kommende Zeit. Ich wurde mit den Worten verabschiedet „Ruh Dich noch etwas aus, die nächsten Tage werden arbeitsreich.“ Und genau das wurden sie. Aber genau das macht so eine Erfahrung auch aus!

„La Familia“ trifft ein

Am nächsten Morgen ging es weiter, das Team wuchs, es reisten Kollegen aus allen Himmelsrichtungen an. Auffällig waren die große Sympathie und das gute Miteinander. Ja, man könnte von Arbeitsklima sprechen, aber eigentlich hatte ich eher ein familiäres Gemeinschaftsgefühl, bei dem vieles Hand in Hand, unabhängig vom eigentlichen Zuständigkeitsbereich läuft. Ich glaube nicht umsonst steht auf den „Vainstream“-T-Shirts unter anderem „La Familia“. Auch ich habe mich von Anfang an sehr wohl und gut aufgenommen gefühlt.

Nun hieß es: „In die Hände gespuckt!“ Bei Festival-Vorbereitungen gibt es immer etwas zu tun – vom Aufbau der Möbel über das Laminieren von Schildern und Bekleben von Funkgeräten bis hin zu Telefonaten und Unterstützung bei der Einweisung von Besitzern von Food- und Non-Food-Trucks, Plakate kleistern, Grillgut vernichten … Die Liste ist lang und wenn man sich mit großen Schritten auf ein Festival vorbereitet, das mit 16.000 Besuchern komplett ausverkauft ist, steigen die Anspannung und der Adrenalinpegel tagtäglich. Der Wettergott hat es gut gemeint, die ganze Woche war von Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen geprägt, auch der Festivaltag selbst war einfach nur herrlich schön!

Andere Perspektive: Von der Bühne aus durfte auch Stipendiatin Daniela Ruhmann auf die feiernden Besucher schauen.

Der große Tag

Am „großen Tag“ ging es schon in aller Frühe los. Vor Ort wuselten schon einige Kollegen herum. Eigentlich war es ruhig im Sonnenaufgang, aber es lag diese bestimmte, unverwechselbare Stimmung in der Luft, die jeder von besonderen Tagen kennt.

Funkgerät angeschaltet – und los ging es. Zunächst über das Festivalgelände, um dort zu schauen, ob die Wertmarkenstände fertig für den Einsatz waren. Als meine liebe Kollegin und ich so über das Gelände spazierten, machten die „Beatsteaks“, die Headliner des diesjährigen Vainstreams, gerade entspannt ihren Soundcheck. Da mussten wir natürlich einen kleinen Schnappschuss aufnehmen – ein wirklich schöner Moment! Und dann, nach dem Startschuss, rannte der Tag nur so dahin – und ich mit ihm, geschätzt habe ich bestimmt 25 Kilometer hinter mich gebracht. Es war toll, überall auf dem Gelände Zutritt zu haben und zwischen den Festivalbesuchern, hinter der Bühne, im Cateringzelt und Backstage in der Artist Area herum zu flitzen. Ein Höhepunkt war es, den Auftritt von „Boysetsfire“ direkt hinter der Bühne mit anzuschauen – und zack, war es drei Uhr morgens.

Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei und freue mich jetzt schon ungemein.

Daniela Ruhmann arbeitet als Assistentin der Geschäftsführung bei einem Verband. Parallel dazu absolviert sie am IST-Studieninstitut die Weiterbildung „Eventmanagement“. Im Rahmen eines IST-Webinars hat sie vom Vainstream-Stipendium gehört, sich mit einem tollen Video beworben und das Stipendium gewonnen. Im Nachgang berichtet die Münsteranerin von ihren Erfahrungen hinter den Kulissen des Rockfests.

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