Unterwegs auf den Medientagen München: Was macht eigentlich ein #medienspezialIST?

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Das IST auf den Medientagen in München.

Die 32. Münchner Medientage fanden unter dem Motto „Engage! – Shaping Media Tech Society“ statt. Der größte Medienkongress Europas bot Vorträge und Diskussionsrunden rund um aktuelle Trends und Themen aus den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Print, Mobile und Digital Business. Ergänzt wurde der Kongress um den Mediencampus, wo sich Interessenten rund um das Thema Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien informieren konnten.

An unserem Stand der IST-Hochschule durften die Besucher kreativ werden und etwas basteln – einzige Vorgabe: Der Überbegriff „#medienspezialIST“ sollte im Zentrum ihrer kreativen Arbeit sein. Doch was ist eigentlich ein Medienspezialist? Diese Frage mussten sich nicht nur unsere Standbesucher stellen, auch ich setzte mich während der Medientage mit diesem Begriff etwas näher auseinander.

Die zunehmende Digitalisierung hat nicht nur in der Produktion, sondern vor allem in der Medienlandschaft vieles verändert. Doch ein Medienspezialist zu sein, bedeutet in meinen Augen mehr, als möglichst viele Follower auf Instagram oder eine immer mehr personalisierte Werbung zu generieren. Es bedeutet auch mehr, als mittels AI und VR dem Konsumenten tolle Erlebnisse im Bereich Entertainment zu bieten, oder dass man sein künftiges Haus virtuell planen, begehen und einrichten kann. Es bedeutet mehr, als die Möglichkeit, mittels Roboter in Bereichen wie Pflege oder Bildung vieles zu erleichtern.

Die Entwicklung schreitet rasant voran und man darf sich davor nicht verschließen oder Innovationen verteufeln. „Wir müssen das Potenzial neuer Medien nutzen, um international mitzuhalten“, betonte Siegfried Schneider, Präsident der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien, in seiner Eröffnungsrede. Doch ein Medienspezialist sollte nicht nur Innovationen sehen und sich mit ihnen auseinander setzen. Er muss seine Rolle als Innovationsreiter nutzen, Risiken und Gefahren erkennen und Verantwortung übernehmen.

Auch Ranga Yogeshwar war bei den Medientagen München zu Gast.

In seiner Keynote mit dem Thema „Mensch und Maschine“ zeigte Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, wie bereits jetzt die Technik und die Medien den Menschen beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist der Umgang mit Alexa, wobei sich die Frage stellt: „Wer programmiert hier wen?“ Vor allem die jüngeren Generationen, die in Zeiten von sozialen Netzwerken und Fake News aufwachsen, müssen den richtigen Umgang mit den Medien lernen und sollten nicht alles leichtgläubig hinnehmen, was sie sehen. Es scheint so, als sei die Menschheit im Informationszeitalter immer leichter zu beeinflussen, nur leider meist am schnellsten durch falsche „Fakten“, die nur darauf abzielen, die Konsumenten emotional zu erregen. Zu selten wird hinterfragt, recherchiert oder der Wahrheit Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird klar, dass es klare Regeln braucht im Hinblick auf Datensicherheit, aber auch mit dem Umgang von Medien, um zukünftig Hysterien oder Missbrauch zu vermeiden. Die Medien bieten mit all ihren Facetten großartige Chancen in der Vernetzung, Wirtschaft, Politik oder Medizin.

Ein Medienspezialist zu sein, bedeutet, dass man diese Chancen nutzt, aber sich nicht von den Medien steuern lässt, sondern sie getreu dem Motto der Medientage stets selbst aktiv und verantwortungsbewusst gestaltet.

Sarah hat bereits eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert und seither im öffentlichen Dienst und in der Automobilbranche gearbeitet. Momentan studiert sie berufsbegleitend Kommunikations- und Medienmanagement (B.A.) an der IST-Hochschule für Management, um ihrem Interesse an der Medienwelt nachzugehen und sich beruflich weiterzuentwickeln.

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