Par excellence

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Seit über zwanzig Jahren berät Frank Thonig Golfanlagen. Dabei empfiehlt der 57 Jahre alte Branchenkenner immer wieder, auf gut ausgebildetes Personal zu setzen. Im Interview erzählt der gebürtige Stuttgarter, warum Bildung und Know-how auch im Golfsport das A und O sind, wie Golfanlagen die besten Führungskräfte von morgen finden und binden – und wieso eine Weiterbildung am IST-Studieninstitut das „Whole in one“ ist.

Frank Thonig Golf
Frank Thonig ist selbstständiger Berater für Golfanlagen.

Herr Thonig, Sie beraten seit 1998 professionell Golfanlagen. Welche Durchschnittsnote würden Sie Ihren Kunden – sprich: den deutschen Golfanlagen – geben?
Frank Thonig: Das lässt sich nicht verallgemeinern. Was sich aber sagen lässt: Natürlich versucht jede Golfanlage, ‚gut‘ zu sein. Also wirtschaftlich gesund, attraktiv als Arbeitgeber und vor allem attraktiv für die Mitglieder. Nur: Viele Golfanlagen wissen nicht, wie sie diese Ziele am effektivsten erreichen können.

… und da kommen Sie ins Spiel und schauen sich die Anlage als außenstehender Experte an?
Thonig: Genau. Ich erkenne relativ schnell, wo es Verbesserungspotenzial gibt und gebe dann die Hilfestellung, an den richtigen Hebeln anzusetzen und so das Beste für die Anlage rauszuholen.

Wobei mit Hebel oft auch die gemeint sind, die am Hebel sitzen, oder?
Thonig: Ja. Die Golfbranche ist in stetem Wandel. Unsere schnelllebige Zeit macht auch in der Freizeitgestaltung Golf nicht halt. Deswegen müssen die Mitarbeiter einer modernen Golfanlage auch stets mit ihrem Wissen auf dem aktuellen Stand sein.

Wie schaffen es Golfanlagen, dass ihre Mitarbeiter à jour sind?
Thonig: Perspektivisch ist es eine sehr gute Möglichkeit, seine eigenen Mitarbeiter direkt als duale Studenten selbst auszubilden. So bindet man als Arbeitgeber die besten Leute an seine Anlage und macht sie schon während der Studienzeit mit den Abläufen vertraut. Gleichzeitig bekommt man vom Studenten das aktuelle Wissen direkt auf die Anlage transportiert. Eine Win-win-Situation aus dem Bilderbuch.

Klingt nach einer vorausschauenden und sinnvollen Planung. Aber nicht jeder eignet sich für ein Studium.
Thonig: Ganz klar. Langjährige Mitarbeiter und Personal, das nicht für ein Studium in Frage kommt, kann man aber individuell weiterbilden. Wer seine Mitarbeiter durch passende Weiterbildungen nach den neusten Erkenntnissen aus dem Sportbusiness qualifiziert, investiert in seinen eigenen Unternehmenserfolg.

Sie selbst arbeiten als Dozent am IST-Studieninstitut, sind da in der berufsbegleitenden Weiterbildung „Golfbetriebsmanagement“ tätig. Für wen eignet sich dieses Fernstudium?
Thonig: Für alle Mitarbeiter, die hauptberuflich, nebenberuflich oder auch ehrenamtlich im Golfsport arbeiten und die beruflich aufsteigen wollen. Aber auch für Quereinsteiger, die von den attraktiven Arbeitsmarktbedingungen der Golfbranche profitieren möchten.

Was erwartet die Teilnehmer dieser Weiterbildung?
Thonig: Das IST-Fernstudium ‚Golfbetriebsmanagement‘ bereitet gezielt auf die stetig wachsenden Anforderungen eines Golfmanagers in klassischen Vereinen, kommerziellen Golfbetreibergesellschaften und öffentlich betriebenen Golfanlagen vor. Neben den praxisnahen Studienmaterialien erhalten die Teilnehmer durch drei Fachseminare branchenspezifisches Know-how in allen relevanten Bereichen und haben gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit Experten aus der Branche auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Sich berufsbegleitend weiterzubilden, bedeutet, Arbeit und Lernen unter einen Hut zu bringen. Ist das zeitlich machbar?
Thonig: Auf jeden Fall. Dank der modernen Vermittlungsformen wie Online-Vorlesungen, Webinare und Lern-App sowie dank der flexiblen Seminar- und Prüfungstermine ist es möglich, zu jeder Zeit und an jedem Ort zu lernen. Das Fernstudium ist maximal flexibel ausgerichtet, so dass sich die Lern- und die Arbeitszeit gut vereinbaren lassen. Wenn während der Saison viel zu tun ist, wird entsprechend mehr gearbeitet. Ist es ruhiger auf dem Platz, geht es ans Lernen.

Klingt nach Bildung par excellence?
Thonig: Absolut. Die Weiterbildungen am IST sind passgenau auf die Bedürfnisse der Golfbranche abgestimmt und unbedingt zu empfehlen.

Letzte Frage: Wie finden und binden Golfanlagen gute Führungskräfte?
Thonig: Die Wertschätzung für gute Führungskräfte hat auf den Golfanlagen noch Potential. Gute Führungskräfte wollen führen und gestalten, man muss ihnen also Vertrauen schenken und sie unterstützen, damit sie sich entwickeln können; und gute Führungskräfte wollen für ihre Arbeit entsprechend gut entlohnt werden, hier besteht auf vielen Golfanlagen Nachholbedarf.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zur IST-Weiterbildung „Golfbetriebsmanagement“ und den weiteren golfspezifischen Bildungsangeboten des IST finden Sie auf www.golfkarriere.de.

Daniel Duhr hat nach seinem Studium "Sportwissenschaft und Spanisch" bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert, für die er viele Jahre als Journalist tätig war. Außerdem hat er als freier Mitarbeiter und Redakteur für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Westdeutsche Zeitung (WZ), den Sport-Informations-Dienst (SID) und die Costa del Sol Nachrichten. Nach vier Jahren als Redakteur in einer Kommunikations-Agentur arbeitet der Buchautor ("Handballhölle Bezirksliga" und "Handballhimmel Kreisliga") jetzt beim IST in der Marketing- und Presseabteilung.

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