Das IST-Dschungelcamp 2017: Geheimes, Gemeines und Gemeinsames

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Glossiert. „Good morning in the morning!“ Na, meldet sich da schon der Sonja Zietlowsche TV-Tinnitus aus den hintersten Ecken Ihres Frontallappen? Diese penetrante Stimme, die Sie in den vergangenen elfeinhalb Monaten erfolgreich verdrängt geglaubt hatten? Ganz genau … RTL setzt wieder zu seiner 14-tägigen Niveau-Blutgrätsche „Dschungelcamp“ an. Und zwar schon heute Abend. Also los! Schimpfen Sie sich warm! Echauffieren Sie sich, brüskieren Sie die Befürworter ob dieses boulevardesken Boheis, legen Sie sich ein pralles Pöbelpaket an Stammtischparolen zurecht!

Von A wie Abgrund bis Z wie Z-Promi: das IST-Dschungelcamp 2017.
Von A wie Abgrund bis Z wie Z-Promi: das IST-Dschungelcamp 2017.

Schließlich ist das Dschungelcamp der Bodensatz des schlechten Geschmacks, der regelmäßig tiefste Tiefpunkt seit Rudi Völlers Weißbier-Watsch’n für Waldemar Hartmann. Am Dschungelcamp teilzunehmen, ist die Nebukadnezar-Flasche im Regal der Entwürdigungen. Folgerichtig wird auch in diesem Jahr wieder niemand einschalten. Falls Sie da eine Ausnahme sind, lesen Sie sich vor dem ersten Akt dieses sozialen Trauerspiels unbedingt unser Glossar durch: Das Dschungelcamp von A bis Z – und was das IST damit zu tun hat.

1A wie Abgrund:

Mit der Regelmäßigkeit einer wiederkehrenden Herpesblase stellt sich im Dschungelcamp die Frage, was tiefer ist: der soziale und mediale Abgrund, der ausnahmsweise zwischen und nicht in den Werbeblöcken deutlich wird – oder der Ausschnitt des Quotendummchens, das so heiß auf einen Anschlussvertrag als Model ist, dass es selbst das Adamskostüm noch ausziehen würde, sobald eine Kamera in der Nähe ist. Also immer. Stichwort: „Ich habe mittlerweile echt (ECHT!) vergessen, dass hier Kameras laufen!“ Das IST hat mit Abgründen nichts zu tun. Allerdings ist das Dschungelcamp ein weiterer Grund, sich rechtzeitig und ausreichend zu bilden. Um gar nicht erst Gefahr zu laufen, dort einziehen zu „dürfen“.

2B wie Bachelor

An der IST-Hochschule für Management gibt es aktuell acht Bachelor-Studiengänge. In Teilzeit, Vollzeit oder als duale Variante. Gute Sache. Dazu haben wir zahlreiche Bachelor-Absolventen. Im Dschungel gibt es in der Regel nur einen Bachelor-Kandidaten.

3C wie Casting

Für das Dschungelcamp durchlaufen die Teilnehmer meist ein jahrelanges Casting: DSDS, GNTM, BGHZGDFTZHIJ usw. Die Tür des Camps ist trotzdem ähnlich hart wie die des Delta-Musikparks in den Neunziger Jahren. Das IST veranstaltet natürlich keine Castings. Allerdings vergeben wir regelmäßig Bildungs-Stipendien, für die Sie sich bewerben können. Infos dazu liefert der Newsletter.

4D wie Dr. Bob

Dr. Bob. Ist gar kein Doktor. Nicht mal Arzt. Ist einfach nur Sanitäter und heißt außerhalb seiner Letzte-Hilfe-Einsätze Robert McCarron. Anders beim IST. Dr. Stephan Geisler ist auch Doktor. Er ist sogar Professor. Und als Deutschlands „Fitnessprofessor“ hat er einen prima Blog. Und leistet so echte statt erste Hilfe.

5E wie Entspannung

Braucht jeder mal. Die Dschungelhelden ganz besonders. Bei dem Hochspannungs-Feuerwerk, das sie da tagtäglich für uns abbrennen. Also nicht für uns. Für die Zuschauer dieses Formats. Die beste Art, sich dauerhaft zu entspannen, ist übrigens, richtiges Entspannungstraining zu erlernen.

6F wie Fans

Das Dschungelcamp hat kaum Fans. Wie auch? Hat ja kaum Zuschauer, eigentlich gar keine. Wir haben jede Menge Fans. Auf Facebook. [Wechsel zum „Du“, da jetzt hippe „Community“ angesprochen wird] Schau mal rein!

7G wie Geschmackssache

… ist so vieles im Allgemeinen. Und im Speziellen natürlich alle Dinge, die so herrlich polarisieren. Wie zum Beispiel das Dschungelcamp. Bildung ist auch Geschmackssache. Und zwar eine Sache guten Geschmacks. Und den der meisten scheinen wir zu treffen.

8H wie Hafensänger

Hafensänger. Nicht zu verwechseln mit Harfensänger. Synonym für Schwätzer, Laberer, Schwafler, Salbader und Pflaumenaugust. Bezug zum IST: keiner. Bezug zum Dschungelcamp: Prägen Sie sich die Vokabel für heute Abend ein! Und zwar mit dem syntaktischen Vorbau „Was’n das für’n …?!“

9I wie Icke

Thomas „Icke“ Häßler. War einer der ganz Großen. Weltmeister. Ballstreichler. Technik-Tenor. Bei ihm naht ein Tiefdruckgebiet. Imagetechnisch. Hoffentlich benimmt er sich im Dschungel. Ihm droht sonst der Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Könnte dann weniger Google-Treffer haben als der andere „Icke“. Und müsste vielleicht ähnlich erfolglose Songs aufnehmen. Wäre gar nicht geil. Apropos Profis: Anderen ehemaligen Fußballern geht es besser. Zum Beispiel Max Eberl, Fredi Bobic, Michael Preetz, Frank Baumann und Alexander Rosen – alle Manager in der Bundesliga. Und alle haben eine Weiterbildung beim IST belegt.

10J wie Jodel-Diplom

Die IST-Diplome sind wie die Hochschulabschlüsse, Lizenzen und Zertifikate im Markt anerkannt und genießen seit Jahren ein hohes Renommee. Im Dschungel gibt es zwar am bitteren Ende eine Krone. Vorzeigbar ist dort aber meist nur das Jodel-Diplom der gescheiterten oder finanziell abgebrannten Ex-Barden.

11K wie Känguruhoden

Känguruhoden. Ohne Worte. Tipp: IST-Diplom „Ernährungscoach“.

12L wie Langeweile

Bildung ist spannend, Lernen nie langweilig. Zumindest am IST nicht. Das Dschungelcamp ist unglaublich spannend. Manchmal sogar so spannend, dass man aus lauter Langeweile den Pizzakarton mitisst.

13M wie Master

An der IST-Hochschule für Management gibt es Masterstudiengänge in den Bereichen Sport und Fitness. Im Dschungel gibt es nur Master Splinter. Rattenscharf diese Prüfungen und Leckereien, die uns und den Kandidaten wieder serviert werden.

14N wie Neuigkeiten

Die neuesten Neuigkeiten sind im Dschungel zwar nie neu – denn man hat sie ja dank der maximal-penetranten 24-Stunden-Überwachung live gesehen und gehört. Das hat der Camp-Insasse aber vergessen. Und erzählt seinem Lebensabschnitts-Buddy wahlweise am Lagerfeuer, im Badetümpel oder an der Schlaf-Pritsche die „echt mega-krassen und absolut geheimen“ Neuigkeiten der anderen Bewohner. Lustig. Informativ und tatsächlich neu sind dagegen die News des IST.

15O wie Online-Vorlesungen

Online-Vorlesungen gibt es im Dschungel nicht. Weil es keine Vorlesungen gibt. Weil keiner liest. Weil keiner lesen kann. Sorry. Das stimmt nicht (oder?). Bot sich aber an. Beim IST dagegen gibt es jede Menge Online-Vorlesungen. Und die haben jede Menge Vorteile.

16P wie Pferd

Beim IST gibt es eine Weiterbildung „Berater für Pferdefütterungsmanagement“. Im Dschungel wird dagegen viel verfüttert, was nicht mal Pferde wiederkauen würden. Wie auch – sind ja keine Kühe.

17Q wie Quote

Am IST schließen die meisten aller Studierenden ihr Fernstudium auch erfolgreich ab. Das Dschungelcamp hält immer nur ein Teilnehmer durch. Ist in dem Fall wahrscheinlich aber auch besser.

18R wie Risiko

Wenn Sie sich für ein Studium an der IST-Hochschule einschreiben, haben Sie drei Wochen Zeit, es sich noch einmal anders zu überlegen (was unklug wäre). Im Dschungel können Sie jederzeit aussteigen (was klug wäre).

19S wie schlau

Psst … das ist jetzt geheim. Wirklich. Die richtig dummen Camp-Bewohner sind oft gar nicht dumm. Und die rischtisch kläveren sind oft gar nicht clever. Kein Geheimnis ist: Durch eine Weiterbildung am IST werden Sie nicht zwingend schlauer. Aber Sie haben mit Sicherheit durch das Studium mehr Wissen.

20T wie Teilnahmevoraussetzung

Beim IST: unterschiedlich, kommt auf die Weiterbildung an. Beim Dschungelcamp: einheitlich, keine.

21U wie Urwald

Ob das Dschungelcamp nun im australischen Busch oder hinter einem Busch in den Studios von Köln-Hürth gedreht wird – wir wissen es nicht. Ein Fernstudium am IST kann man übrigens weltweit absolvieren. Könnten sogar die Dschungelbewohner. Haben dafür aber keine Zeit, weil sie stattdessen in sagenhaft sinnlosen Gesprächen mit ihren Leidensgenossen immer weiter an ihrem Image-Untergang arbeiten. Tragisch eigentlich. Eigentlich ist übrigens ein Füllwort.

22V wie Varieté

Die Teilnehmer-Crew des Dschungelcamps wird – so könnte man meinen – einfach aus den Telefonbüchern der Republik zusammengewürfelt. Denn die Chance, einen Kandidaten vorab zu kennen, ist so wie die, einen (echten) Promi in der Eckkneipe zu treffen. Tatsächlich ist das RTL-Varieté aber immer nach einer festen Formel zusammengepanscht. Mit dabei: ein für die Tropen zu alter, dafür aber heftig nörgelnder Opa, ein früherer Profi-Kicker, eine Frau mit Kurzhaarschnitt, ein testosterongeschwängerter GTI-Prolet, eine bräsige aber barbusige Tussi – und ein schräger Vogel. Am IST arbeiten und studieren zwar auch ein paar schräge Vögel. Hier zu arbeiten und zu studieren, schützt aber bislang vor dem Einzug ins Camp. Scheinen also alle „gute“ schräge Vögel zu sein.

23W wie Wellness

Großes Thema im Busch. In Smalltalks. Am IST auch. In Weiterbildungen.

24X wie X

Ein X für ein U vormachen. Machen viele im Dschungel. Wir nicht. Schwieriger Buchstabe übrigens. X-trem schwierig. Sorry.

25Y wie Yoga

Irgendwann zwischen Tag drei und Tag sieben kommt der Moment, in dem die Kameras einen alternden Greis beim erbärmlich aussehenden Yoga-Versuch oder eine blonde Barbie beim medienwirksamen Yoga zeigen. Meist mehr Schein als Sein. Dabei täte Yoga den Dschungelanern sicher gut – soll ja auch für den Geist gut sein. Qualitativ hochwertiges Yoga-Wissen gibt es beim IST.

26Z wie Z-Promi

… wäre naheliegend. Z-Promi. Sind aber ja eh die meisten da in „Australien“. Viel spannender: Wer wird diesmal der große Camp-Zampano? Man weiß es nicht. Das IST leider auch nicht.

Wir sehen uns! Vielleicht schon heute Abend.

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Daniel Duhr hat nach seinem Studium "Sportwissenschaft und Spanisch" bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert, für die er viele Jahre als Journalist tätig war. Außerdem hat er als freier Mitarbeiter und Redakteur für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Westdeutsche Zeitung (WZ), den Sport-Informations-Dienst (SID) und die Costa del Sol Nachrichten. Nach vier Jahren als Redakteur in einer Kommunikations-Agentur arbeitet er jetzt beim IST in der Marketing- und Presseabteilung.

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