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Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz wird immer wichtiger

IST-Experteninterview zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in Unternehmen: Mit VisionGesund Geschäftsführer Michael Bode sprachen wir über die steigende Nachfrage, die allgemeine Umsetzung, die sich abzeichnenden Trends und die erforderlichen Qualifikationen.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung soll der wachsenden Zahl psychisch bedingter Krankheitsausfälle Rechnung tragen.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB Psyche) wurde 2013 im Arbeitsschutzgesetz konkret verankert, um der wachsenden Zahl der psychisch bedingten Krankheitsausfälle Rechnung zu tragen. Der steigende Handlungsbedarf führt dazu, dass die GB Psyche zunehmend als Präventionsinstrument in Unternehmen zum Einsatz kommt. Somit ist auch Know-how zur Umsetzung und Expertise zu psychischen Einflüssen am Arbeitsplatz gefragter denn je: Denn mittlerweile ist die GB Psyche ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ist dies nur ein temporärer Trend oder ein Wandel in der Gesundheitsbranche? Worauf müssen wir uns einstellen und welche Qualifikationen müssen für diese komplexe Analyse vorhanden sein? Die IST-Hochschule für Management hat zu diesem Thema den Experten Herrn Michael Bode, Geschäftsführender Gesellschafter der VisionGesund Gesellschaft für betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH interviewt.

IST: Sehr geehrter Herr Bode, wie schafft ein Unternehmen optimale Voraussetzungen für gesunde Arbeit?

Bode: „Der wichtigste und erste Schritt kann immer nur die Entscheidung sein: Will die Unternehmensleitung die Gesundheit am Arbeitsplatz als Teil der Unternehmensstrategie fördern oder nicht. Um optimale Voraussetzungen für gesunde Arbeit zu schaffen, braucht es die Verbindlichkeit der obersten Leitungsebenen und eine entsprechende Haltung in Fragen der Gestaltung von Arbeitsbedingungen. Dann kann eine Organisation damit beginnen, neben bspw. der Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze und Prozesse, für grundsätzliche Gesundheitsfragen zu sensibilisieren und dabei auch das psycho-soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen zu berücksichtigen. Die psychische Gefährdungsbeurteilung setzt eben dort an. Sie widmet sich der psychischen Belastung im Arbeitsalltag mit dem Ziel, die betrieblichen Gegebenheiten (beispielsweise hinsichtlich der Arbeitsaufgaben, Umgebungsbedingungen, betrieblichen Organisation, zwischenmenschlichen Beziehungen oder auch neuen Arbeitsformen) zu optimieren und dadurch die Mitarbeiter:innengesundheit zu fördern. Im besten Fall kommen im Rahmen einer GB Psyche alle, oder zumindest ein repräsentativer Teil der Mitarbeitenden, zu Wort. Auf diese Weise kommen Befinden und Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen zum Vorschein. Auch können Schwachstellen z. B. in Abläufen und Strukturen identifiziert und angepasst werden, was auch der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zugutekommt.“

IST: Die Gefährdung durch psychische Belastung analysieren, das erscheint eine sehr komplexe Aufgabe, wie genau findet diese Analyse statt?

Bode: „Ja, es ist sehr komplex und lebendig, daher sollte eine GB Psyche übrigens auch regelmäßig, also alle 2-5 Jahre, wiederholt werden, damit sie aktuell bleibt. Um dazu einen Eindruck zu gewinnen, haben wir vor einiger Zeit eine kurze Tutorial-Reihe entwickelt, welche die unterschiedlichen Schritte eines solchen Prozesses für Einsteiger erklärt. Es gibt hervorragende Analyseinstrumente zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Drei zentrale Methoden kommen in der Regel zum Einsatz. Zunächst einmal gibt es die standardisierte Mitarbeiter:innenbefragung. Sie bietet als Grobanalyse einen ersten Eindruck über die Gefährdungspotenziale im Unternehmen und alle Mitarbeiter:innen können sich beteiligen. Zudem bietet sie auch den großen Vorteil der Anonymität. Wichtig ist, dass geeignete Screening-Fragebögen eingesetzt werden. Wir raten dringend davon ab, eigene Fragebögen zu entwickeln oder nach Gutdünken aus dem Internet herunterzuladen. Über konkrete Ursachen für Belastungen verrät die Mitarbeiter:innenbefragung allerdings noch nichts. Daher erfordert dieser Zugang immer eine zweistufige Analysephase mit einer nachgreifenden Feinanalyse und erst dann kann es zur Maßnahmenplanung kommen. Eine zweite Methode ist das sogenannte Workshopverfahren. Hier wiederum wird eine repräsentative Runde an Mitarbeiter:innen zusammengestellt, welche ohne Beteiligung von Führungskräften im Rahmen eines strukturierten Prozesses Aussagen zu Problemen, Lösungen und Ressourcen machen können. Die Führungskräfte kommen dann in einem zweiten Workshop zur Maßnahmenplanung hinzu. Eine offene Vertrauenskultur ist hier von Vorteil für den Erfolg des Analyseworkshops. Eine dritte Analysemethode ist das Beobachtungs-Interviewverfahren. Hier wiederum werden Mitarbeiter:innen bei ihren Tätigkeiten durch geschulte Expert:innen begleitet und anhand eines standardisierten Tools interviewt. Diese Methode ist dadurch interessant, dass sie nicht nur die subjektiven Einschätzungen der Mitarbeiter:innen aufgreift – sollte aber durch zwei Personen gleichzeitig durchgeführt werden, um Interpretationsfehler zu reduzieren. In der Praxis wird sie jedoch aufgrund des Aufwands kaum eingesetzt.“

IST: Ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ein Zukunftsthema?

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz_Mann entspannt
Mithilfe von Experten für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz entsteht ein Fahrplan für nachhaltig gesunde Arbeit.

Bode: „Naja, jeder Betrieb mit nur einer angestellten Person in Deutschland muss die GB Psyche durchführen. Solange die Aufsichtspersonen noch nicht im Hause stehen, haben Unternehmer:innen noch die Entscheidung zu treffen, zu welchem Zeitpunkt sie diese durchführen wollen – die Frage nach dem „ob“ stellt sich gar nicht. Für mich stehen allerdings eher die Übernahme sozialer Verantwortung und der erreichbare Wettbewerbsvorteil im Vordergrund: Gerade durch die aktuellen Entwicklungen der heutigen digitalisierten Welt, die durch steigendes Aufgabenvolumen, ständige Erreichbarkeit, Multi-Channel-Kommunikation und Work-Life-Verschmelzung gekennzeichnet ist, sind kontinuierliche Verbesserungsprozesse, wie die GB Psyche einer sein kann, sehr wichtig geworden. Die Brisanz des Themas schlägt sich in den Zahlen nieder. Psychische Erkrankungen oder Beschwerden sowie die sogenannte Mitarbeiterresignation verzeichnen seit Jahren steigende Zahlen in Unternehmen und haben großen Effekt auf die Wirtschaftlichkeit. Der Handlungsbedarf ist damit mehr als deutlich. Immer mehr Unternehmen erkennen dies und setzen das Instrument der GB Psyche präventiv für Ihre Mitarbeiter:innen ein. Andere reagieren zu spät. Doch diese Entwicklung wird auch in Zukunft große Bedeutung haben, da habe ich keine Zweifel.“

IST: Erfährt auch die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung einen Trend hin zur Digitalisierung?

Bode: „Hier würde ich eine klassische Antwort wählen: Ja, aber. Die pandemiebedingte Notwendigkeit zur Digitalisierung hat die Durchführung der GB Psyche erst vor enorme Herausforderungen und dann zu einer effizienteren Umsetzung geführt. Gleichzeitig gibt es jetzt vermehrt digitale Tools, die eine sehr schnelle und niedrigschwellige Umsetzung mit nur wenigen Klicks versprechen. Bei der Analyse können diese Tools hilfreich sein, die Beurteilung der Gefährdung und die Planung der Maßnahmen kann allerdings nur durch fachkundige Personen erfolgen.
Mittlerweise können wir auf umfangreiche Projekte und Erfahrungen zurückblicken und wissen, dass die GB Psyche auch 100 % digital in jedem Unternehmen umgesetzt werden kann, ohne dass dadurch Nachteile für die Beteiligten entstehen. Im Gegenteil kann dies bei dezentraler Organisation oder z. B. einem hohen Anteil von remote arbeitenden Personen ein richtiger Kostenspar-Faktor sein. Allerdings sind vielleicht nicht alle Mitarbeiter:innen ohne zusätzliche Unterstützung (z. B. Bereitstellung von Tablets) mit digitalen Angeboten zu erreichen. Nach der Pandemie nun wieder individuell auf die Gegebenheiten in dem jeweiligen Unternehmen eingehen zu können, empfinde ich als großen Vorteil. Dass also rein digitale Tools die persönliche Beratung und die moderierten und unternehmensspezifisch strukturierten Prozesse ablösen, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.“

IST: Wer führt die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung durch und welche Qualifikationen sind hierfür entscheidend?

Bode:Arbeitsschutzdienstleister und auf das betriebliche Gesundheitsmanagement spezialisierte Beratungsunternehmen sind häufig in der Lage, diesen Prozess zu begleiten. Dazu gibt es eine wachsende Zahl an Weiterbildungen, um die Kompetenz zur Durchführung oder Begleitung dieses Prozesses zu erlangen. Expert:innen, die für die Durchführung der GB Psyche qualifiziert sind, verfügen meist über ein Studium im Bereich Psychologie oder Wirtschaftspsychologie oder auch im Gesundheits- und Sportmanagement, wobei sie eine fundierte Methoden- und Kommunikationskompetenz sowie Fachwissen benötigen, was häufig nicht allein durch das Studium erworben werden kann. Tatsächlich müssen Expert:innen im BGM und im Arbeitsschutz viele Disziplinen vereinen, wie zum Beispiel Know-how in den Bereichen Gesundheit, Management und Organisation, aber auch Softskills wie Kommunikationsstärke, Menschenkenntnis, Sicherheit im Umgang mit Multimedia und Freude an der Präsentation. Die Arbeit ist vielfältig und geht von der Workshopmoderation über Statistik und Datenauswertung. Und was ganz entscheidend ist: Oftmals entsteht hier der Fahrplan für nachhaltig gesunde Arbeit, somit ist auch strategisch-konzeptuell und vorausschauende Denkweise gefragt.

Die richtige Qualifikation finden

Das IST-Studieninstitut bietet zwei Fortbildungen zum Thema BGM an: das IHK-Zertifikat „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ sowie die Diplom-Weiterbildung „Manager/-in für Gesundheit im Betrieb“ an. Hier ist das IST-Zertifikat „Psychosoziale Gesundheit im Betrieb“ inkludiert.

An der IST-Hochschule ermöglichen sowohl der Bachelor „Management im Gesundheitswesen“ als auch der Master-Studiengang „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“, einen inhaltlichen Schwerpunkt auf BGM zu legen.

Pferdekommunikation

Was sagt mir mein Pferd und warum weiß ich nichts davon?

Welcher Pferdemensch träumt nicht davon, mit seinem tierischen Partner unbeschwert über die Stoppelfelder zu galoppieren? Leider sieht die Realität für viele Reiter/-innen ganz anders aus. Das Reiten auf dem freien Feld wird oftmals zur Gefahr, weil das Pferd sich nicht mehr kontrollieren lässt. Schwere Unfälle können die Folge sein. Doch wo liegt eigentlich das Problem? Um dies zu ergründen, starten wir einen kurzen Blick in die Welt der Pferde.

Die Natur der Pferde

Pferde nehmen die Welt anders wahr als wir Menschen. Es sind Fluchttiere, die im Herdenverband durch die Wildnis streifen, um Gras zu sich zu nehmen. Allein mit einem anderen Wesen auf dem Rücken über die Felder zu galoppieren, liegt nicht in der Natur des Pferdes. Sich dabei jederzeit kontrollieren und anhalten zu lassen auch nicht.

Wünschen wir uns einen pferdegerechten und wohlwollenden Umgang mit dem Pferd, liegt es an uns, seine Signale und somit die Körpersprache des Tieres richtig zu deuten. Das ist in der Theorie sehr einfach, in der Praxis oft schwierig.

Signale in der Pferdesprache

Pferdekommunikation_Frau beobachtet Signale des Pferdes
Abbildung 1: Subtile Signale der Pferdekommunikation sind z. B. dass das Pferd den Kopf hoch hebt und die Ohren nach hinten zeigen. Copyright: Sabine Angemeer.

Zu diesen subtilen Signalen der Pferdekommunikation zählen das Spiel der Ohren, der Körper spannt sich an und der Kopf wird hochgenommen (siehe Abbildung 1). Das Pferd reagiert nicht mehr sensibel auf die reiterlichen Hilfen. Der Mensch überhört jedoch all diese kleinen Zeichen des Tieres. Es ruft: “Das wird mir zu viel! Wir sind zu weit von der Herde und dem Hof entfernt! Das ist hier nicht sicher!”

Gegenseitiges Verständnis

Der Schlüssel zum Erfolg ist immer das gegenseitige Verständnis. Um die Tiere besser zu verstehen, versuchen Sie sich in seine Perspektive hineinzuversetzen (die Natur der Pferde) oder machen Sie es andersherum und stellen sich eine Situation zwischen Menschen vor: ein Kleinkind wirft sich im Supermarkt plötzlich auf den Boden und schreit aus Leibeskräften. Die Erwachsenen verhalten sich hilflos und stehen vielleicht peinlich berührt daneben und fragen sich, wie es so weit kommen konnte. In der Regel haben die Erwachsenen all die vielen kleinen Signale des Kindes überhört “Mama! Papa! Schau mal! MAAAMA!!”

Ähnlich sieht die Situation bei dem “plötzlichen” Durchgehen unseres Pferdes aus. Wir haben es schlichtweg vorher nicht gehört. Das sollten wir ändern und unserem Pferd besser zuhören. Für ein vertrauensvolles Miteinander. Für einen respektvolles Verhalten und für mehr Sicherheit beim Umgang mit dem Pferd.

Lerntheorien

Oft kommt es zusätzlich (aus mangelndem Wissen über das Lernverhalten des Pferdes) noch zur ungewollten weiteren Verstärkung des problematischen Verhaltens. Der Mensch kommuniziert dem Pferd also (unabsichtlich): “Ja, genauso. Bitte mehr davon!”. Wie passiert das? Wenn Sie beispielsweise über die Einwirkung am Zügel versuchen, das Pferd zu verlangsamen, das Pferd aber im selben Tempo bleibt oder gar schneller wird und Sie dem Druck am Zügel dann nachgeben. Nun wird ihr Pferd zukünftig verstärkt mit einem gleichbleibenden oder gesteigerten Tempo auf die (eigentlich zum Verlangsamen gedachte) Zügelhilfe reagieren. Beschreiben lässt sich diese Form des Lernens mit der operanten Konditionierung, in diesem Fall konkret mit der negativen Verstärkung.

Aber auch die klassische Konditionierung lohnt sich in diesem Fall zu kennen. Hier wird eine Assoziation mit dem Reiz “Stoppelfeld” und der Reaktion “Galoppieren” hergestellt. Reiten Sie Ihr Pferd mehrfach im Galopp über ein Stoppelfeld, kann die Folge sein, dass Ihr Pferd schon beim Anblick der weiten Fläche wie wild auf der Stelle springt. Eine häufige Interpretation ist dann, dass das Pferd sich freut und gerne laufen möchte. Dies ist aber häufig gar nicht der Grund, sondern das Pferd hat gelernt (!) sich so zu verhalten.

Praxistipps für die Pferdekommunikation

Pferdekommunikation_Frau galoppiert mit Pferd über Stoppelfeld
Abbildung 2: Eine gute Pferdekommunikation spiegelt sich u.a. in einem ruhigen Galopp auf einem Stoppelfeld wider. Copyright: Sabine Angemeer.

Um das Durchgehen von Pferden im Gelände und speziell auf einem Stoppelfeld zu verhindern, sollte als Basis sichergestellt sein, dass Ihr Pferd sich auf dem heimischen Reitplatz gut in allen drei Grundgangarten kontrollieren lässt. Wenn Sie dann den ersten Ritt auf einem Feld planen, reiten Sie zusammen mit einem zweiten ruhigen und verlässlichen Pferd. Nutzen Sie das Stoppelfeld vielseitig. Machen Sie Führübungen vom Boden aus, reiten Sie Bahnfiguren im Schritt und Trab oder einzelne Lektionen. Wechseln Sie immer nur dann in die höhere Gangart, wenn das Pferd fein an den Hilfen steht. Reiten Sie in einem stets gut kontrollierbaren Tempo (siehe Abbildung 2).

Pferdekommunikation_Frau sitzt auf Pferd
Abbildung 3: Zur richtigen Pferdekommunikation gehört auch die vollständige Entspannung des Pferdes. Copyright: Sabine Angemeer.

Überprüfen Sie immer wieder die halben und ganzen Paraden. Können Sie Ihr Pferd jederzeit durchparieren? Wenn Sie sich zu einem gestreckten Galopp entscheiden, reiten Sie danach immer noch einmal im Schritt über das Feld, bis das Pferd vollständig entspannt ist (siehe Abbildung 3). Und gestalten Sie den Ritt auf dem Stoppelfeld jedes Mal etwas anders, um zu vermeiden, dass das Pferd beim Anblick GALLOP assoziiert. Mit diesen Tipps können Sie die Zeit auf dem Stoppelfeld mit Ihrem tierischen Partner sicher und voller Freude genießen!

Dieser Artikel beschreibt nur ein Beispiel von Unzähligen aus dem Bereich der Kommunikation mit Pferden. Hören wir richtig zu und kommunizieren wir bewusst mit den Tieren, wird das Training leicht und sicher! Sie wollen mehr über die Pferdesprache und Kommunikation dieser wunderbaren Tiere wissen? Dann nehmen Sie an unserem kostenlosen Webinar am 17. August 2022 mit ganz vielen Praxisbeispielen teil! Hier geht’s direkt zur Anmeldung. Wir freuen uns riesig auf einen spannenden Abend mit Ihnen!

Sie möchten sich zum Pferdeverhaltenstrainer ausbilden lassen? Informieren Sie sich jetzt über die neue Weiterbildung am IST-Studieninstitut. Erstmaliger Studienstart ist im Oktober 2022. Anmeldungen sind bereits möglich.

Eine Marke kehrt zurück – Der Neckermann-Relaunch

Neckermann ist zurück! Eine Schlagzeile, die in den letzten Wochen durchaus für Gesprächsstoff gesorgt hat. Neckermann verspricht günstige Reiseangebote, den besten Service und familienfreundliche Hotels, mit dem Fokus auf vier-Sterne-Niveau. Das war schon vor 60 Jahren so, als Josef Neckermann das Unternehmen gründete und soll heute auch wieder so werden. Doch da war doch was?! Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook im Jahr 2019 war auch die dazugehörige Marke Neckermann Reisen vom Markt verschwunden. Die türkische Konzern ANEX erwarb die Markenrechte von Neckermann und startet in diesem Jahr einen Comeback-Versuch der Traditionsmarke. Zu Beginn können bei Neckermann Reisen ca. 1.000 Hotels in den beliebten Urlaubsregionen Spanien, Griechenland, der Türkei und Ägypten gebucht werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Bulgarien, Italien, Kroatien, Portugal und Tunesien folgen.

Neckermann Logo
Der Pionier der Flugpauschalreise feiert Comeback und bietet Sommerurlaub in beliebten Badedestinationen. Copyright: Neckermann Reisen
Max Huebner
Seine Karriere begann Marketingexperte und IST-Dozent Max Hübner in der Tourismusbranche und hat den Bezug dahin bis heute nicht verloren. Copyright: Max Hübner.

Was bei so einem Relaunch beachtet werden muss und welche Chancen die Marke im aktuellen Markt hat erklärt Max Hübner, Experte für Marketing- und Projektmanagement mit dem Schwerpunkt Tourismus & Hospitality und Dozent an der IST-Hochschule für Management im Master-Studiengang „Business Transformation Management“.

IST: Herr Hübner, was halten Sie vom Relaunch der Marke Neckermann?
Hübner: „Ich bin sehr optimistisch. Einige Akteure in der Tourismusbranche, sind der Meinung, die Marke sei seit der Insolvenz des britischen Konzerns Thomas Cook, der die Marke jahrelang geführt hatte, verbrannt. Ich sehe das anders, denn die Marke wurde damals bewusst ins Portfolio aufgenommen, um sich einen sicheren Verkaufspunkt für pauschale Reisepakete im deutschen Markt zu sichern. Die meisten Reisenden wussten auch schon damals nicht, zu welchem Konzern die Marke gehörte oder wie das Prinzip Markenführung in der Tourismusbranche überhaupt funktioniert. Als Konsument setzt man sich damit auch sehr wenig auseinander. Das Phänomen kann übrigens tagtäglich im Reisemarkt beobachtet werden, denn wer kennt als Laie den Unterschied zwischen einem Vermittlungsportal im Internet (Check24, Ab-In-Den-Urlaub etc.) und dem ausführenden Reiseveranstalter-Konzern, der ja wiederum auch mit unterschiedlichen Marken im Markt vertreten ist?“

IST: Glauben Sie, dass Neckermann es erfolgreich in den Markt zurückschaffen kann?
Hübner: „Auf jeden Fall. Bei so einem Relaunch sind die Konsumenten quasi gezwungen, sich mit der Marke auseinanderzusetzen, weil jeder etwas Individuelles mit Traditionsmarken assoziiert – das schafft Aufmerksamkeit und setzt somit automatisch gewünschte Marketingprozesse in Gang.“

IST: Wie interpretieren Sie die „Testphase“ von Neckermann?
Hübner: „Soweit ich es mitbekommen habe, hat der Konzern ANEX, der die Rechte nun innehat, gesponserte Artikel in Fachzeitschriften der Touristik veröffentlicht, in denen man vernehmen konnte, dass jemand für den Relaunch verantwortlich ist, der zuvor viele Jahre Reiseveranstalter-Produkte als Sparte von Discountern kreiert und gemanagt hat. Von daher, sehe ich einige Vermutungen von mir bereits jetzt bestätigt. Ich bin gespannt, wie man die ganze Sache im B2C-Markt, also an die Endverbraucher kommunizieren wird.“

Strand in der Türkei
Neckermann bietet unter anderem wieder Pauschalreisen an die Türkische Riviera an.

IST: Was muss passieren, damit sich Neckermann gegen den Wettbewerb durchsetzen kann?
Hübner: „Der Endkunde muss „morgens aufstehen“ und Neckermann kennen, sobald er an eine Reise denkt. Beim Branding gilt vor allem die Doktrin „bedingungslose Kundenorientierung“. Der Betreiber der Marke muss also die emotionalen Bedürfnisse der Zielgruppe bedienen. Das funktioniert durch eine starke emotionale Markenpräsenz, die man wiederum mit einer allumfänglichen Platzierung erreicht (z.B. wie die Werbespots von Check24 oder aber durch eine gezielte Platzierung bei einer stark segmentierten Zielgruppe.“

IST: Wo sehen sie die Hauptzielgruppe der Marke und warum?
Hübner: „Es wäre für ein Interview zu umfangreich, diese Zielgruppe genau einzugrenzen. Ich sage an dieser Stelle sehr vorsichtig „ältere“ und traditionsbewusste Menschen, die die Marke noch verinnerlicht haben und in ihrer längeren Reisevergangenheit immer solide bis sehr gute Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht haben. Aus dem Bauch heraus, würde ich vermuten, dass die Zielgruppe nicht so gerne „herumexperimentiert“, was nicht verwerflich ist. Stünde die Marke in Form einer Person vor mir so wäre Neckermann-Reisen der „klassische deutsche Jedermann“. Diese sogenannte Markenpersönlichkeit gilt es mit der Zielgruppe zu vereinen oder aber auf die Käufergruppe zuzuschneiden.“

IST: Wie muss sich eine Marke grundsätzlich aufstellen, um am Markt erfolgreich zu sein?
Hübner: „Das muss man sich so wie bei Tinder vorstellen – zwei Menschen mögen sich (erst einmal oberflächlich), also ergibt das ein „Match“, was nichts anderes bedeutet, als dass das Potenzial vorhanden ist, weitere Schritte einzugehen. Bei Angebot und Nachfrage, kann nun, wie beim Dating, eine Seite den ersten Schritt machen.“

IST: Was empfehlen Sie Unternehmen, die sich neu aufstellen wollen oder, wie Neckermann, einen Relaunch planen?
Hübner: „Zunächst sollten sich Unternehmen eingestehen, dass strategisches Branding nicht aus dem Bauch heraus passiert. Genauso wichtig ist es, für entsprechende Vorhaben zeitliche Kapazitäten im Betrieb zu schaffen. Da die Wahrnehmung einzelner Marken sehr subjektiv sein kann, müssen Betriebswirte möglichst viel Rationalität in das Thema bringen. Das geht meines Erachtens nur, wenn man als Manager betriebswirtschaftliche Zusammenhänge herstellen kann. Wo entstehen Kosten? Wie viel Aufwand bedeutet es einen Markt zielführend zu segmentieren? Sind meine Mitarbeiter in der Lage Social-Media-Content zu kreieren? Man kann die nachfolgende Empfehlung konservativ finden, aber ohne betriebliche Investitionen für die Strategieerstellung, das Management und die operative Durchführung, wird man bei diesem Thema keine großen Erfolge erwarten können. Unternehmen sollten hier auch nicht auf das Versprechen von findigen „Business-Coaches“ oder Agenturen hereinfallen, die sich das notwendige Wissen lediglich angelesen haben. Ich persönlich finde es besser, Verantwortliche zu benennen, die nachweislich über die höhere Qualifikation verfügen, hier zählt eine entsprechende betriebswirtschaftliche Qualifikation aus meiner Sicht noch sehr viel. Noch besser finde ich es, wenn Unternehmen in bereits loyale Mitarbeiter*innen investieren und ihnen ein entsprechender Studiengang bezahlt wird. Meine Erfahrung ist, dass gerade solche Master-Studiengänge, wie der Master Business Transformation Management an der IST-Hochschule – in dem ich auch selbst doziere – vom persönlichen Austausch (auch mit Menschen aus anderen Branchen) leben, und man viel „voneinander“ lernen kann.“

Ob und wie Neckermann Reisen sich wieder in den heutigen Markt eingliedern kann und ob die Marke das Vertrauen ihrer Kunden zurückgewinnen wird, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt, was die Zukunft bringt!

Weitere Informationen zum Master-Studiengang „Business Transformation Management“ finden Sie auf unserer Webseite. Studienstart ist jeweils im April und Oktober.

Vier gewinnt: IST-Mentoring geht in neue Saison

Immer wieder eine neue spannende Reise

Es ist schon kurios. Obwohl ich diesen Moment bereits drei Mal erleben durfte, davon einmal als einer der Protagonisten in der allerersten Runde, bleibt die Situation einmalig und voller Nervenkitzel. Wenn Mentoring-Vater Prof. Dr. Thomas Merz zu seinen bereits berüchtigten Moderationskärtchen greift und nach und nach Fakten zu den zwei Personen preisgibt, die in der Folge für ein Jahr ein Tandem aus Mentor*in und Mentee bilden werden, steigt die Spannung. Auch wenn man selbst als mittlerweile altgedienter Alumni nicht mehr selbst betroffen ist, freut man sich doch immer wieder aufs Neue, wenn zwei Menschen in einem ganz besonderen Vertrauensverhältnis auf die Reise gehen. Warum? Weil man um den ungeheuren Nutzen weiß, dem sowohl Mentee als auch Mentor zuteilwerden.

Mentoring-Saison startet zum vierten Mal

IST-Studenten und Alumni-Sprecher Julian Blocksiepen (links) und Daniel Schmidt (rechts).

Das Mentoringprogramm der IST-Hochschule für Management geht mit der Mentoring-Saison 2022/2023 in seine vierte Laufzeit. Und der Moment des sogenannten „Matchings“ leitet es für die Duos aus Mentee und Mentor ein. Dabei mussten die Mentees im Vorfeld einige Hürden überwinden, um sich für das Programm zu qualifizieren: eine Videobewerbung sowie ein komplettes Assessment-Center beim IST-Partner Kienbaum haben die 11 Mentees durchlaufen, bis es zu diesem besonderen Moment kam. Das Matching – also die Auswahl und das Zusammenbringen von Mentee und Mentor – ist nicht beliebig oder zufällig, sondern wird äußerst sorgfältig und hoch individuell vorgenommen.

Multiplikation von Wissen und Erfahrungen

Auch in diesem Jahr sitze ich meinem Mentor Mirco Markfort gegenüber, der nicht nur in den letzten drei Mentoring-Jahren jeweils Mentees begleitet hat, sondern gerade selbst den Wechsel von der Geschäftsführerposition des Nürburgrings hin zur Geschäftsführerposition der Rudolf Weber-ARENA Oberhausen absolviert hat. Eine Erfahrung, die er gerne mit den anderen drei Mentees und mir teilt. Denn auch das ist Mentoring: eine Multiplikation. Nicht nur von Erfahrungen und Wissen, sondern auch an Kontakten im Netzwerk.

Netzwerk fürs Leben

So ist das Alumni-Netzwerk in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Von Jahr zu Jahr besuchen immer mehr Mentoren, Mentees und Alumni die Veranstaltungen des IST-Mentoring-Netzwerks. Vorausgesetzt die Beteiligten möchten dies. Wer aber erkennt, wie eng das Netzwerk seine Kontakte spielen lässt, wäre töricht, wenn sie oder er nicht am Ball bliebe und die Mentoringplattform nicht für das nutzte, was Ideengeber Dr. Thomas Jablonski (Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Viersen) klar umreißt: als „Netzwerk fürs Leben“.

Betriebliches Eingliederungsmanagement – Wie Sie Beschäftigte auf dem Weg zurück an den Arbeitsplatz erfolgreich unterstützen

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden ändernden Altersstruktur in Unternehmen sowie dem Fachkräftemangel in vielen Branchen, stehen Betriebe vor großen Herausforderungen:

Der Anteil der über 50-jährigen Beschäftigten steigt kontinuierlich und die Mitarbeiter, die bereits 45 Jahre oder älter sind, werden in naher Zukunft die Mehrheit der Arbeitnehmer stellen. Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter. Aber gerade im Alter von 45 bis 65 Jahren nehmen chronische Erkrankungen zu.

Darüber hinaus steigen in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt arbeitsplatzbezogene Belastungen sowie die Innovationsdichte auch für jüngere Beschäftigte. Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen nimmt generell in allen Altersklassen zu.

Klar ist, dass gesunde Arbeitnehmer, egal ob jung oder alt, mehr leisten können als kranke. Also, was tun?

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) als Instrument zur Mitarbeiterbindung

Betriebliches Eingliederungsmanagement – Frau und Mann sitzen gegenüber
Betriebliches Eingliederungsmanagement ist oft im Personalmanagement aufgehängt.

Neben der aufwändigen Suche nach qualifizierten Mitarbeitern gehören also die Gesunderhaltung der Arbeitnehmer sowie eine möglichst reibungslose Rückkehr von erkrankten Beschäftigten an den Arbeitsplatz zu den zentralen Führungsaufgaben aller Unternehmen. Hier setzt das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) an.

Was ist betriebliches Eingliederungsmanagement?

Betriebliches Eingliederungsmanagement ist Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements und oft im Personalmanagement aufgehängt.

Mit BEM sollen Arbeitgeber die Wiedereingliederung von langzeiterkrankten Mitarbeitern ermöglichen und sie damit langfristig vor einer erneuten Arbeitsunfähigkeit, einer krankheitsbedingten Kündigung oder gar Frühverrentung schützen.

Dabei handelt es sich aber nicht nur immer um ein freiwilliges Engagement des Arbeitgebers, auch, wenn längst erwiesen ist, dass sich Investitionen in die Gesundheit der Belegschaft und eine erfolgreiche Wiedereingliederung unternehmerisch auszahlt.

Ein Unternehmen ist gesetzlich verpflichtet ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten, sobald Beschäftigte innerhalb von 12 Monaten ununterbrochen mehr als sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit oder wiederholt arbeitsunfähig waren.

Die Initiative, ein BEM-Verfahren anzustoßen, geht dabei immer vom Arbeitgeber aus. In der Regel gibt es im Betrieb jemanden, der sich mit dem Thema BEM, also Arbeitsrecht, dem BEM-Verfahren und dem Maßnahmenkatalog, auskennt und der Ansprechpartner für alle am Prozess Beteiligten ist.

Allerdings gilt ein verpflichtendes BEM-Verfahren für Unternehmen nicht, wenn sich der erkrankte Arbeitnehmer im Mutterschutz oder noch in den ersten sechs Monaten des Arbeitsverhältnisses befindet.

Gesetzlich vorgeschrieben ist ein professionelles BEM bereits seit dem 1. Mai 2004 und damit seit vielen Jahren für jeden Betrieb verbindlich. Als gesetzliche Grundlage geregelt ist es im § 167 des Sozialgesetzbuches, im Neunten Buch (SGB IX).

Wie setzt sich BEM zusammen?

Betriebliches Eingliederungsmanagement lässt sich grundsätzlich einteilen in 3 Teilbereiche:

  1. in den fallbezogenen Prozess selbst
  2. in die entsprechende Dokumentation mit Datenschutz
  3. in darüberhinausgehende Prozesse

Der fallbezogene Prozess betrachtet immer den einzelnen betroffenen Arbeitnehmer und umfasst die Einzelschritte von der sogenannten BEM-Einleitung, über das BEM-Gespräch, Maßnahmenplanung, Maßnahmenumsetzung bis hin zum BEM-Abschluss.

Die Dokumentation dient der rechtlichen Absicherung und der Nachvollziehbarkeit aller BEM-Prozessschritte. Ganz wichtig: Datenschutz. Die im Gespräch erhobenen, meist sensiblen Daten des erkrankten Mitarbeiters werden ausschließlich für die Durchführung der Maßnahmen innerhalb des BEM verwendet und nur mit seiner schriftlichen Zustimmung an Dritte weitergegeben.

In den darüberhinausgehenden Prozessen hat der BEM-Beauftragte die Rahmenbedingungen im Betrieb, weitere interne Beteiligte wie beispielsweise die Schwerbehindertenvertretung oder den Betriebsrat sowie den Einbezug externer Ansprechpartner bei den Rentenversicherungsträgern, bei den gesetzlichen Krankenkassen, beim Integrationsamt oder bei der Bundesagentur für Arbeit im Blick.

Information, Kommunikation, Datenschutz: Voraussetzungen für erfolgreiches betriebliches Eingliederungsmanagement

Nur gemeinsam. Besonderes Augenmerk liegt beim BEM auf dem erkrankten Arbeitnehmer und seinen Bedürfnissen. Er darf ein BEM-Verfahren ablehnen und an jedem Punkt des Prozesses abbrechen.

Deshalb muss für ein erfolgreiches betriebliches Eingliederungsmanagement von Anfang klar kommuniziert werden, dass ein BEM-Verfahren nicht der Kontrolle des betroffenen Mitarbeiters dient oder dazu, Druck auf ihn aufzubauen, sondern ein ernstgemeintes Angebot ist, ihm mit der Umsetzung eines BEM-Prozesses und durch begleitende Hilfen zu helfen.

Der Arbeitgeber sollte in seinem BEM-Einladungsschreiben, mit dem er zum ersten Gespräch einlädt, auf die Ziele des Verfahrens und auf die zu erhebenden Daten mit dem entsprechenden Schutz dieser meist sensiblen Daten hinweisen. Datenschutz ist, wie bereits erwähnt, ein wesentlicher Garant der Vertrauensbildung.

Deshalb ist es auch wichtig, eine gesonderte BEM-Akte über den BEM-Berechtigten anzulegen, die von der Personalakte getrennt aufgehoben werden muss. Drei Jahre nach Beendigung des Verfahrens muss diese BEM-Akte datenschutzkonform entsorgt werden.
Umfassende Information der Beteiligten, transparente und kontinuierliche Kommunikation sowie garantierter Datenschutz sind wichtige Säulen der Arbeit in der betrieblichen Eingliederung.

Das BEM-Gespräch: Wer nimmt daran teil?

Betriebliches Eingliederungsmanagement_Gespräch mit BEM-Verantwortlichen und Vertretern
Der Erkrankte entscheidet, wer neben dem Verantwortlichen im Betrieblichen Eingliederungsmanagement am Gespräch teilnimmt.

An diesem ersten Gespräch nehmen der Arbeitgeber (oder eben der BEM-Verantwortliche), natürlich der Beschäftigte, eventuell eine Person seines Vertrauens und gegebenenfalls ein Mitarbeitervertreter, beispielsweise aus dem Betriebsrat, teil. Der Erkrankte entscheidet, wer über den Arbeitergeber hinaus (oder seines Stellvertreters) an dem Gespräch teilnimmt.

Wie funktioniert betriebliches Eingliederungsmanagement?

Das BEM-Gespräch ist eine Situationsanalyse, in der es herauszufinden gilt, inwieweit der Arbeitgeber an der Gesundung des betroffenen Beschäftigten mitwirken kann. Dabei gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, sondern es handelt sich um einen ergebnisoffenen Suchprozess, der individuelle Ergebnisse, hervorbringt. Am Ende steht die individuelle BEM-Vereinbarung.

Dafür wird in der Regel ein Anforderungsprofil erstellt, in dem die Anforderungen, die der Arbeitsplatz an den Betroffenen stellt, erfasst werden. Dem gegenüber steht das Fähigkeitsprofil des Arbeitnehmers, in dem seine Kompetenzen, seine Fähigkeiten und Ressourcen gebündelt werden. Auch seine private Situation wird miteinbezogen.

Aus dieser Übersicht ergeben sich Hinweise auf mögliche Gestaltungsfelder. Manchmal reicht eine Umgestaltung oder ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes aus. Aber in einigen Fällen muss die Förderung der betrieblichen und privaten Ressourcen oder aber die Förderung der Leistungsfähigkeit durch (betriebliche) Qualifizierung, Rehabilitation oder Anpassung der Arbeitsweise im Fokus stehen.

Um nicht nur auf die aktuelle Lage zu reagieren, sondern vorausschauend zu agieren, sollten unbedingt Angebote zur Prävention mitbedacht werden.

Geeignete Maßnahmen finden und umsetzen

Aus dieser Analyse werden einzelne BEM-Maßnahmen abgeleitet, die zur Überwindung der aktuellen Arbeitsunfähigkeit beitragen und einer zukünftigen Arbeitsunfähigkeit vorbeugen. Ziel ist, wie schon erwähnt, die langfristige Arbeitsfähigkeit des Beschäftigten. Der Maßnahmenkatalog umfasst beispielsweise neben der Arbeitsplatzgestaltung auch die psychosoziale Beratung, medizinische Rehabilitation, Weiterbildung, technische Hilfen, Coaching und Stressbewältigungs-, Ernährungs- oder Bewegungsangebote (auch als Angebote der Prävention). Bei entsprechenden Maßnahmen holt der BEM-Beauftragte Rehabilitationsträger, wie zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung oder eine andere gesetzlichen Rentenversicherung, oder Integrationsämter und Schwerbehindertenvertretungen (wenn schwerbehinderte Menschen BEM-Berechtigte sind) mit dazu.

Betriebliches Eingliederungsmanagement_Festlegung von Maßnahmen mit Mitarbeiterin
Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements werden gemeinsam mit der betroffenen Person festgelegt.

Wenn erfolgversprechende Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements gemeinsam mit der betroffenen Person identifiziert, diskutiert und anschließend verbindlich festgelegt wurden, müssen die Aufgabenbereiche, Verantwortlichkeiten und Rolle der Beteiligten, wie zum Beispiel die des Vorgesetzten, für eine erfolgreiche Durchführung des BEM-Verfahrens definiert und wahrgenommen werden. Denn das zentrale Ziel ist ja, den Betroffenen in die Arbeitsfähigkeit zurück zu holen und am vorhandenen oder einem seiner Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz einzusetzen. Und langfristig die Gesundheit des Beschäftigten zu erhalten. Das geht nur verlässlich Hand in Hand.

Haben die Eingliederungsmaßnahmen Auswirkungen auf andere Bereiche des Betriebs oder andere Kollegen, müssen diese Arbeitnehmer möglichst frühzeitig in den Prozess der Wiedereingliederung integriert werden, um auch deren Akzeptanz zu erreichen.

Neben Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, Leistungsträgern und einzelnen potenziellen Maßnahmen müssen BEM-Verantwortliche und BEM-Teams also vor allem über geeignete Kommunikationsstrategien und Empathie verfügen, um der betroffenen Person partnerschaftlich auf Augenhöhe zu begegnen. Die Erfahrung zeigt: Nur, wenn Mitarbeiter sich ernst genommen fühlen, umfassende Informationen an die Hand bekommen haben, Vertrauen aufbauen und gemeinsam mit dem Fallmanager ihre individuellen Etappenziele erarbeiten, werden sie diese verfolgen und somit aktiv ihre Wiedereingliederung mitgestalten.

Ist eine stufenweise Wiedereingliederung das Gleiche wie BEM?

Die stufenweise Wiedereingliederung ist nicht mit einem durchgeführtem BEM gleichzusetzen, sondern eine bewährte und eine der häufigsten Maßnahmen, auf die in vielen Fällen zurückgegriffen wird. Ob ein Arbeitnehmer aufgrund psychischer Belastungen oder körperlicher Einschränkungen mehr als sechs Wochen ausgefallen ist – die stufenweise Wiedereingliederung stimmt der betroffene Arbeitnehmer mit seinem behandelnden Arzt ab. Gemeinsam entscheiden sie, über welchen Zeitraum wie viele Stunden in der Woche gearbeitet werden kann und welche Besonderheiten es bei der Durchführung möglicherweise zu beachten gilt. Arbeitgeber und Krankenkassen müssen im Vorfeld über diese Maßnahme informiert sein und ihre Zustimmung für die Umsetzung geben. Und auch der Arbeitnehmer entscheidet wieder, ob er dieses Angebot annehmen möchte oder nicht.

Was passiert, wenn der Betroffene BEM ablehnt?

Die Zustimmung des Erkrankten hat große Auswirkungen auf den Erfolg des kurzfristigen Wiedereingliederungsprozesses, vor allem aber auf die langfristigen Ziele: den Mitarbeiter vor weiterer Arbeitsunfähigkeit, krankheitsbedingter Kündigung oder Frühverrentung zu schützen und so den Arbeitsplatz zu erhalten.

Betriebliches Eingliederungsmanagement_Mitarbeiterin sagt Nein
Mitarbeiter können das Verfahren des Betrieblichen Eingliederungsmanagements auch ablehnen.

Aber Mitarbeiter sind nicht verpflichtet, BEM-Angebote zu akzeptieren, und können den BEM-Prozess jederzeit abbrechen. Auch ohne Begründung.

Einem Arbeitnehmer ist es allerdings nicht anzuraten, das BEM-Verfahren abzulehnen oder abzubrechen. Denn damit verspielt er die Möglichkeit, eine für ihn positive Veränderung zum Wohle seiner Gesundheit herbeizuführen. Zum anderen ist der Arbeitgeber schon mit dem Einladungsschreiben zu einem ersten BEM-Gespräch seiner gesetzlichen Pflicht nachgekommen und könnte bei Ablehnung oder Abbruch eine krankheitsbedingte Kündigung vorbereiten.

Gesetzestexte lesen oder sich weiterbilden?

Betriebliches Eingliederungsmanagement ist ein hochspannendes, komplexes und sensibles Arbeitsgebiet, das fachliche Kompetenz, Interesse am Menschen und Empathie erfordert.

Betriebliche Gesundheitsmanager oder Personalverantwortliche, die im betrieblichen Eingliederungsmanagement tätig werden sollen oder wollen, können natürlich entsprechende Gesetzestexte zum BEM-Leitfaden lesen und sich dann an die betriebliche Eingliederung wagen. Oder sie können sich zum Thema BEM qualifiziert weiterbilden, um den Herausforderungen dieser Arbeit professionell begegnen zu können.

Die gesetzlichen Vorgaben zu kennen ist zwar ein Teil des betrieblichen Eingliederungsmanagements, die eigentliche Arbeit beginnt aber bei den BEM-Gesprächen mit den betroffenen Kollegen. Da ist es immer hilfreich, sich durch einen erfahrenen Dozenten und anschauliche Praxisbeispiele aus dem Eingliederungsmanagement in einer profunden Ausbildung wichtige Tipps zur Umsetzung zu holen, wie man als BEM-Beauftragter möglichst souverän agiert und kommuniziert. Schließlich soll es ja zu einem für alle Seiten zufriedenstellenden Ergebnis des Verfahrens kommen.

Das IST-Studieninstitut bietet eine passende Qualifikation an. Neben Studienheften und einem Seminar sind hier fünf Online-Vorlesungen mit aktuellen Praxisbeispielen, ein Leitfaden zur Planung und Durchführung von BEM-Gesprächen sowie wichtige Checklisten und Handlungsempfehlungen inklusive.

Weitere Informationen zur umfassenden Weiterbildung „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ erhalten Sie auf der Webseite des IST-Studieninstituts.

Arbeitsplatz ergonomisch gestalten – das ist zu beachten

Ob im Büro oder im Homeoffice – wer am PC arbeitet, der sitzt täglich viele Stunden. Da ist ein gut eingerichteter, ergonomischer Arbeitsplatz Gold wert, denn dieser unterstützt die Gesundheit und beugt körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Nackenverspannungen vor. Was bei der Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes wichtig ist, erfährst du im folgenden Beitrag.

Warum ist ein ergonomischer Arbeitsplatz wichtig?

6-8 Stunden verbringen wir durchschnittlich pro Tag sitzend im Büro – und das oftmals an wenig ergonomischen Standard-Arbeitsplätzen. Die Folge sind Rückenschmerzen, Verspannungen, Müdigkeit und verringerte Produktivität, ausgelöst durch das lange Sitzen in einer ungesunden Körperhaltung. Es gibt sie jedoch, die Trendwende, in der mehr und mehr auf ergonomische Arbeitsplätze geachtet wird.

So bleibt man körperlich und mental gesund, Rückenschmerzen und Verspannungen treten seltener auf und auch die Krankenstandstage minimieren sich. Das alles ist mit der Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes und mehr Bewegung im Büro oder auch im Homeoffice möglich. Aber worauf sollte man nun konkret achten, wenn man sich seinen Arbeitsplatz ergonomisch einrichten will?

Individuell einstellbarer Bürostuhl

Eines der wichtigsten Dinge ist der Bürostuhl. Dieser sollte möglichst vielfältig verstellbar sein, sodass er an jede Körpergröße und jede Statur angepasst werden kann. Dabei sind Verstellmöglichkeiten der Rückenlehne, der Armlehnen und der Sitzfläche ebenso ein Muss wie die stufenlose Höhenverstellbarkeit des gesamten Stuhls. So kann man sicherstellen, dass eine kleine Person ebenso bequem und ergonomisch auf dem Bürostuhl sitzen kann wie eine große Person.

Aber was bedeutet ergonomisch Sitzen überhaupt? Das heißt, man sollte so auf dem Bürostuhl sitzen, dass keine Schmerzen und Verspannungen durch eine falsche Körperhaltung entstehen. Dafür sollten die Beine in einem 90°-Winkel (oder etwas darüber) abgewinkelt sein, die Füße stehen flach und entspannt am Boden. Der Rücken ist aufrecht, Schultern und Nacken sind entspannt. Die Ober- und Unterarme bilden einen 90-100°-Winkel, die Unterarme und Handgelenke befinden sich auf einer geraden Linie.

Höhenverstellbarer Schreibtisch

Ebenso wesentlich ist die richtige Einstellung des Schreibtisches. Ist man in der glücklichen Lage, einen höhenverstellbaren Schreibtisch zur Verfügung zu haben, dann kann man diesen sowohl in der Sitz- als auch in der Stehposition optimal auf die eigene Körpergröße anpassen.

Im Sitzen sollte der Tisch so hoch bzw. tief eingestellt werden, dass die Arme bei einer aufrechten, aber entspannten Sitzposition 90-100° abgewinkelt auf dem Tisch aufliegen können. Auch im Stehen sollte der Winkel zwischen Ober- und Unterarmen 90-100° betragen, während man aufrecht und mit geradem Rücken vor dem Tisch steht.

Vorteile Arbeiten im Stehen
Das Arbeiten an einem Stehtisch hat viele Vorteile. © yaasa.de

Aber was tun, wenn man den Tisch nicht in der Höhe verstellen kann? In diesem Fall muss der Bürostuhl dem Tisch etwas entgegenkommen. Ist der Schreibtisch zu hoch für deine Körpergröße, dann stell deinen Stuhl etwas höher ein und nutze eine Fußstütze, falls deine Füße in der Luft baumeln. Ist der Schreibtisch zu niedrig, kannst du dir eine Erhöhung für Tastatur und Bildschirm zunutze machen. Deine Füße sollten allerdings noch bequem mit einem 90°-Winkel unter den Tisch passen.

Platzierung des Bildschirms

Sind Bürostuhl und Schreibtisch richtig eingestellt, dann sollte man sich die Höhe des Bildschirms vornehmen. Dabei liegt die Bildschirm-Oberkante idealerweise auf Augenhöhe – das schont den Nacken. Außerdem sollte der Bildschirm mindestens 22-24 Zoll groß sein, um ein angestrengtes Auf-den-Bildschirm-Starren zu verhindern.

Der beste Platz für den Bildschirm ist eine gute Armlänge von deinem Kopf entfernt und gerade vor dir, damit du den Kopf nicht schief halten oder ständig drehen musst. Wer mit zwei Bildschirmen arbeitet, der sollte sich auf jeden Fall einen Drehsessel zulegen. So kann man den gesamten Körper zum jeweiligen Bildschirm drehen – nicht nur den Kopf.

Ausreichende Raumgröße

Abgesehen vom Sitzplatz gibt es noch weitere Faktoren, die die Ergonomie im Büro begünstigen und das Wohlbefinden steigern. Dazu zählt die Raumgröße. Für jeder Person sollten zumindest 10 m² Platz zur Verfügung stehen – mehr ist natürlich besser. In luftigen, hellen Räumen mit genügend Platz arbeitet man nämlich produktiv und fühlt sich schnell wohl.

Dasselbe gilt für das Homeoffice. Hier sollte ebenfalls genügend Platz zum Arbeiten vorhanden sein, denn Produktivität und Wohlfühlfaktor lassen in engen, dunklen Räumen meist eher zu wünschen übrig. Wer im Homeoffice nicht so viel Platz hat, der sollte multifunktional denken. Verwende deinen Schreibtisch beispielsweise auch als Esstisch oder nutze klapp- und ausziehbare Möbel. So sparst du Platz und hast bei Bedarf dennoch einen einigermaßen großen Arbeitsplatz zur Verfügung.

Genügend Licht

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Beleuchtung. Wie bereits erwähnt, arbeitet es sich in einem lichtdurchfluteten Raum mit genügend natürlichem Licht leichter. Aber Achtung: Achte stets darauf, dass sich das Licht nicht im Bildschirm reflektiert oder blendet. Deswegen sollte das Tageslicht von Fenstern oder Glastüren am besten von der Seite kommen. So blendet es nicht, wirft keinen unangenehmen Schatten und Spiegelungen am Bildschirm werden vermieden.

Bei künstlichen Lichtquellen ist ebenso auf den Strahlungswinkel zu achten. Vermeiden sollte man Lampen, die direkt auf den Bildschirm strahlen oder hinter dem Bildschirm hervorleuchten. Stattdessen sollte man auf Deckenlampen und indirekte Beleuchtung durch Wand- oder Stehleuchten setzen. Diese bringen angenehme Lichtverhältnisse in den Raum und verhindern gleichzeitig, dass der Bildschirm als einzige Lichtquelle blendet.

Mehr bewegen

Wer stundenlang durchgehend am PC sitzt, der wird es irgendwann mit Rückenschmerzen und Verspannungen zu tun bekommen. Das ist gar nichts Ungewöhnliches, denn unser Körper ist nun mal nicht auf stundenlanges Sitzen in derselben Position ausgelegt. Umso wichtiger ist es, dass man mehr Bewegung in den Arbeitsalltag integriert.

Übung Wirbelsäule strecken
Mehrmals täglich sollte man die Wirbelsäule gut strecken. © yaasa.de

Viele einfache Mobilisationsübungen kann man sogar direkt am Arbeitsplatz machen. Die Schultern kreisen, die Wirbelsäule gut durchstrecken oder Schultern und Nacken dehnen lassen sich sitzend oder stehend am Schreibtisch durchführen. Und sogar die Kräftigung der Bein- und Armmuskulatur ist mit gezielten Übungen problemlos auch im Büro möglich.

Fazit: Ergonomie und Bewegung für einen gesunden Körper

Da wir einen erheblichen Teil unserer Zeit sitzend in der Arbeit verbringen, sollte Ergonomie am Arbeitsplatz einen besonders hohen Stellenwert bekommen. Denn nur, wenn wir auf unseren Körper achten und korrekt sitzen bzw. stehen, können wir ihn lange gesund erhalten. Achte deshalb auf einen gut eingestellten Bürostuhl, variiere die Höhe deines Schreibtisches und steigere dein Wohlbefinden durch mehr Licht und ausreichend Bewegung. Dein Körper wird es dir danken!

Follow me to OMR 2022

Mein Besuch auf dem Festival für‘s digitale Universum

Stell dir vor, du bist StudentIn an der IST-Hochschule, liest in einem Newsletter von einer Messe zum Thema Online-Marketing und gefühlt einen Augenblick später stehst du mit 70.000 anderen Menschen auf dem Hamburger Messegelände. Genau so ging es mir in diesem Jahr.

IST-Studierende auf dem OMR Festival
Alicia Tillmann (2. v. r.) nahm gemeinsam mit fünf weiteren IST-Studierenden am IST-Experience-Day auf dem OMR Festival 2022 teil.

Als ich den IST-Newsletter im April las, stolperte ich über die Headline „IST-Experience-Day auf dem OMR Festival“: über 700 Speaker, mehr als 500 Aussteller, 23 Masterclasses und 10 Bühnen rund um die Themen Digitales Marketing und Technologie und zusätzlich Festivalstimmung und Party. Die Beschreibung des Online Marketing Rockstar Festivals (OMR) machte mich neugierig und so versuchte ich mein Glück und nahm an der Verlosung der Tickets teil. Sechs Studierende sollten die Chance bekommen, das IST-Team zum OMR zu begleiten. Kurze Zeit später stand fest: Ich war eine davon.

OMR alias Hamburgs Perle

Bereits seit 2011 findet das OMR in Hamburg statt. Angefangen mit 300 Besuchern, sollten es in diesem Jahr 70.000 werden. Bevor es aber wirklich losging, gab es erst einmal ein digitales Kennenlernen, organisiert vom Team der IST. Wir Studierenden bekamen so die Möglichkeit, uns kennenzulernen und gemeinsam nach einer Unterkunft zu schauen. Fündig wurden wir direkt auf der Reeperbahn – mehr Hamburg geht wohl kaum ;-)!

Ankommen im digitalen Universum

„Festival für das digitale Universum“? Es wäre wohl keine Übertreibung, das OMR selbst als Universum zu bezeichnen. Über 11 Messehallen erstreckten sich über Messestände, Bühnen und verschieden Attraktionen. Der erste Eindruck: überwältigend, bunt, grell und ziemlich voll – aber vor allem ziemlich cool. Neben zahlreichen Vorträgen, die zu jeder Zeit auf dem gesamten Gelände stattfanden, bekamen einige Studierende auch die Chance, an 90-minütigen Masterclasses teilzunehmen, in denen Experten wie Frank Thelen Tipps direkt aus der Praxis gaben.

Rezo, der Influencer exposed & Will.i.am, der nicht singt

Wenn ich an den ersten Tag auf dem OMR zurückdenke, dann sind mir besonders der Vortrag des YouTubers Rezo zum Thema „Influencer Exposed“ sowie der Auftritt des amerikanischen Rappers Will.i.am im Gedächtnis geblieben. Anders als es vermuten lässt, gab es von Will.i.am keine musikalische Performance, sondern einen Einblick in seine Sichtweise auf aktuelle Trends im Bereich Technologie. Musikalisch wurde es dann aber doch noch. Direkt im Anschluss an den Vortrag gab es ein Überraschungskonzert des deutschen Rappers Materia. Hatten zuvor noch alle konzentriert lauschend auf den Stühlen gesessen, bildete sich nun eine feiernde Masse vor der Bühne. So etwas erlebt man wohl wirklich nur auf dem OMR.

Nach der Messe ist vor der Party

Nach dem offiziellen Messeprogramm verwandelte sich das OMR in ein Musikfestival der Superlative mit Live-Konzerten und zahlreichen bekannten Acts.

Auch wenn die Vorträge gegen 18 Uhr endeten, war das OMR noch lang nicht vorbei. Neben Live-Cooking und Wine-Tastings, wurde die Red Stage in der Vodafone Halle zur Konzertbühne umfunktioniert. Hier kamen wir für einen Stammtisch mit dem IST-Team zusammen. Nach dem Auftritt der Sängerin Zoe Wees ging es weiter zum Hamburger Fernsehturm, der ebenfalls auf dem Messegelände steht. Auch wenn der Turm seit 20 Jahren für die Öffentlichkeit unzugänglich ist, konnten wir als OMR-Besucher auf den Turm hinauffahren und bekamen zum Abschluss des Tages einen Blick über Hamburg bei Nacht.

Ein Tag voller Input

Tag zwei startete für mich mit einem spannenden Vortrag zweier unserer IST-Dozenten: Kommunikationsexperte Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer und Cyber-Security-Spezialist Dr. Michael Gschwender gaben einen Überblick über das Sicherheitsrisiko, das Fake-Kundendialoge mit sich bringen.
Weiter ging es mit Vorträgen von Lena Jüngst, die als Co-Founderin von Airup über ihre Erfahrungen zum Thema „Brandbuilding for GenZ“ berichtete und von Gabor Steingart, der über den Fall und Aufstieg des Journalismus sprach.
Abschließend besuchte ich den Talk von Markus Lanz und Richard David Precht. Gemeinsam diskutierten sie die Frage, ob wir zukünftig mehr oder weniger arbeiten werden und inwiefern das bedingungslose Grundeinkommen realistisch ist.

Markus Lanz und Richard David Precht auf der Bühne in der Vodafone Halle des OMR Festivals 2022
An ihren Podcast Lanz & Precht angelehnt: TV-Moderator Markus Lanz und Schriftsteller Richard David Precht sprachen auf dem OMR über die gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit.

Was bleibt: Mein Fazit zum Experience-Day auf dem OMR 2022

Es ist kaum möglich meine ganzen gesammelten Eindrücke zusammenzufassen. Es waren zwei spannende Tage geprägt von neuen Impulsen, Denkanstößen und WOW-Momenten. Mein persönliches Highlight ist die Erfahrung, eine Mixed-Reality-Brille aufzusetzen, die die reale mit einer virtuellen Welt verschwimmen lässt. Das Ganze wurde im medizinischen Kontext vorgestellt. Und was soll ich sagen? Mit dem Aufsetzen der Brille hatte ich nicht mehr nur den Messestand im Blick, sondern auch eine Leber, die direkt vor mir im Raum schwebte, die ich mit den Fingern vergrößern, drehen und auseinandernehmen konnte. Das war eine wirklich beeindruckende Erfahrung und ich bin gespannt, wie sich dieser Bereich in unseren zukünftigen Alltag integrieren wird.
Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte, das IST-Team auf das OMR Festival zu begleiten und einige meiner Kommilitonen persönlich kennenzulernen.

IST-Experience-Days? In der Programmübersicht gibt es weitere spannende Veranstaltungshighlights für 2022.

Wenn du also zukünftig etwas Ähnliches im IST-Newsletter liest oder direkt im Programmüberblick nach weiteren IST-Experience-Days in 2022 schaust, dann probier‘ dein Glück und vielleicht findest du dich auch einen Augenblick später in einer der spannendsten Erfahrungen wieder, die du je machen wirst.

Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden: Dialogmarketing in der Praxis

Noch nie war Dialogmarketing so relevant wie in unserer heutigen Zeit. Es scheint als gehöre es für Unternehmen und Werbetreibende im digitalen Zeitalter zum guten Ton mit Kunden über Maßnahmen des Dialogmarketings in Kontakt zu treten. Während klassisches Direktmarketing immer weiter abnimmt, rücken Dialogmarketing-Kampagnen durch personalisierte Werbung ins Zentrum absatzwirtschaftlicher Überlegungen.

Was ist Dialogmarketing und welche Ziele und Strategien verfolgt es?

Marketing Strategy Unterlagen auf Tisch
Dialogmarketing ist eine der effizientesten Marketingstrategien zur Kundenakquise und Verkaufsförderung.

Dialogmarketing kann als Teilbereich des Direktmarketings begriffen werden. Der Schwerpunkt liegt darin, einen wechselseitigen Austausch zwischen Unternehmen und Kunden sowie eine interaktive Beziehung zu erzeugen. Übergeordnetes Ziel ist es, Kunden zu einer individuellen Aktion zu veranlassen. In anderen Worten: Es wird eine Reaktion des Adressaten oder auch eine sogenannte „Response“ angestrebt.
Tools und Kanäle des Dialogmarketings können Prospekte, Kataloge, Postwurfsendungen, Aktives und passives Telefonmarketing, E-Mail-Marketing, SMS- und MMS-Werbung, Display- oder Videowerbung, Suchmaschinenmarketing, die eigene Website, Kundenzeitschriften und Direktansprache auf Messen sein.

OMR Festival – ein Paradebeispiel für Dialogmarketing?

Messeeingang OMR Festival
Das Online Marketing Rockstars Festival in der Messe Hamburg ist eine der größten Veranstaltungen für digitales Marketing und Technologie in Europa.

Zu letzterem lässt sich das OMR Festival als gutes Beispiel anführen. OMR steht für Online Marketing Rockstars und ist eine der größten Messen für digitales Marketing und Technologie in Europa, welches jährlich in Hamburg stattfindet. Zielgruppe des OMR sind vorrangig Geschäftsführer und Marketing-Verantwortliche aller Unternehmensgrößen, die sich an zwei Tagen über die Möglichkeiten und Lösungen des Digitalen Marketings informieren und austauschen. Mittlerweile findet das OMR aber auch Anklang bei Marketinginteressierten aus dem B2C-Sektor. Im Großen und Ganzen fallen unter die Zielgruppe vor allem junge Menschen zwischen 20-40 Jahren.

Wie eingangs erwähnt, wird Dialogmarketing auf dem OMR großgeschrieben. Bei der Eigenwerbung fängt es an. Die Veranstaltung ist nicht nur eine Plattform für Online-Marketing-Macher, auch der auch der gleichnamige Podcast mit OMR Gründer Philipp Westermeyer verbirgt sich dahinter. Schon dadurch steigt der Bekanntheitsgrad innerhalb der Zielgruppe. Hinzukommen weitere Vertriebskanäle, wie die sozialen Medien. Beispielsweise wird auf Instagram schon mehrere Monate vorher Werbung für die Messe geschaltet.

Der eigentliche Dialog beginnt jedoch mit der Anmeldung und dem Kauf des Tickets. Es folgt eine personalisierte E-Mail mit Ticketinformationen, darauf Tipps bezüglich der Anmeldung für Masterclasses, Events, Side Events, Akkreditierung, Highlights der Messe, Food Stages, Stand-Partys und „wichtige und kuriose Hinweise“, wie Meet & greets oder über potenzielle Arbeitgeber auf den sogenannten „Hiring Stages“. Interessant sind hierbei die informelle und persönliche Gestaltung der E-Mails sowie ihr Newsletter-Charakter. Der Adressat erhält individuelle Werbung und Angebote auf die für ihn relevanten Kanälen ausgespielt. Damit brilliert das OMR Marketing in seiner Königsdisziplin.

„Dialogmarketing“ im Master Kommunikationsmanagement

IST-Studierende beim Experience-Dy auf dem OMR Festival 2022
IST-Studierende beim Experience-Day der IST-Hochschule auf dem OMR Festival 2022.

Auch im Master-Studiengang Kommunikationsmanagement, unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, werden im Rahmen der Module „Marketing und Sales“, „Kommunikationspsychologie“ und „Marken- und Produktmanagement“ Aspekte des Dialogmarketings aufgegriffen.

Der Besuch der OMR fand im Rahmen der Experience-Days statt. Die verschiedenen Branchenveranstaltungen bieten IST-Studierenden die Möglichkeit, spannende Praxiseinblicke zu gewinnen, aktuelle Trends kennenzulernen und sich mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Hier gibt es einen Überblick zu bevorstehenden Experience-Days in 2022.

MBA oder Master – was passt zu dir?

Du möchtest ins internationale Management und stellst dir die Frage, wie du deine Karriere weiter vorantreiben kannst? Überlegst du nach deinem Bachelor-Abschluss ein weiterführendes Studium zu machen und fühlst dich von den Informationen zu den unterschiedlichen Master- und MBA-Programmen überflutet? Um dich bei deiner Entscheidung zu unterstützen, erklären wir dir in diesem Beitrag die Unterschiede zwischen einem klassischen konsekutiven Master-Studium und dem Master of Business Administration (MBA).

Master und MBA-Programm: Welche Gemeinsamkeiten gibt es?

MBA oder Master? Viele Wege führen ins Management.

Als zukünftiger Master-Studierender hast du die Wahl. Du kannst einen konsekutiven, also klassischen Master-Abschluss anstreben oder einen Master of Business Administration (MBA). Um dir über die Unterschiede zwischen Master und MBA klar zu werden, erklären wir dir erst einmal die Gemeinsamkeiten der beiden Studiengänge.

Der Master-Abschluss, unabhängig davon, ob es ein Master of Science (M.Sc.) oder Master of Arts (M.A.) ist, sowie der MBA-Abschluss sind gleichwertige akademische Titel. Sie sind international anerkannt und bilden gemäß Bologna-Prozess, den zweiten akademischen Bildungsgrad.

ZulassungSowohl für die Zulassung zum Master-Studium als auch für das MBA-Programm brauchst du einen ersten Hochschulabschluss, z. B. einen Bachelor oder ein Diplom.
AbschlussIn beiden Studienvarianten musst du eine gewisse Anzahl an ECTS-Punkten erreichen, um das Studium erfolgreich abzuschließen.
PerspektiveBeide Studienabschlüsse befähigen Absolventen dazu, in einer Führungsposition im Management zu arbeiten. Außerdem hast du mit beiden Abschlüssen die Möglichkeit anschließend zu promovieren.
Neben den Gemeinsamkeiten gibt es aber auch einige Unterschiede zwischen dem Master und dem MBA.

Der klassische Master – Das Studium für Spezialisten

Der klassische Master ist ein konsekutiver Studiengang. Das heißt, inhaltlich und oft auch zeitlich baut er auf dein vorheriges Bachelor-Studium auf. Ziel ist es, dein Wissen in einem speziellen Fachbereich forschungsorientiert zu vertiefen, um nach dem Studium als Experte in diesem Bereich zu arbeiten oder um zu promovieren. Zu Beginn des Studiums hast du in der Regel noch keine Berufserfahrung.

Die Richtung der Vertiefung lässt sich an der Endung des Abschlusses erkennen. So gibt es Studiengänge, die, wie beim Bachelor, mit einem Master of Arts (M.A.) oder einem Master of Science (M.Sc.) abschließen. In ersterem spezialisierst du dich beispielsweise im Bereich BWL, im zweiten in einer technischen Disziplin.
Durchführen kannst du den Master-Studiengang entweder in Vollzeit, Teilzeit oder dual. Es gibt Universitäten, an denen du ein Präsenzstudium machen kannst und Einrichtungen, die dir ein digitales Fernstudium anbieten. So kannst du selbst wählen, welches Studium am besten zu deiner privaten und beruflichen Lebenssituation passt.

Master of Business Administration (MBA) – Das Master-Programm für die Chefs von morgen

MBA oder Master - Frau in Führungsposition
Berufsbegleitend mit dem MBA oder Master zur Führungskraft qualifizieren.

Der Master of Business Administration (MBA) ist im Vergleich zum klassischen Master-Studium nicht konsekutiv. Das heißt, im MBA-Studium geht es nicht um die Vertiefung des im Bachelor-Studium erlernten Fachwissens. Es ist vielmehr egal aus welchem Bereich du kommst und in welcher Fachrichtung du dein Erststudium absolviert hast. Das MBA-Studium vermittelt dir grundlegendes Know-how auf der gesamten Bandbreite der Wirtschaftslehre und praxisrelevantes Management-Wissen. Der Studienschwerpunkt kann je nach MBA-Studium variieren. Der Master of Business Administration (MBA) an der IST-Hochschule für Management ist besonders zeitgemäß ausgerichtet und auf das Management von heute abgestimmt. Auf dem Stundenplan stehen neben den grundlegenden Fächern des General Managements zeitgemäße Studienfächer, wie z. B. „Digitale Transformation“, „Leadership Skills“, „Entrepreneurship und Business Development“, „Marketing & Sales“ sowie „Innovationsmanagement“. Die moderne und praxisnahe Ausrichtung des MBA-Fernstudiums ist daher besonders spannend für alle Bachelor-Absolventen, die innovationsfreudig sind und den Anspruch haben, neue, mutige sowie intelligente Lösungen für die Kundenanforderungen in ihrem Unternehmen zu entwickeln.

In erster Linie geht es beim Master of Business Administration (MBA) um die Erweiterung deiner Management- und Führungskompetenzen. So verwundert es auch nicht, dass sich die generalistisch angelegte Weiterbildung ausschließlich an Bachelor-Absolventen richtet, die, je nach Universität oder Hochschule, zwischen ein und sechs Jahren Berufserfahrung vorweisen können. Wer sich für ein MBA-Studium entscheidet, wird also eher Generalist als Spezialist und bereitet sich auf eine spätere Führungsrolle vor. Der MBA setzt im Vergleich zum konsekutiven Master auf hohe Praxisrelevanz und die Knüpfung starker Netzwerke.

Die meisten MBA-Studiengänge werden berufsbegleitend in Präsenz oder als Fernstudium angeboten. Die IST-Hochschule bietet ihren Studierenden zusätzlich die Möglichkeit an, das MBA-Studium „Business Administration“ dual zu absolvieren. Zum Bestehen des MBA-Studiums benötigst du in der Regel zwischen 60 und 90 ECTS-Punkte.

Unterschied MBA vs. Master – welches berufsbegleitende Studium passt besser zu meiner Karriere?

MBA oder Master - Mann am Laptop bei Recherche
Für eine Entscheidungsfindung zwischen MBA oder Master können ein paar persönliche Fragen helfen.

Der Master of Business Administration (MBA) sowie der klassische, konsekutive Master sind gleichwertige akademische Abschlüsse. Allerdings gibt es je nach Universität oder Hochschule unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen, Schwerpunkte und Zielsetzungen. Welcher Studiengang am besten zu deinem Karriereweg passt, solltest du also ganz individuell betrachten und entscheiden. Folgende Fragen solltest du dir stellen:

  • Habe ich bereits Berufserfahrung?
  • Möchte ich mich spezialisieren oder mich lieber generalistisch weiterbilden?
  • Will ich direkt nach meinem Bachelor-Abschluss in Vollzeit oder berufsbegleitend neben meinem Job studieren?
  • Bringe ich bereits Vorkenntnisse und Know-how mit?

Kurz um

Wenn du gerne forschungsorientiert arbeiten möchtest, und dein Expertenwissen in einem Fachbereich vertiefen willst, eignet sich ein berufsbegleitender Master, der zu deinem vorangegangenen Bachelor-Studium passt.
Wenn du bereits Berufserfahrung hast, dich generalistisch aufstellen möchtest und eine Führungsrolle anstrebst, dann bist du in einem MBA-Programm richtig aufgehoben.

An der IST-Hochschule kannst du den Master of Business Administration (MBA) ab Oktober 2022 in drei Semestern in Vollzeit oder in fünf Semestern in Teilzeit absolvieren. Beide Studienvarianten können berufsbegleitend per Fernstudium absolviert werden. Als MBA-Student an der IST-Hochschule entscheidest du selbst, in welchem Tempo du lernen möchtest und wie viel Zeit du in dein Management-Studium investieren möchtest. Zusätzlich hast du die Möglichkeit das Studium in vier Semestern dual zu absolvieren. So kombinierst du eine betriebliche Ausbildung mit einem international anerkannten MBA-Abschluss.
Bist du neugierig geworden und hast Lust dich zum innovativen Manager mit Führungskompetenz weiterzubilden?

Du bist dir noch immer unsicher, ob ein MBA zu dir passt? Im IST-Webinar am Dienstag, dem 30. August um 12 Uhr, berät Studiengangsleiter Prof. Dr. Christian Arnold Interessierte persönlich. Hier geht es zur Anmeldung.

Auf unserer Website findest du ebenfalls Informationen zum Vollzeit- und Teilzeit-MBA-Studium sowie zum dualen MBA-Studium. Studienstart ist jeweils zum Sommersemester am 1. April und zum Wintersemester am 1. Oktober.

Pferden im Alltag etwas Gutes tun

Grundlagen der Pferdephysiotherapie

Nach dem Schulabschluss steht jeder früher oder später vor der großen Entscheidung: „Und was jetzt?“ Lange wollte ich Tierärztin für Pferde werden. Dann in Richtung Pferdephysiotherapie oder -ostheopathie gehen. Viele dieser Abschlüsse sind jedoch nicht staatlich anerkannt, weshalb ich mich letztendlich für eine andere Branche entschieden habe. Doch als ich von der neuen Weiterbildung am IST-Studieninstitut gelesen habe – Grundlagen der Pferdephysiotherapie – entfachte dieser Funke in mir erneut. Ich musste diese Weiterbildung absolvieren! Unbedingt!

Eine Weiterbildung für jedermann

Die fünfmonatige Weiterbildung richtet sich an alle Reiterinnen und Reiter, Pferdemädchen und -jungs, die für sich privat oder in Verbindung mit ihrem Beruf, zum Beispiel als Reitlehrer/-in an einer Reitschule, etwas lernen möchte, mit dem er seinen Pferden etwas Gutes tun kann. Neben spannenden Studienheften, die man entweder als Skript zugeschickt bekommt oder online lesen kann, findet der Großteil der Weiterbildung online statt. Im Online-Campus kann man jederzeit auf die Studieninhalte in Form von Lehrvideos, Online-Vorlesungen, Quizfragen zur Überprüfung des eigenen Wissensstandes und auf vieles mehr zugreifen. Abschließend wird eine kleine Studienarbeit geschrieben, die jedoch wirklich machbar ist, und man kann an einem Praxisseminar teilnehmen, in dem die zuvor gelernten Inhalte umgesetzt werden.

Drei Tage Praxiswissen Pferdephysiotherapie

Grundlagen der Pferdephysiotherapie
Leichte Beschwerden kann die ausgebildete Pferdephysiotherapeutin Lara Krabichler nun am eigenen Pferd lösen. Copyright: Lara Krabichler privat

Diese drei Tage waren so unglaublich spannend und mit so so viel Wissen gefüllt! Wie auch schon in meiner Fitnesstrainerausbildung am IST wurde auch hier wieder von ausgewählten Dozenten unterrichtet, die wirklich jede Frage beantworten konnten. Mich erstaunt jedes Mal erneut, woher das IST-Studieninstitut und die IST-Hochschule so viele so gute Dozenten hat, die alle über ein riesiges Wissenspensum verfügen und dieses so spannend vermitteln können!
Am Freitag starteten wir mit „Erste Hilfe am Pferd“: Jeder Teilnehmer durfte unter andere Hufverbände anlegen, Fieber messen und eine Ganganalyse am Pferd und am Mensch durchführen.
Samstag und Sonntag standen dann voll im Zeichen der Pferdephysiotherapie: Die Muskeln wurden am Pferd gezeigt und benannt, wir lernten die Massagegriffe für jede einzelne Muskelgruppe kennen, tasteten die Pferde von Kopf bis Fuß ab und lernten abschließend noch einige unterstützende Geräte wie z. B. eine Massagepistole genauer kennen. Voller neuer Eindrücke, die das zuvor online angeeignete Wissen gefestigt hatten, ging es am Sonntagabend nach Hause, um das Gelernte jetzt am eigenen Pony umzusetzen.

Fazit: Nur zu empfehlen!

Ich bin wirklich begeistert von der Weiterbildung, weil ich jetzt einen Grundstock an Wissen besitze, mit dem ich meine eigenen Pferde gesundheitlich durch Massagen unterstützen kann. Im Ernstfall würde ich immer nochmal einen Experten darauf schauen lassen, doch um meine Pferde gesund durch die Turniersaison zu bringen und ihnen im Alltag etwas Gutes zu tun, ist diese Weiterbildung völlig ausreichend. Ich finde toll, dass man auf die Inhalte fünf Monate lang jederzeit zugreifen kann und den Zeitraum auch noch verlängern kann, falls man nicht fertig werden sollte. Die Inhalte sind alle leicht verständlich und die Weiterbildung wirklich in jeden Alltag integrierbar. Ich würde die Weiterbildung jederzeit wieder wählen und freue mich auf viele weitere Ausbildungen am IST-Studieninstitut.

Holen auch Sie sich in der 5-monatigen Weiterbildung „Grundlagen der Pferdephysiotherapie“ das Rüstzeug, um Ihrem Pferd helfen zu können. Start der Weiterbildung ist jeweils im Januar, April, Juli und Oktober.

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