

Andreas Niedrig: Vom Tiefpunkt zu mentaler Stärke
Andreas Niedrig - 31.08.2026
„Früher hatte ich die Erfahrung. Heute habe ich die Bedienungsanleitung.“
Was kann man über Motivation, mentale Stärke und den Umgang mit Krisen noch lernen, wenn man selbst schon außergewöhnliche Höhen und Tiefen erlebt hat? Für Andreas Niedrig, Ex-Junkie, Ex-Profisportler und Coach, lautete die Antwort: eine ganze Menge. In der Weiterbildung zum Stress- und Mentalcoach am IST-Studieninstitut lernte er, seine persönlichen Erfahrungen wissenschaftlich einzuordnen, Coaching neu zu verstehen und seine Arbeit als Speaker und Coach weiterzuentwickeln. Im Interview spricht er darüber, warum auch ein Motivationscoach Motivationslöcher haben kann, weshalb Zuhören manchmal wichtiger ist als gute Ratschläge, was der Profisport über Stress und Erholung lehrt – und warum es sich auch mit Ende 50 noch lohnt, neugierig zu bleiben.
Ich beschäftige mich tatsächlich schon seit vielen Jahren mit Motivation, mentaler Stärke, Resilienz und dem Umgang mit Krisen. Vieles davon habe ich nicht aus Büchern gelernt, sondern selbst erlebt und irgendwie auch intuitiv gelebt.
Nach meiner Drogenkarriere und 14 Monaten Therapie wollte ich einen Weg zurück in die Gesellschaft finden. Nach mehr als drei Jahren in Hilfsarbeiterjobs habe ich sehr spät meinen Schulabschluss nachgeholt und anschließend den Beruf des Orthopädiemechanikers erlernt. Und plötzlich merkte ich: Mensch, so ein Abschluss ist ja nicht nur ein Stück Papier. Der macht tatsächlich etwas mit einem selbst. Wissen und die Erfahrung, etwas geschafft zu haben, haben meinen Selbstwert und mein Selbstvertrauen enorm gesteigert. Das war für mich eine ziemlich neue Erfahrung.
Später wurde ich Profisportler und habe viele Jahre Triathlon auf höchstem Niveau betrieben. Meine Lebensgeschichte wurde unter dem Titel „Vom Junkie zum Ironman“ bekannt und später verfilmt. Seitdem bin ich als Speaker und Inspirationscoach unterwegs und erzähle Menschen von dem, was ich selbst erlebt habe.
Und dann kam ich mit 58 auf die vielleicht etwas verrückte Idee: Jetzt möchte ich doch tatsächlich noch einmal studieren. Ich wollte endlich verstehen, warum das, was ich in meinem Leben irgendwie intuitiv gemacht hatte, eigentlich funktioniert.
Die Weiterbildung zum Stress- und Mentalcoach war für mich deshalb kein Neustart, sondern eher ein wissenschaftlicher Blick unter die Motorhaube meines eigenen Lebens. Plötzlich bekam vieles, was ich bisher nur gespürt und erlebt hatte, einen wissenschaftlichen Namen.
Genau das hat mich begeistert: Lebenserfahrung trifft Wissenschaft. Und ich glaube, genau diese Verbindung kann ich heute an andere Menschen weitergeben.
Und ganz ehrlich: Mit fast 60 noch einmal die Schulbank zu drücken, ist vielleicht auch ein ganz guter Beweis dafür, dass man mit dem Lernen besser nicht aufhört, nur weil man irgendwann seinen Abschluss in der Tasche hat.
IST-Studieninstitut: Warum ist Deine Wahl dabei auf das IST-Studieninstitut gefallen?
Naja, wie fängt man an? Man macht sich Gedanken: Was möchte ich eigentlich studieren? Dann schaut man ins Netz, findet verschiedene Anbieter, vergleicht die Angebote und versucht herauszufinden, wo man sich am besten aufgehoben fühlt.
Für mich waren dabei vor allem die Erfahrungen von Absolventinnen und Absolventen wichtig. Und ein Punkt war für mich besonders entscheidend: Wie gut werde ich während der Weiterbildung betreut?
Und genau da hat mich das IST-Studieninstitut überzeugt. Denn ich hatte während der Weiterbildung durchaus Momente, in denen ich dachte: „Ach komm, Andreas, vielleicht lässt du das jetzt einfach.“ Ich hatte tatsächlich Motivationslöcher.
Das Lustige daran: Ich verdiene mein Geld unter anderem damit, Menschen zu motivieren und ihnen dabei zu helfen, wieder auf die Spur zu kommen. Und dann brauche ich plötzlich selbst jemanden, der mich wieder auf die Spur bringt. Und genau das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IST geschafft. Sie haben mit mir gesprochen, mich wieder motiviert und dafür gesorgt, dass ich weitergemacht habe.
Das fand ich im Nachhinein fast schon herrlich ironisch. Der Motivationscoach braucht selbst einen Motivationscoach.
Und genau deshalb bin ich dem IST-Studieninstitut bis heute dankbar. Es war für mich nicht nur eine Weiterbildung, bei der ich Wissen vermittelt bekommen habe, sondern eine Zeit, in der ich mich wirklich gut begleitet gefühlt habe.
IST-Studieninstitut: Du hattest zu diesem Zeitpunkt bereits sehr viel Wissen aus eigener Erfahrung und Deiner beruflichen Arbeit. Was wolltest Du durch die Weiterbildung zusätzlich lernen?
„Früher habe ich vieles einfach gemacht. Heute weiß ich auch, warum es funktioniert hat. Und genau dieses Wissen gibt mir die Sicherheit, meine Erfahrungen nicht nur zu erzählen, sondern sie auch fundiert einordnen zu können.“
Ich würde gar nicht sagen, dass ich damals schon wahnsinnig viel Wissen mitgebracht habe. Ich hatte vor allem eines: jede Menge Lebenserfahrung, Umsetzungstalent und einen ziemlich ausgeprägten Dickkopf.
Ich hatte vieles selbst ausprobiert und erlebt und dabei offenbar einiges richtig gemacht. Aber ich konnte nicht immer erklären, warum es funktioniert hat.
Genau das wollte ich durch die Weiterbildung lernen. Ich wollte hinter die Kulissen schauen und verstehen, was wissenschaftlich eigentlich hinter Motivation, Stress, mentaler Stärke und Resilienz steckt.
Und dieses Wissen hilft mir heute enorm bei meinen Vorträgen. Früher konnte ich sagen: „Bei mir hat das so funktioniert.“ Heute kann ich zusätzlich erklären, warum es funktioniert hat.
Das gibt mir natürlich noch einmal eine ganz andere Sicherheit. Meine Geschichte bleibt meine Geschichte, aber ich kann sie heute wissenschaftlich besser einordnen und dadurch auch selbstbewusster weitergeben.
Oder kurz gesagt: Früher hatte ich die Erfahrung. Heute habe ich dazu auch noch die Bedienungsanleitung.
IST-Studieninstitut: Gab es während der Weiterbildung einen Moment oder ein Thema, bei dem Du gemerkt hast, dass sich Dein bisheriger Blick auf Coaching oder mentale Stärke verändert?
Oh ja, da gab es tatsächlich mehrere Momente, in denen ich dachte: „Aha … so ist das also!“
Vor allem die Präsenzveranstaltungen haben meinen Blick auf Coaching noch einmal deutlich verändert. Ich kann gar nicht den einen Moment oder das eine Thema herausgreifen, weil eigentlich jede Veranstaltung ihre eigenen Aha Momente hatte.
Was ich dabei besonders spannend fand: Ich hatte zwar jede Menge Erfahrung mit Motivation, mentaler Stärke und dem Arbeiten mit Menschen auf der Bühne, aber Coaching im Eins zu Eins Format war für mich komplettes Neuland. Und plötzlich saß ich nicht mehr vorne auf der Bühne und erzählte anderen, wie es geht, sondern musste selbst zuhören, Fragen stellen und mich auf den Menschen vor mir einlassen.
Dabei waren meine Mitstudierenden eine unglaubliche Unterstützung. Wir haben uns gegenseitig ausprobiert, gecoacht, Feedback gegeben und dabei wahrscheinlich mindestens genauso viel miteinander gelacht wie gelernt.
Und dann waren da noch die Trainer und Coaches. Die waren einfach großartig. Fachlich unglaublich gut, gleichzeitig locker und menschlich.
Ich habe dabei gemerkt: Coaching bedeutet eben nicht, jemandem möglichst schnell zu sagen, was er tun soll. Es geht viel mehr darum, die richtigen Fragen zu stellen und dem anderen dabei zu helfen, seine eigene Lösung zu finden.
Und genau das war für mich eine richtig spannende Erkenntnis.
Ganz ehrlich: Ich bin mit ziemlich viel Lebenserfahrung zur Weiterbildung gekommen und bin mit noch mehr Fragen wieder nach Hause gefahren.
IST-Studieninstitut: Was bedeutet mentale Stärke für Dich heute und hat sich Deine Definition davon im Laufe Deines Lebens verändert?
Ich glaube, durch mein Alter sehe ich das heute etwas anders als früher. Und das Schöne am Älterwerden ist ja: Man bekommt irgendwann tatsächlich ein bisschen Erfahrung mitgeliefert.
Früher dachte ich vor allem an körperliche Stärke. Und da ist die Sache relativ überschaubar: Wenn ich trainiere, mich vernünftig ernähre und meinem Körper ein bisschen Aufmerksamkeit schenke, kann ich ziemlich viel erreichen. Das habe ich als Profisportler schließlich lange genug ausprobiert.

Bei der mentalen Stärke funktioniert das aber nicht ganz so einfach. Da gibt es für mich keinen Trainingsplan nach dem Motto: Montag 10 Minuten Selbstvertrauen, Dienstag 20 Minuten Resilienz und Mittwoch bitte eine Runde Krisenbewältigung und dann weiß man wie es funktioniert. Denn das Leben bietet immer wieder neues auf das wir uns einstellen dürfen und da braucht es unterschiedliche Bewältigungsformen und das finde ich unglaublich spannend.
Mentale Stärke bedeutet für mich heute deshalb vor allem, neugierig auf sich selbst zu bleiben. Sich immer wieder zu fragen: Was treibt mich an? Was macht mir Angst? Was tut mir gut? Wo liegen meine Grenzen und wo kann ich vielleicht noch wachsen? Was sind eigentlich meine Werte?
Und genau das finde ich inzwischen unglaublich spannend: Mentale Stärke sieht bei jedem Menschen anders aus. Sie ist individuell, einzigartig und verändert sich auch im Laufe des Lebens.
Für mich bedeutet mentale Stärke heute deshalb nicht, immer stark sein zu müssen. Sondern sich selbst gut genug zu kennen, um auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn das Leben gerade nicht nach Trainingsplan läuft.
IST-Studieninstitut: Was unterscheidet für Dich persönliche Lebenserfahrung von einer fundierten Ausbildung als Coach?
Persönliche Lebenserfahrung ist erst einmal genau das: meine persönliche Lebenserfahrung. Ich habe meinen Weg gemacht und kann ziemlich genau sagen, was bei mir funktioniert hat. Aber ich kann natürlich nicht hingehen und sagen: „So, Leute, hier ist die Bedienungsanleitung für ein erfolgreiches Leben. Seite 1 bis 27 bitte genau so machen.“
Meine Geschichte kann Menschen Mut machen, Hoffnung geben und inspirieren. Aber sie kann auch das Gegenteil bewirken. Jemand hört meine Geschichte und denkt: „Wow, Respekt! Aber das schaffe ich doch niemals.“ Und dann sitzt er vielleicht gemütlich auf dem Sofa und schaut weiter zu.

Genau da kommt für mich der Unterschied zum Coaching ins Spiel. Als Coach möchte ich nicht derjenige sein, der vorne steht und sagt: „Macht es so wie ich!“ Ich möchte vielmehr neugierig machen: „Was steckt eigentlich in dir? Was kannst du? Was möchtest du verändern? Und was wäre dein nächster Schritt?“
Dafür braucht es neben Lebenserfahrung eben auch fundiertes Wissen, gute Fragen und vor allem die Fähigkeit, zuzuhören. Und das ist manchmal schwieriger, als einfach selbst loszureden. Das musste ich übrigens auch erst lernen.
Meine Geschichte kann also die Tür öffnen. Aber ich möchte die Menschen nicht durch die Tür schieben. Ich möchte ihnen Lust machen, selbst hindurchzugehen und herauszufinden, was auf der anderen Seite auf sie wartet.
Und genau diese Kombination aus meiner Lebensgeschichte und dem wissenschaftlich fundierten Wissen aus der Weiterbildung ist für mich heute unglaublich wertvoll und gibt mir natürlich auch Sicherheit.
Oder kurz gesagt: Früher habe ich gezeigt, was möglich ist. Heute unterstütze ich Menschen dabei herauszufinden, was für sie möglich ist. Das finde ich viel spannender.
IST-Studieninstitut: Welche Inhalte oder Methoden aus der Weiterbildung nutzt Du heute konkret in Deiner Arbeit? Gibt es ein Beispiel aus Deinem beruflichen Alltag?
Ich nutze tatsächlich einiges aus der Weiterbildung, vor allem bei meinen Vorträgen. Früher konnte ich immer sagen: „Das hat bei mir funktioniert.“ Und das ist natürlich nicht die schlechteste Ausgangslage, schließlich habe ich meine eigene Geschichte ja selbst durchlebt.
Durch mein Diplom kann und darf ich nun zusätzlich erklären, warum bestimmte Dinge funktionieren und was wissenschaftlich dahintersteckt. Durch die Weiterbildung und mein Diplom habe ich dafür noch einmal eine ganz andere fachliche Grundlage bekommen. Das gibt mir Sicherheit und macht meine Vorträge für mich selbst noch einmal spannender.
Besonders wertvoll finde ich aber die Dinge, die ich direkt in meinem Alltag einsetzen kann. Dazu gehören vor allem die Entspannungsübungen, die wir in den Präsenzseminaren gelernt und ausprobiert haben.
Die nutze ich heute nicht nur in meiner Arbeit mit anderen, sondern tatsächlich auch selbst. Und das ist vielleicht ganz gut so, denn es wäre ja etwas unglaubwürdig, wenn ich auf der Bühne über Stressbewältigung spreche und anschließend selbst völlig aufgedreht aus dem Saal renne.
Gerade bei Vorträgen oder im Coaching kann ich solche Übungen einsetzen, wenn ich merke, dass jemand sehr angespannt ist oder einfach einmal kurz aus dem Kopf herauskommen muss.
Ich mag an der Weiterbildung besonders, dass ich nicht nur jede Menge Theorie elernt habe, sondern wirklich Werkzeuge bekommen habe, die ich direkt anwenden kann.
Früher hatte ich also vor allem meine Lebenserfahrung im Werkzeugkasten. Heute ist der Werkzeugkasten deutlich voller. Und ich weiß inzwischen sogar, wofür die einzelnen Werkzeuge gedacht sind.
Motivation und Mentalcoaching werden häufig miteinander gleichgesetzt. Wo liegt für Dich der Unterschied zwischen jemanden zu motivieren und jemanden professionell als Coach zu begleiten?
Ich glaube, andere Menschen wirklich zu motivieren, können wir nur sehr begrenzt. Wir können sie inspirieren, wir können ihnen einen Impuls geben und vielleicht auch mal einen kleinen Tritt in den Hintern. Aber die eigentliche Motivation muss am Ende aus dem Menschen selbst kommen.

Das kenne ich natürlich aus dem Sport. Wenn ich neben jemandem stehe und sage: „Komm, schneller, du schaffst das! Noch 200 Meter!“, dann funktioniert das vielleicht ganz gut. Zumindest für die nächsten 200 Meter. Danach bin ich weg. Und was macht er dann?
Genau da beginnt für mich der Unterschied zum Coaching.
Ein Coach versucht nicht, ständig von außen den Motivationsmotor am Laufen zu halten. Er hilft dem Menschen vielmehr dabei, seinen eigenen Motor zu finden und herauszufinden, wie dieser Motor auch läuft, wenn gerade niemand daneben steht.
Das passt auch sehr gut zu meiner eigenen Geschichte. Ich kann Menschen erzählen, was ich alles geschafft habe, vom Leben nach der Drogenkarriere bis zum Profisportler. Das kann inspirieren. Aber ich kann nicht erwarten, dass jetzt jeder sagt: „Alles klar, dann mache ich das genauso wie Andreas.“
Das wäre ungefähr so, als würde ich jemandem meinen alten Triathlon Trainingsplan geben und sagen: „Hier, damit wirst du glücklich.“ Das wäre vermutlich keine besonders gute Coachingstrategie.
Meine Aufgabe als Coach ist für mich deshalb eine andere. Fragen stellen, zuhören, Perspektiven öffnen und Menschen neugierig auf sich selbst machen. Nicht meine Lösung soll am Ende herauskommen, sondern die Lösung des Menschen, der mir gegenübersitzt.
Und das finde ich heute besonders spannend. Früher wollte ich Menschen mit meiner Geschichte motivieren. Heute möchte ich sie mit meiner Geschichte inspirieren und sie gleichzeitig dabei unterstützen, ihre ganz eigene Geschichte zu schreiben.
Für mich ist der Unterschied deshalb ziemlich einfach: Ich kann den Funken anzünden. Aber brennen muss das Feuer schon von innen heraus.
IST-Studieninstitut: Du hast als Hochleistungssportler extreme körperliche und mentale Belastungen erlebt. Was hast Du dabei über Stress gelernt, das sich auch auf den Alltag anderer Menschen übertragen lässt und wo stößt dieser Vergleich an Grenzen?
Im Sport ist Training zunächst einmal Stress für den Körper. Ich setze bewusst einen Reiz, belaste meinen Körper und bringe ihn damit erst einmal aus seinem Gleichgewicht.
Das Entscheidende passiert aber danach. In der Erholung beginnt der Körper, sich an diese Belastung anzupassen. Er repariert, verarbeitet und kommt ein Stück stärker zurück. Genau deshalb trainiert man ja nicht 24 Stunden am Tag. Das würde vermutlich auch der motivierteste Triathlet irgendwann einsehen.
Und ich glaube, genau dieses Prinzip lässt sich sehr gut auf unseren Alltag übertragen. Egal, ob Beruf, Familie, Freunde oder die eigenen Hobbys. Wir können und müssen uns immer wieder Herausforderungen und Belastungen stellen. Aber irgendwann braucht der Körper und auch der Kopf eine Pause.
Wenn auf Belastung keine Entlastung folgt, wird aus einem gesunden Stressreiz irgendwann Dauerstress. Und dann funktioniert das Prinzip aus dem Sport plötzlich nicht mehr. Dann werde ich nicht stärker, sondern irgendwann einfach müde, erschöpft und unzufrieden.
Die Grenze zum Sport liegt für mich darin, dass ich mir im Training den Stress meistens selbst aussuche. Ich entscheide, wann ich hart trainiere und wann ich Pause mache. Im Leben funktioniert das leider nicht ganz so komfortabel. Familie, Beruf, Krankheiten, Sorgen oder andere Herausforderungen fragen selten: „Passt es dir heute eigentlich gerade?“

Deshalb habe ich durch den Sport gelernt, Belastung ernst zu nehmen, aber die Erholung genauso ernst zu nehmen. Denn manchmal ist die wichtigste Trainingseinheit des Tages tatsächlich die, bei der man nichts tut.
Und das ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Übungen überhaupt.
IST-Studieninstitut: Was würdest Du jemandem sagen, der bereits viel Erfahrung im Coaching, Sport oder Gesundheitsbereich hat und sich fragt, ob eine Weiterbildung wie der „Stress- und Mentalcoach“ noch einen Mehrwert bietet?
Ich würde jedem sagen: Gerade wenn du schon viel Erfahrung hast, kann so eine Weiterbildung unglaublich spannend sein.
Ich bin wahrscheinlich das beste Beispiel dafür. Ich hatte viele Jahre Sporterfahrung, meine eigene Lebensgeschichte, unzählige Vorträge gehalten und dachte natürlich: So ein bisschen kenne ich mich mit Motivation und mentaler Stärke schon aus.
Dann habe ich beim IST-Studieninstitut gemerkt: Ja, Andreas, du hast Erfahrung. Aber du weißt noch lange nicht alles.
Ich habe dort vieles, was ich bisher intuitiv gemacht habe, plötzlich wissenschaftlich verstanden. Und genau das macht einen großen Unterschied. Meine Erfahrung ist dadurch nicht weniger wert geworden, sondern im Gegenteil. Sie hat plötzlich ein stabiles Fundament bekommen.
Für mich war das ein bisschen wie beim Triathlon: Du kannst 20 Jahre Fahrrad fahren und trotzdem irgendwann feststellen, dass man am Fahrrad noch ein paar Schrauben nachziehen könnte.
Und genau deshalb würde ich jedem, der schon Erfahrung im Sport, Coaching oder Gesundheitsbereich hat, empfehlen, sich noch einmal auf diesen Weg zu machen. Nicht weil das bisherige Wissen nichts wert ist, sondern weil man seinem Erfahrungsschatz noch einmal richtig gutes Werkzeug hinzufügen kann.
Denn Erfahrung zeigt dir, was du erlebt hast. Eine fundierte Weiterbildung hilft dir zu verstehen, warum es funktioniert hat und wie du dieses Wissen auch für andere Menschen sinnvoll einsetzen kannst.
Und wenn ich heute auf meine Zeit beim IS-Studieninstitut zurückblicke, würde ich es ganz einfach sagen:
„Wenn du schon viel kannst, ist eine Weiterbildung vielleicht nicht dazu da, dir zu zeigen, was du noch nicht kannst. Sie kann dir helfen, das, was du kannst, noch besser zu verstehen und professioneller weiterzugeben.“
Genau das war für mich der Mehrwert des IST-Studieninstituts.




