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13.03.2026

Studierende übergeben die Ergebnisse ihres Projektes dem Festivalteam "Rage against Racism"
Studierende übergeben die Ergebnisse ihres Projektes dem Festivalteam "Rage against Racism"

IST-Studierende entwickeln Kommunikationsstrategie für „Rage Against Racism“-Festival

Studierende des Masterstudiengangs „Kommunikationsmanagement“ haben innerhalb eines Praxisprojekts ein strategisches Konzept für das Duisburger „Rage Against Racism“-Festival entwickelt. Die finalen Ergebnisse wurden nun dem Festivalteam vorgestellt und übergeben.

Im Zentrum des Studierendenprojekts standen zentrale Zukunftsfragen der Festivalorganisation: Wie lassen sich Social-Media-Kanäle strategisch weiterentwickeln? Welche Potenziale bietet Crowdfunding? Wie kann Pressearbeit professionalisiert werden? Welche Strukturen braucht interne Kommunikation? Und wie können Sponsoring sowie die Gewinnung von Ehrenamtlichen systematisch ausgebaut werden?

Strategische Handlungsfelder im Fokus
Die Masterstudierenden arbeiteten in themenspezifischen Teams zu den Bereichen Social Media wie Instagram und Facebook, Crowdfunding, Pressearbeit, interne Kommunikation, Sponsoring sowie Ehrenamtler-Anwerbung. Ziel war es, praxisnahe und zugleich analytisch fundierte Konzepte zu entwickeln, die dem Duisburger „Rage Against Racism“-Festival ab sofort als konkrete Entscheidungsgrundlage dienen können.

Das kostenlose Open-Air-Metal-Festival steht seit Jahren für eine klare gesellschaftspolitische Haltung, für Diversität und für ehrenamtliches Engagement. Entsprechend groß war die Verantwortung der Studierenden, passgenaue Lösungen für eine wertebasierte, gemeinnützige Festivalstruktur zu erarbeiten. Die ohnehin schon knappen Ressourcen des Festivals – sowohl finanzieller als auch personeller Natur – mussten dabei stets im Blick behalten werden.

Wissenschaft trifft Festivalpraxis
„Solche Praxisprojekte sind ein zentrales Element unserer Lehre. Festivals sind hochkomplexe Wesen – gerade, wenn sie als gemeinnützige Einrichtungen organisiert sind, brauchen sie strategisches Management, belastbare Kommunikationsstrukturen und nachhaltige Finanzierungsmodelle“, betont Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, Leiter des Projekts und Professor für Kommunikationsmanagement an der IST-Hochschule. „Unsere Studierenden lernen nicht nur theoretische Modelle kennen, sondern wenden diese unmittelbar auf reale Herausforderungen wie den extremen Ressourcenmangel in gemeinnützigen Organisationen an. Genau das ist für mich angewandte Wissenschaft.“

Auch auf Seiten des Projektpartners fällt das Fazit positiv aus: „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden war für uns enorm wertvoll. Wir haben viele neue Perspektiven und konkrete Impulse mitgenommen – insbesondere im Bereich Crowdfunding und Social Media. Für ein ehrenamtlich organisiertes Festival sind solche strategischen Konzepte ein echter Gewinn“, so Levent Tomicki, Festival Director des „Rage Against Racism“-Festivals.

Projektsteuerung durch Studierende
Koordiniert wurde das Projekt von einer dreiköpfigen studentischen Projektsteuerungsgruppe. Dieses Team übernahm sowohl interne sowie externe Abstimmungen. „Es war spannend zu erleben, wie aus vielen einzelnen Ideen am Ende ein stimmiges Gesamtbild entstanden ist. Besonders herausfordernd war es, wissenschaftliche Ansätze so zu übersetzen, dass sie für den Projektpartner direkt nutzbar sind und nicht direkt im Anschluss als Strohfeuer wieder verpuffen“, erklärt Lisa Sophie Hellmann als Vertreterin der Studierenden und im Namen des Teams.

Mit dem Präsentationstag am Düsseldorfer Standort der IST-Hochschule endet das Praxisprojekt formal – die entwickelten Strategien sollen nun perspektivisch in die weitere Arbeit des Festivals einfließen.