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09.05.2019

Prof. Dr. Thomas Merz im Interview.

Emotionen, Spaß, Leidenschaft – und BWL

Zwei Dinge, die sich oft ausschließen: BWL und Spaß. Trockene Theorie? Langweilige Zahlen? Das muss nicht sein, wie die IST-Hochschule zeigt.

Bei BWL denkt man doch an das typische Klischee – dröge Formeln, gelangweilte Studierende und ein eingestaubter Lehr- und Wissenschaftsbetrieb. Nicht jedoch im Fernstudium „Business Administration“ der IST-Hochschule. Das Bachelor-Studium geht mit der Zeit und ein Schwerpunkt liegt vor allem auf den Trend-Themen Dienstleistungs-, Qualitäts-, Innovations- und Digitalisierungsmanagement. Und das alles bei maximaler Flexibilität. Hier lernen die Studierenden nicht mit 500 anderen in einem überfüllten Hörsaal, sondern per Online-Vorlesung, Webinar und Studienheft nach persönlichem Belieben von Zuhause, im Park oder im Urlaub am Strand. Was den Studiengang „Business Administration“ der IST-Hochschule außerdem so besonders gegenüber anderen BWL-Studiengängen macht und was es mit der Kooperation mit der thailändischen Srinakharinwirot University in Bangkok auf sich hat, erzählt Studiengangsleiter Professor Dr. Thomas Merz im Interview.

Herr Prof. Merz, seit Start des jungen Studienganges „Business Administration“ sind Sie leitender Professor. Wie sind Sie dazu gekommen und was hat Sie am meisten von der IST-Hochschule überzeugt?
Prof. Dr. Merz:
An der IST-Hochschule bin ich seit Juli 2017. Ursprünglich komme ich aus dem Bankwesen. Vor über 20 Jahren habe ich als Dozent an einer niederländischen Hochschule angefangen, an der ich schließlich als Direktor tätig war. Die Internationalität in meiner Arbeit war mir schon immer wichtig. Ich habe jedoch lange den Wunsch gehegt, zurück zu den Wurzeln meiner Tätigkeit zu gehen. Dank meines großen Netzwerkes, das ich mir über viele Berufsjahre aufgebaut habe, ergab sich die Möglichkeit, die Professur für Betriebswirtschaft an der IST-Hochschule zu übernehmen. Und diese Chance habe ich mir nicht entgehen lassen.

An der IST-Hochschule läuft das Studium etwas anders ab als an klassischen Präsenz-Unis: Was genau macht den Unterschied aus?
Merz:
Die IST-Hochschule ist eine Fernhochschule. Studierende haben den Vorteil, dank des sogenannten „Blended-Learning-Konzeptes“ flexibel zu studieren, wann und wo sie möchten. Zur Wissensvermittlung steht eine Kombination aus e-Learning, Präsenzterminen, Online-Vorlesungen und Webinaren zur Verfügung. Generell wird es immer wichtiger, mobil und flexibel zu sein. Entsprechende digitale Lehrkonzepte sind nur die Folge dessen und eine Antwort auf die Frage, wie modernes Studieren aussehen kann.

Und was macht den Bachelor „Business Administration“ aus Ihrer Sicht so besonders?
Merz:
Alles (lacht). Bei uns liegt der Fokus auf den vier Kernkompetenzen Dienstleistungs-, Qualitäts-, Innovations-, und Digitalisierungsmanagement. Der Kunde war schon immer König, heute jedoch noch mehr als früher. Der Markt reagiert schneller, Geschäfts- und Führungsmodelle verschwinden und werden durch neue ersetzt. Taxis werden durch Uber abgelöst, traditionelle Banken durch Online-Banking und Bürojobs durch Homeoffice. Diesen modernen Herausforderungen passen wir uns mit dem Bachelor „Business Administration“ an. Wir vermitteln unseren Studierenden moderne Arbeitsprozesse, Unternehmenskulturen und interkulturelle Kompetenz. Und ganz wichtig: Emotion und Passion, denn in der Dienstleistungsbranche ist Leidenschaft unabdingbar.

Apropos ‚interkulturelle Kompetenz‘. Welche internationalen Anknüpfungspunkte haben Studierende an der IST-Hochschule?
Merz:
Der Aufbau internationaler Beziehungen ist uns unheimlich wichtig, daher sind wir stetig auf der Suche nach ausländischen Partnerhochschulen. Neben Kooperationen unter anderem mit Hochschulen in China, Spanien, Australien, Brasilien, der Niederlande und New York, ist die Partnerschaft mit der thailändischen Srinakharinwirot Universität in Bangkok unsere jüngste Errungenschaft. Der thailändische Markt ist noch relativ klein und überschaubar. Wir haben überlegt, wie wir auf sinnvollem Weg eine langfristige Beziehung aufbauen können und kamen zum Entschluss, das „Blended-Learning-Konzept“ unter den thailändischen Studierenden bekannter zu machen. Bisher ist dort diese Art des Lernens nicht bekannt. Das war quasi die Entstehung eines internationalen Planspiels, welches im Februar dieses Jahres als Pilotprojekt gestartet ist und unseren Studierenden als Wahlpflichtmodul zur Verfügung steht.

Ein internationales Planspiel also. Was kann man sich darunter vorstellen?
Merz:
Wir spielen in einem virtuellen Klassenzimmer eine Business-Simulation in deutsch-thailändischen Tandems, bei der die Studierenden selber Managemententscheidungen treffen. Insgesamt gibt es acht Runden. In den ersten vier Runden spielen die Teilnehmer einzeln gegen den Computer, dann in gemischten Teams. Technische Unterstützung bei der Kommunikation bieten dafür Adobe Connect und Skype. Ziel ist es, anhand von Markt-, Kosten- und Ressourcenanalysen von Spiel-Periode zu Spiel-Periode immer mehr unternehmerische Entscheidungen zu treffen, um zukünftig Business-Entscheidungen in kleineren Unternehmen wie Start-Ups übernehmen zu können. Wichtiger als das finanzielle Resultat ist dabei das gemeinsame Arbeiten und auf Englisch zu kommunizieren. Außerdem sollen die Studierenden erklären können, warum sie Entscheidungen getroffen haben.

Welche Voraussetzungen müssen Studierende für eine Teilnahme am Planspiel erfüllen?
Merz:
Jeder Studierende des Bachelor-Studiums „Business Administration“ und des Master-Studiums „Kommunikationsmanagement“ kann sich mit seinem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben für das Planspiel bewerben. Vorausgesetzt werden 60 Credit Points, die man im zweiten oder dritten Semester erreicht hat. Aufgrund des erfolgreichen Pilotprojektes, werden wir das Planspiel zum nächsten Start im Sommersemester mit 20 Studierenden noch größer aufziehen. Ziel ist es, das Modul auch anderen internationalen Partnern der IST-Hochschule anzubieten, um unsere internationalen Strukturen weiter auszubauen.

Klingt nach viel Spaß – und das trotz BWL.
Merz:
Na sehen Sie!

Studierende können sich ab Mai 2019 für das nächste Planspiel bewerben.

Informationen zum Bachelor „Business Administration“ finden Sie hier.