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18.07.2018

IST-Studentin Nadine Howeg-Polomski ist auf dem Weg nach China.

Ein Semester in China: Ein Traum wird wahr

Nadine Howeg-Polomski ist 34 Jahre alt, berufstätig, allein erziehende Mutter, IST-Studentin und auf dem Weg nach China, wo sie ein Auslandssemester verbringen wird. Wir ziehen den Hut vor so viel Engagement.

Seit sie 16 Jahre alt ist, wollte Nadine Howeg-Polomski im Hotelgewerbe arbeiten, hatte aber keine Gelegenheit, in diesem Bereich eine Ausbildung zu machen. Trotzdem arbeitete sie im Hotel und lernte dort von der Pike auf alle Abteilungen kennen. Ihr war klar, dass sie beruflich in der Hotellerie bleiben wollte, aber ohne Wissens-Fundament nie weiterkommen würde.

Also entschloss sie sich, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen und machte sich buchstäblich auf den Weg. Zuallererst wollte die junge Mutter die Fachhochschulreife nachholen und drückte noch zwei Jahre die Schulbank. Das erste Etappenziel war erreicht. Ein Studium war plötzlich zum Greifen nah.

„Da ich damals schon zwei Kinder hatte, kam ein Vollzeitstudium nicht infrage”, erinnert sich Howeg-Polomski. Ich bin durch Zufall auf die IST- Hochschule aufmerksam geworden. Ich war sofort von der Möglichkeit, hier in Teilzeit zu studieren, begeistert und empfand es als schicksalhaft. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch in Ulm gewohnt. Nach kurzer Überlegung habe ich alleine mit meinen Kindern die Zelte im Süden abgebrochen, bin nach Köln gezogen und habe mich an der IST-Hochschule für den Studiengang Hotel Management’ immatrikuliert.”

Die Mehrfachbelastung für die 34-Jährige ist hoch. Sie arbeitet vormittags in einem Hotel, kniet sich am Nachmittag in ihr Studium und ab 16 Uhr gehört der Rest des Tages ihren Kindern. Der Haushalt kommt auch noch hinzu. „Meine Motivation ist natürlich nicht immer ganz so hoch. Aber ich kenne ja meine Ziele und dafür muss ich eben auch kämpfen.”

Ein Ziel von der ambitionierten IST-Studentin war es, Zeit im Ausland zu verbringen. Mit dem Stipendienprogramm des Huan Mass Media Vocational and Technical College in China wird dieser Wunsch erfüllt. „Die sehr engagierte und freundliche Mitarbeiterin des International Office der IST-Hochschule hat mich auf das Stipendium aufmerksam gemacht. Ich hätte nicht damit gerechnet, eine Chance zu haben, da meine Ausgangssituation nicht die einer ‚normalen‘ Studentin ist. Aber ich freu mich natürlich riesig.“

Der eigentliche Bewerbungsprozess war dann ganz einfach und schnell erledigt. Howeg-Polomski reichte ihren Lebenslauf, ihr Abiturzeugnis, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Immatrikulationsbescheinigung in Deutsch und Englisch ein. Darüber hinaus brauchte sie eine ärztliche Bescheinigung über ihren Gesundheitszustand und personenbezogene Daten wie beispielweise eine Kopie des Reisepasses. „Durch einen ebenfalls sehr engagierten Mitarbeiter der IST-Hochschule, der sich vor Ort in China befindet, habe ich alles ganz einfach hinbekommen. Ich habe ihm alle Unterlagen zugesandt und er hat alles mit der Uni in China geregelt. Außerdem hat er zu jeder Zeit meine Fragen beantwortet, und ich muss zugeben, es waren sehr viele Fragen”, Howeg-Polomski lacht. „So hat er mir meine Angst und Bedenken genommen.”

Ziel des Stipendiums ist es, Chinesisch zu lernen. Was verspricht sich die junge Frau von chinesischen Sprachkenntnissen? „Mein Ziel ist es, nach dem Studium ins Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten. Unter anderem stehen Shanghai und Peking ganz oben auf meiner Favoritenliste. Dadurch kann es für mich nur von Vorteil sein, zumindest eine Basis der chinesischen Sprache zu beherrschen.”

Trotz eines Vollstipendiums, das Unterkunft, Studiengebühren der Schule in China und eine Basis-Krankenversicherung abdeckt, muss die IST-Studentin für das Flugticket und ihre Verpflegung selbst aufkommen. Wie kann man als alleinerziehende Mutter und Halbtagskraft ein solches Vorhaben finanziell stemmen? Howeg-Polomski ist da ganz pragmatisch. Sie spart.

Die Wahl-Kölnerin freut sich auf das vor ihr liegende Abenteuer, das sie nicht alleine bestreiten wird. Sie nimmt ihren 12-jährigen Sohn mit.  „Anfangs war bei ihm die Begeisterung nicht so groß”, erinnet sich Howeg-Polomski. „Aber nachdem klar war, dass er ja ein halbes Jahr schulfrei hat, war die Freude deutlich größer. Außerdem wurde mir gesagt, dass ein blonder Junge der Star” auf dem Campus sein würde. Somit war alles klar.”

An manchen Tagen wird ihr aber auch alles zu viel und die Angst vor der eigenen Courage meldet sich. „Auch wenn ich dann oft am liebsten alles hinschmeißen würde, ich vergesse niemals, wofür ich das alles tue. Und nach jeder bestandenen Klausur ist die Motivation, es zu schaffen, immer wieder da!“

Wir wünschen unserer Studentin für ihr Auslandssemester alles Gute und freuen uns schon auf ihren Bericht, wenn sie heimkommt.

Alle weiteren Informationen zum Studiengang „Hotel Management” erhalten Sie hier.

Wenn auch Sie ein Auslandssemester absolvieren möchten, hilft Ihnen Nina Jestaedt vom International Office der IST-Hochschule gerne weiter.