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07.08.2017

Vater Torsten und Sohn Dominik Wohlert sind Kollegen bei Hertha BSC.

Die Wohlerts: Wie der Vater, so der Sohn

Torsten Wohlert, ehemaliger Fußballprofi und IST-Absolvent, hat beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC als Scout für die Lizenzabteilung die Tabelle fest im Blick. Sein Sohn Dominik ist gleichzeitig ein Kollege, denn er ist bei Hertha BSC für den Bereich Spielanalyse verantwortlich – und absolviert parallel den Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management“.

Torsten Wohlert schaut auf eine erfolgreiche Karriere als Profi zurück. In 385 Spielen in der ersten und zweiten Bundesliga hat der ehemalige Abwehrspieler für Borussia Dortmund, den FC Homburg, Waldhof Mannheim und den MSV Duisburg gekämpft. Vor rund 14 Jahren hat er sich für die Weiterbildung „Sportmanagement“ am IST-Studieninstitut entschieden, um sich frühzeitig auf eine Karriere nach der Karriere vorzubereiten. 2004 beendete er seine Profi-Laufbahn und ist seit 2011 für Hertha BSC tätig. Hier kümmert sich der Sportmanager um die Sichtungen für die Lizenzspieler-Abteilung und den Nachwuchsbereich.

Sein Sohn ist ebenfalls talentierter Fußballer. Dominiks Herz schlägt genauso stark für den Fußball wie das seines Vaters, doch ins langfristige Profigeschäft ist er dann doch nicht eingestiegen. Der 23-Jährige bekam nach dem Abitur bei Hertha BSC eine Chance – erst als Scout, mittlerweile als Spielanalyst. Dabei wollte er es aber nicht belassen und entschied sich für ein Fernstudium an der IST-Hochschule – dem Kooperationspartner von Hertha.

Herr Wohlert, Ihre Weiterbildung ist rund 14 Jahre her. Haben Sie Dominik vom IST berichtet und ihm empfohlen, den Studiengang „Sportbusiness Management“ zu absolvieren?
Torsten Wohlert:
Dominiks Studium ist mit meiner Weiterbildung von damals nicht unbedingt zu vergleichen. Dominik weiß, was er erreichen möchte, und demnach einen sehr guten Karriereplan für sich gefunden hat. Auch ohne mein Zutun. Ich weiß allerdings aus eigener Erfahrung, wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist, somit habe ich ihm immer schon zu einem zweiten Standbein geraten. Und da IST und Hertha Kooperationspartner sind, lag ein Studium an der IST-Hochschule für Dominik nahe. Natürlich bin ich für ihn Ansprechpartner und versuche Tipps zu geben, wo immer es mir möglich ist.

Dominik, warum haben Sie sich für den Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management“ an der IST-Hochschule entschieden?
Dominik Wohlert:
Zum einen war und ist es mir wichtig, ein zweites Standbein neben dem Fußball zu haben. Zum anderen wollte ich mich auch allgemein zum Thema Sport weiterbilden, um bestimmte Sachverhalte aus dem Tagesgeschäft noch besser zu verstehen und auch einordnen zu können. Als ich damals das Studium angefangen habe, war ich bereits bei Hertha BSC beschäftigt, wusste jedoch nicht so recht, wie sich das Thema für mich entwickeln wird. Ich bin also auf die Suche nach einer Weiterbildungsmaßnahme gegangen und habe das IST gefunden. Da ja die IST-Hochschule Partner von Hertha BSC ist, hatte ich den Vorteil, mir von Kollegen, die hier bereits eine Weiterbildung oder ein Studium machen, eine Meinung einholen zu können. Und ich bin hier sehr zufrieden.

Herr Wohlert, Sie selbst haben schon während Ihrer aktiven Karriere an die Zeit danach gedacht und sich frühzeitig weitergebildet. Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach grundsätzlich für Fußballer, sich rechtzeitig auf die Zeit nach der aktiven Karriere vorzubereiten und sich weiterzubilden?
Torsten Wohlert:
Heutzutage ist es immens wichtig, sich auf die Zeit nach der Karriere vorzubereiten. Heute gehört man mit Anfang 30 schon zur „älteren“ Generation. Die Zeit als Profisportler ist also begrenzt. Viele träumen davon, Fußballprofi zu werden, aber nur die wenigsten schaffen es wirklich. Es gibt viele Talente in Deutschland, welche phasenweise sogar Jugendnationalmannschaften durchlaufen, aber dennoch den endgültigen Sprung in den Profifußball nicht schaffen. Es gibt leider keine Garantie, Profifußballer werden zu können, wie gut man auch ist. Es gehören nämlich neben Talent noch Ehrgeiz, Bereitschaft zum Verzicht, Entschlossenheit und auch eine Menge Glück dazu. Viele Spieler scheitern auf diesem langen, steinigen Weg. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig parallel ein zweites Standbein aufzubauen oder ehrlich für sich abzuwägen, ob es überhaupt für den Profibereich dauerhaft reicht. Wünsche und Träume sind erlaubt, jedoch sollte man die Realität niemals aus den Augen verlieren.

Dominik, Sie arbeiten viel und studieren in der Vollzeitvariante. Wie wichtig ist für Sie die Tatsache, dass der Studiengang als Fernstudium angeboten wird? Welche Vorteile haben Sie dadurch?
Dominik:
Für mich war die Tatsache, dass das Studium als Fernstudium angeboten wird, der entscheidende Faktor damals. Auf Grund meiner Arbeitszeiten ist es mir nicht möglich, regelmäßig eine Uni zu besuchen. Auch eine Vielzahl von Präsenzphasen ist für mich nicht umsetzbar. Aus diesem Grund habe ich damals auch nach Möglichkeiten gesucht, wo ich als Studierender so flexibel wie möglich meinen Lernstoff abarbeiten kann. Aktuell kann ich mir – ungebunden an einen Ort bzw. an einen bestimmten Termin –Inhalte erarbeiten und mich auf Prüfungen vorbereiten.

Herr Wohlert, den Wunsch, im Sportbusiness zu arbeiten, haben viele, längst nicht alle schaffen es. Können Sie Menschen, die hier Ihren Traumberuf ausüben möchten, etwas mit auf den Weg geben?
Torsten Wohlert:
Ob in diesem Beruf oder in anderen Bereichen, jeder muss für sich seinen Weg finden. Ich glaube, dass die Bereitschaft, Arbeitskraft zu investieren, um schließlich belohnt zu werden, gerade im Sport eine wichtige Rolle spielt. Hier muss man mehr tun als andere. Grundsätzlich gilt, dass Fleiß, Loyalität und Strebsamkeit wichtige Grundlagen des beruflichen Erfolges sind.

Herr Wohlert und Dominik, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Wir haben sowohl mit Torsten Wohlert als auch Dominik Wohlert ausführlich gesprochen. Wer sich für die ganzen Interviews interessiert, kann gerne weiterlesen. Alle Fragen an Torsten Wohlert finden Sie hier. Dominiks Antworten finden Sie hier.