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09.05.2019

Mit einem Stipendium nach China.

„Ich habe mein Studium einfach mit nach China genommen!“

Nina Grigowski und Patrick Danneberg, Studierende an der IST-Hochschule, haben ein Stipendium für China erhalten. Dort lernen sie in erster Linie Chinesisch. Doch beide haben auch ihr eigentliches Studium eingepackt und mit nach China genommen.

Patrick DannebergFrau Grigowski, Herr Danneberg, Sie beide befinden sich derzeit im Auslandssemester in China und nehmen am Stipendienprogramm des Hunan Mass Media Vocational and Technical College teil. Herr Danneberg, Sie absolvieren an der IST-Hochschule den Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management“. Warum haben Sie sich für diesen Studiengang entschieden, und wie sind Sie auf das China-Stipendium aufmerksam geworden?
Patrick Danneberg:
Vor meinem Studium habe ich meine Berufsausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann am IST-Studieninstitut gemacht. Noch während meiner Ausbildung wurde mir aber klar, dass ich anschließend studieren möchte, um meine Berufschancen in der Sportbranche zu verbessern. Der Bachelor-Studiengang „Sportbusiness Management” war die perfekte Möglichkeit für mich. Auf das Stipendium bin durch den IST-Newsletter beziehungsweise die Infomail des International Office aufmerksam geworden. Die Beschreibung des Programms klang sehr gut, besonders dass die Aufenthaltskosten übernommen werden. Weil ich ohnehin den Wunsch hatte, während meines Studiums ein Auslandssemester zu absolvieren, war dies natürlich die perfekte Gelegenheit.

Frau Grigowski, Sie sind ja noch ganz „frisch“ an der IST-Hochschule. Sie studieren im zweiten Semester „Tourismus Management“. Was hat Ihre Entscheidung beeinflusst?
Nina Grigowski:
Bereits vor dem Studium habe ich angefangen, in einem Hotel zu arbeiten. Nach einiger Zeit ist mir bewusst geworden, wie sehr mich der Tourismus interessiert. Also habe ich mich dazu entschieden, die Arbeit auf Teilzeit zu verkürzen und parallel dazu das Studium aufzunehmen. Auf das Stipendium bin ich durch einen Facebook-Post aufmerksam geworden, nur einige Tage vor Bewerbungsschluss. Das Programm hat mich direkt angesprochen, also habe ich noch mein Glück versucht. Da ich auch den Wunsch hatte, ein Auslandssemster während meines Studium zu machen, kam mir diese Chance sehr gelegen. Ich möchte hier viele Erfahrungen sammeln.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab? Wie hoch waren die Hürden, um dieses Stipendium zu erhalten?
Patrick Danneberg:
Der Bewerbungsprozess war recht einfach. Die Bewerbungsunterlagen waren an sich schnell zusammengestellt und konnten per E-Mail eingereicht werden. Lediglich bei manchen Dokumenten musste eine zusätzliche Unterschrift eingeholt werden. Aber auch das ließ sich machen. Die Hauptvoraussetzung für das Stipendium sind ausreichende Englischkenntnisse, da der Unterricht auf Englisch stattfindet. Wenn sich zu viele Studenten für das Stipendium bewerben, wird dieses anhand der bisherigen Leistungen im Studium und des Motivationsschreibens vergeben.

Frau Grigowski, Sie sind schon sieben Wochen in Changsha.  Wie sieht Ihr Alltag dort aus?
Nina Grigowski:
Der Unterricht findet von Montag bis Freitag statt. Insgesamt haben wir acht verschiedene Unterrichtsfächer. Jeden Donnerstag findet außerdem am Abend ein ‚Language Corner‘ für zwei Stunden statt. Dieser ist freiwillig, jedoch eine sehr gute Chance, um neue Leute kennenzulernen und auch die chinesische Sprache praktisch anzuwenden. Dazu werden noch viele weitere Clubs an dem College angeboten, wie zum Beispiel Tanzen und Fußball. Mittlerweile habe ich mich hier sehr gut eingelebt und mir eine Alltagsroutine entwickelt. Am Wochenende nutzen wir die freie Zeit, um in naheliegende Städte zu reisen oder unternehmen in Changsha etwas.

Ziel des Stipendiums ist es, Chinesisch zu lernen. Wie schätzen Sie Ihre Chinesisch-Kenntnisse nach den ersten Wochen ein? Was versprechen Sie sich von chinesischen Sprachkenntnissen?
Patrick Danneberg:
Das ist persönlich schwer zu beurteilen. Aber ich denke, meine Kenntnisse sind schon recht gut. Ich kann bereits einfache Gespräche auf Chinesisch führen und eine ganze Reihe von Schriftzeichen lesen. Das motiviert mich natürlich zusätzlich, noch mehr zu lernen. Da die chinesische Sprache in der Berufswelt immer wichtiger wird, erhoffe ich mir, dass meine neuen Sprachkenntnisse hierbei förderlich sind.

Nina GrigowskiNina Grigowski: Nach ein paar Wochen kann ich schon einiges verstehen und mich auch etwas verständigen. Vor allem in Geschäften oder Restaurants. Aber auch schon Fragen und Sätze formulieren, um Leute kennenzulernen.


Setzen Sie während Ihres Auslandssemesters Ihr IST-Studium fort?
Nina Grigowski:
  Mein Studium habe ich aus Deutschland mitgenommen, da ich hier die Möglichkeit habe, Prüfungen zu schreiben. Allerdings braucht man viel Disziplin, um das neben dem College hier noch zu meistern. Mir persönlich fällt dies nicht so leicht, da ich unter der Woche viel mit der chinesischen Sprache beschäftigt bin und am Wochenende dann auch etwas von dem Land sehen möchte. Dennoch habe ich vor, hier die ein oder andere Prüfung zu schreiben.

Patrick Danneberg: Ich habe mein Studium auch eingepackt und mit nach China genommen. Aber der doppelte Lernaufwand darf nicht unterschätzt werden, lässt sich jedoch mit Lernbereitschaft und Disziplin händeln.China-Stipendium

Wie sind Sie untergebracht?
Nina Grigowski:
  Wir leben in einem Studentenwohnheim direkt auf dem Campus. In dem Haus gibt es mehrere Wohnungen, diese sind nur für Auslandsstudenten. Die Wohnungen haben Einzelzimmer für jeden sowie eine Küche, Bad und ein Wohnzimmer. Die Wohnungen werden zu zweit oder zu dritt geteilt. Der Standard ist für chinesische Verhältnisse sehr gut. Insgesamt gefällt es mir hier sehr gut und ich habe auch schon viele neue Leute kennenglernt. Die Chinesen sind sehr gastfreundlich und nett. In Changsha sind nicht viele Touristen, das heißt viele der Leute hier sehen zum ersten Mal einen Europäer. Anfangs war es wirklich gewöhnungsbedürftig, wenn die Leute einen anstarren, nach einem Foto fragen oder einfach Fotos von dir machen, ohne zu fragen. Aber man gewöhnt sich relativ schnell daran. Aber manchmal ist es in bestimmten Situationen immer noch etwas komisch.

Haben Sie berufliche Ziele nach Ihrem Abschluss an der IST-Hochschule? Wie sehen diese aus?
Patrick Danneberg:
Nach meinem Bachelor möchte ich an der IST-Hochschule ein Master-Studium absolvieren. Mein berufliches Ziel liegt also noch etwas ferner in der Zukunft. Ich hoffe jedoch, dass sich neben meinem kommenden Master-Studium bereits eine Stelle bei einem Fußball-Bundesligisten finden lässt. Das wäre wirklich klasse.

Nina Grigowski: Ich bin erst im zweiten Semester. Da habe ich noch ein paar Tage Zeit, mir Gedanken zu machen. Vorerst genieße ich die Zeit in China, und dann gebe ich im Studium so richtig Gas.

Wir wünschen unseren Stipendiaten weiterhin eine tolle Zeit in China!

Weitere Informationen zu Auslandaufenthalten während Ihres Studiums erhalten beim International Office der IST-Hochschule.