08.12.2020

Das Ziel ist nicht das Ende

So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Ziele. Ob es eine erfolgreiche Ausbildung, die private Familienplanung, ein akademischer Abschluss, eine sportliche Leistung oder eine bestimmte Position im Beruf ist – irgendwo setzen die meisten den Punkt, an den sie hinwollen. Für Kathrin Fenzl gibt es diesen einen Punkt nicht. Die 44-Jährige will immer den nächsten Schritt gehen.

Als Kathrin Fenzl 2018 ihr Master-Studium „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“ an der IST-Hochschule aufnahm, musste sie zunächst mit dem Status als Gasthörerin vorliebnehmen. Aus dem einfachen Grund, weil sie parallel noch ihr Bachelor-Studium der Fachrichtung „Ernährungstherapie“ zu beenden hatte. Beides wiederum lief berufsbegleitend ab, denn die Paderbornerin ist bereits seit 2011 Geschäftsführerin des Fitness- und Gesundheitsclubs „am Puls“. Noch ein Semester zu warten und aus der Dreifach- lediglich eine Zweifachbelastung zu machen, kam für Fenzl jedoch nicht in Frage. Denn für sie gibt es immer ein nächstes Ziel, das sie mit vollem Engagement und größtmöglichen Ambitionen angeht.

Mit Herzensthema zur Bestnote
Ende 2020 ist die Master-Arbeit deshalb nicht nur geschrieben, sondern auch mit Bravour bestanden. 1,0 lautet die Abschlussnote, die sich Fenzl mit ihrer herausragenden Arbeit zum Thema „Elterliche Ressourcen und Kompetenzen zur Schaffung eines gesundheitsfördernden Ernährungs- und Bewegungsumfeldes für Säuglinge und Kleinkinder“ verdient hat. Ein Thema, das der IST-Absolventin besonders am Herzen liegt: „Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn viele Ansätze in den Bereichen der Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen kennengelernt, die ich gelinde gesagt teilweise bedenklich fand. Deshalb wollte ich mich mit dieser Thematik durch meine Studiengänge einmal von Grund auf auseinandersetzen. Bei der Planung erfolgsversprechender Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsförderung stellen sich für mich folgende Fragen: Wer ist die Zielgruppe, wie erreiche ich diese, und welche Art von Unterstützung wird benötigt.“

Mit leitfadengestützten Interviews ging Kathrin Fenzl die Arbeit an, sprach mit schwangeren Frauen und Müttern von Säuglingen und Kleinkindern. Im Fokus stand die Frage, wie die Frauen die Herausforderungen ihres Alltags meistern und was für sie der Begriff „Gesundheit“ bedeutet. Im Hinblick auf zukünftige Interventionen nach dem lebensweltlichen Ansatz konnten zwei wesentliche Aspekte identifiziert werden. Zum einen die Stärkung von sozialen und professionellen Netzwerken rund um junge Familien. Zum anderen die Etablierung von Multiplikatoren, um relevante Unterstützung auch dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird. Eine hochkomplexe Arbeit, die mit der hervorragenden Abschlussnote aber keinesfalls zu Ende ist. „Natürlich nicht“, betont die passionierte Langstreckenläuferin, die auch bei ihrem sportlichen Hobby keine halben Sachen macht – so erreichte sie beispielsweise 2015 beim Hindernislauf „StrongmanRun“ am Nürburgring Platz sieben und absolvierte 2017 den Rennsteig Supermarathon über 74 Kilometer.

„Das war nur der Startschuss“
Das alles läuft neben dem beruflichen Alltag – auf den die Arbeit und das Studium natürlich einen großen Einfluss haben. Seit 2019 betreibt Kathrin Fenzl nämlich auch noch eine Praxis für Ernährungsberatung. Dort hat sie unter anderem häufig mit dem Thema „Adipositas bei Kindern“ zu tun. Nach dem Ziel Master-Abschluss geht es für Kathrin Fenzl jetzt weiter wie seit jeher. „Das war nur der Startschuss“, sagt die engagierte Dauerlernerin, die bereits Anfang der 2000er Jahre am IST-Studieninstitut die Ausbildung zur Sport- und Gesundheitstrainerin abgeschlossen hat und zugelassene Heilpraktikerin ist. Jetzt sollen die Ergebnisse der Arbeit in einem Projekt umgesetzt und evaluiert werden. Die nächste Baustelle auf der Agenda der Kathrin Fenzl. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die letzte sein.

Alle Informationen zum Master-Studium „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“ finden Sie hier.