10.08.2021

Von den täglichen Herausforderungen in der Logistik

Luca Halstenberg hat nach seiner Ausbildung zum Medienkaufmann die Branche gewechselt und arbeitet nun bei der Bruns Logistik als kaufmännischer Angestellter. 2020 erhielt er ein Stipendium für den Bachelor-Studiengang „Business Administration“. Im Gespräch verrät er, wie es dazu kam und was ihn motiviert, Wirtschaft zu studieren.

IST-Hochschule: Herr Halstenberg, Sie haben an unserer Verlosung teilgenommen und zum Start des Wintersemesters 2020/21 ein Stipendium für das Bachelor-Studium „Business Administration“ gewonnen. Wie sind Sie auf die Verlosung aufmerksam geworden, und was hat Sie dazu bewegt, daran teilzunehmen?
Luca Halstenberg:
Ich habe eine Berufsausbildung zum Medienkaufmann erfolgreich abgeschlossen und wollte mich danach gerne weiterbilden. Am liebsten parallel zum Job. Zufällig bin ich durch eine E-Mail der IST-Hochschule auf das Stipendium und den Bachelor-Studiengang „Business Administration“ aufmerksam geworden. Für mich ist das Studium genau das, was ich gesucht habe. Ich kann sehr flexibel von zu Hause aus studieren und mit Abschluss des Studiengangs werde ich ein absoluter Allrounder in der Wirtschaft sein.

Wie hat Ihr Arbeitgeber darauf reagiert, dass Sie nebenberuflich das Bachelor-Studium absolvieren?
Halstenberg:
Mein Arbeitgeber hat sich sehr gefreut und mich in jeglicher Hinsicht unterstützt. Er hat mir sogar bereits Chancen aufgezeigt, wie es nach dem absolvierten Studium für mich im Unternehmen weitergehen kann.

Sie sind in Vollzeit als kaufmännischer Mitarbeiter bei der Bruns Logistik GmbH angestellt. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus? Was gehört konkret zu Ihren Aufgaben?
Halstenberg:
Mein Arbeitstag hat viele abwechslungsreiche Aufgaben zu bieten. Er beginnt meist damit Aufträge entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Im nächsten Schritt plane ich die Touren und nehme Kontakt zu den Fahrern auf. Im besten Falle geht alles gut und die Waren treffen pünktlich beim Kunden ein. Allerdings passieren in der Logistik häufig Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Zum Beispiel fällt ein Fahrer kurzfristig aus oder ein Fahrzeug erleidet einen Defekt. Auf solche Situationen muss ich dann spontan reagieren und die passenden Lösungen finden. Außerdem gehört zu meinen Aufgaben das Schreiben von Rechnungen, die langfristige Planung des Personals, sowie die Instandhaltung unserer Fahrzeugflotte.

Was mögen Sie besonders an Ihrem aktuellen Job? Und was gefällt Ihnen weniger?
Halstenberg:
Am meisten schätze ich die vielen verschiedenen Aufgabenbereiche. Sie bringen eine Menge unterschiedlicher Herausforderungen mit sich und tragen dazu bei, dass ich mich auch persönlich enorm weiterentwickeln kann. Nicht so schön ist, wenn man Tage hat, an denen gefühlt alles schief geht. Man plant zum Beispiel die „perfekte“ Tour und dann gehen unerwartet Dinge schief, die man nicht voraussehen kann. Das ist im ersten Moment sehr deprimierend, gehört aber zu dem Job dazu und lässt mich auch wachsen. Schließlich muss ich dann eine Lösung für jedes Problem finden.

 „Lösung“ ist ein gutes Stichwort. Welchen Herausforderungen mussten Sie sich bereits in Ihrem Job stellen?
Halstenberg:
In der Logistik wird man täglich vor viele verschiedene Herausforderungen gestellt. Das beginnt bei Fahrzeugproblemen, Fahrermangel, dem allgemeinen Beschwerdemanagement und endet bei den persönlichen Problemen unserer Fahrer, bei denen man ein gewisses Feingefühl an den Tag legen muss.

Ursprünglich haben Sie eine Ausbildung zum Medienkaufmann absolviert. Nun arbeiten Sie seit knapp einem Jahr bei der Bruns Logistik GmbH. Wie sind Sie zu dem Job gekommen und wie kam es zu dem Job- bzw. Branchenwechsel?
Halstenberg:
Die Ausbildung zum Medienkaufmann war ehrlich gesagt anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Als ich nach erfolgreichem Abschluss die Branche wechseln wollte, bot mein Arbeitgeber mir bei seiner Schwesterfirma, der Bruns Logistik GmbH, eine Stelle als kaufmännischer Mitarbeiter an. Nachdem ich dort einige Zeit reingeschnuppert hatte, war ich von dem Job und den Aufgaben überzeugt. Letztendlich habe ich dann den Schritt des Branchenwechsels gewagt.

Warum wollten Sie schließlich „Business Administration“ studieren und was hat Sie von der IST-Hochschule überzeugt?
Halstenberg:
Nach ein paar Recherchen über den Studiengang „Business Administration“ und die IST-Hochschule war mein Fazit klar: Die IST-Hochschule im Allgemeinen sowie der Studiengang im Speziellen sind genau das, was ich mir für meine Weiterbildung gewünscht habe. Durch den Studiengang werde ich ein Experte in sämtlichen wirtschaftlichen Geschäftszweigen und mir werden alle Türen in der Berufswelt offenstehen. Das war für mich ein recht entscheidendes Kriterium, da man sich meiner Meinung nach in so einem jungen Alter nur schwer auf einen Beruf festlegen kann. Zudem kam das System der IST-Hochschule für mich positiv zum Tragen. Dadurch, dass man sehr flexibel von Zuhause aus studieren und die Klausurtermine selbst planen kann, ist es für mich perfekt mit meinem derzeitigen Job kombinierbar.

Konnten Sie bereits Inhalte des Studiums anwenden?
Halstenberg:
Man erwartet es vielleicht nicht unbedingt von der Logistik, aber Kunden- und Personalmanagement spielen hier eine recht große Rolle. Die Theorie, die ich hierzu im Studium lerne, kann ich also sehr gut in meinem Job anwenden. Zudem habe ich im Modul „Dienstleistungsmanagement“ einige Dinge wiedergefunden, die mir täglich im Job begegnen.

Was sagen Sie zu dem Vorurteil, dass BWL nur trockene Theorie ist? Können Sie das bestätigen?
Halstenberg:
Da ich erst im zweiten Semester bin, kann ich das noch nicht zu 100 Prozent beurteilen. Aktuell finde ich, dass viel Theorie dabei ist, aber ich finde im Job definitiv Thematiken aus dem Studium wieder. Diese gehe ich dank des Studiums etwas anders an, als ich es ohne das theoretische Hintergrundwissen tun würde.

Sind Sie der Ansicht, dass sich das Studium gut mit dem Job vereinbaren lässt? Welche Vorteile bietet Ihnen das Fernstudium?
Halstenberg:
Es erfordert ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, und am Anfang war es recht ungewohnt mich nach der Arbeit hinzusetzen und noch für das Studium zu lernen. Aber das wird irgendwann zur Gewohnheit. Rein fachlich finde ich, dass es sich ebenfalls sehr gut vereinbaren lässt. Man wird nicht immer mit den gleichen Thematiken konfrontiert, sondern kann durch das Studium über den Tellerrand der Logistik hinausschauen. Als größten Vorteil des Fernstudiums sehe ich die Flexibilität. Egal, ob ich gerade viel Stress auf der Arbeit habe oder mal eine Woche in den Urlaub fahre. Ich kann mein Lernpensum und die Klausuren so planen wie es mir am besten passt.  

Würden Sie das Bachelor-Studium „Business Administration“ weiterempfehlen?
Halstenberg:
Stand jetzt kann ich es definitiv jedem weiterempfehlen, der sich für wirtschaftliche Themen interessiert und noch nicht ganz sicher ist, was er später beruflich machen möchte. Man wird zum Allrounder in der Betriebswirtschaft und nach Abschluss des Studiums stehen alle beruflichen Türen offen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Haben Sie sich weitere berufliche Ziele gesteckt?
Halstenberg:
Wenn man studiert, ist man selbstverständlich sehr ambitioniert, was die berufliche Zukunft angeht. Allerdings bin ich momentan noch recht offen, da ich nicht weiß, was die Zukunft bereithält. Ich tendiere dazu, nach meinem Bachelor womöglich ein Master-Studium zu absolvieren, um mich fachlich und auch menschlich noch weiterzuentwickeln. Wo ich letztlich beruflich hingehen werde, wird sich zeigen.

Vielen Dank für das Interview!

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Bachelor Business Administration als Vollzeit- und Teilzeit-Studium sowie in der dualen Studienvariante. Studienstart ist jeweils im April und Oktober.