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12.07.2017

IST-Studentin Sabrina Pohl (rechts) wurde in Sevilla von Eva Sroka vom International Office besucht.

„Eine großartige Erfahrung, die ich nie vergessen werde“

Sabrina Pohl hat sich relativ spät für ein Studium an der IST-Hochschule entschieden. Manchmal muss man erst ein paar Erfahrungen sammeln, um wirklich zu erkennen, wohin die berufliche Reise gehen soll. Die Berlinerin weiß es jetzt und ihr erster Zwischenstopp war Sevilla. Hier absolvierte sie ihr Auslandssemester.

Sabrina Pohl hat nach ihrem Fachabitur 2006 erstmal eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht und auch als Commis de Bar gearbeitet. Aber so ganz glücklich war sie mit ihrer Wahl damals nicht und wechselte als Empfangsmitarbeiterin zu einer Wohnungsbaugesellschaft. Auch dort wurde der jungen Frau schnell langweilig und so nahm sie freiberuflich Promotion-Jobs an und war als Hostess auf Messen und Events tätig.

Irgendwann war Sabrina an einer „Kreuzung“, an der sie sich fragte, ob sie weitermachen wolle wie bisher oder endlich beruflich sesshaft werden würde. Sie besann sich auf ihre Hobbies. An ihren Spaß, den sie hatte, wenn sie für ihre Familie Reiseangebote und Freizeitaktivitäten recherchierte und zusammenstellte.

Da sie als Messehostess deutschland- und europaweit tätig war, suchte sie nach einem Studiengang, den sie völlig flexibel in ihr Leben einbauen könnte. Sie wurde fündig. 2014 immatrikulierte sich Sabrina für den Bachelor-Studiengang „Tourismus Management“ an der IST-Hochschule.

Im Rahmen ihres Studiums konnte sich Sabrina auch für ein Praktikum oder Auslandssemester als Lehreinheit entscheiden. Sie wählte ein Auslandssemester, das sie an der IST-Partnerhochschule Estudios Universitarios y Superiores de Aldalucia (EUSA) in Sevilla absolviert hat. 

Sabrina Pohl„Es war schon lange mein Wunsch, Spanisch zu lernen und mein Englisch zu verbessern“, erklärt Sabrina. „Als durch Prof. Kempf von der Partnerhochschule in Sevilla gehört habe, habe ich nicht lange gezögert und mich gleich angemeldet. Es war ein relativ spontaner Entschluss und ich habe nicht lange darüber nachgedacht oder Vorbereitungen getroffen. Im Dezember war die Anmeldefrist vorbei und ich habe mich erst kurz vorher angemeldet. Ich hatte dann noch bis Ende Januar Zeit alles Weitere zu organisieren. Ich musste Auslandsbafög beantragen, meine Wohnung untervermieten und ein Zimmer in Sevilla finden.“ Sie lacht. „Hat alles geklappt.“

Ihr Alltag dort war relativ entspannt. Sie hatte drei Kurse belegt und ging nur dreimal die Woche zur Uni für insgesamt 12 Stunden. Allerdings gab es Hausaufgaben und Präsentationen, die oft sehr zeitintensiv waren.

„In meiner Freizeit habe ich aber sehr viel unternommen und mir die umliegenden Städte angeschaut oder mal einen Wochenendtrip nach Barcelona gemacht. Da ich mich dazu entschlossen hatte, mitten im Zentrum in einer sehr beliebten Gegend mit vielen Bars und Clubs zu leben, war ich quasi immer mitten im Geschehen und es war immer was los.“

Die Studentin hatte gezielt nach einer Wohngemeinschaft gesucht, damit sie schnell Kontakte fand. Ihr war wichtig, Einheimische kennenzulernen und nicht nur mit Deutschen unterwegs zu sein. Sie fand eine WG, in der eine spanische Studentin aus Asturias, ein junger Mann aus Sevilla und ein Italiener mitwohnten.

„Im restlichen Haus haben nur junge Spanierinnen und Spanier gelebt, mit denen ich mich auch schnell angefreundet und viel unternommen habe. Auch an der EUSA habe ich ganz schnell Kontakte gefunden. Ich habe dort Leute aus Deutschland, Holland, USA und Spanien kennengelernt. Es gab auch viele Aktivitäten und Ausflüge seitens der EUSA, wodurch das Kennenlernen anderer Studenten noch leichter wurde.“ (Wie unser Foto rechts zeigt. Sabrina ist übrigens die Frau im rot-karierten Hemd.)Sabrina Pohl

Eva Sroka vom International Office hatte den Kontakt zur EUSA hergestellt und Sabrina bei den ersten Schritten und Fragen geholfen. Danach war das International Office der EUSA erster Ansprechpartner. „Nicht nur von Frau Sroka, die mich auch in Sevilla besucht hat, um zu sehen, wie es läuft, sondern auch seitens der EUSA wurde ich von Anfang an super unterstützt und betreut. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und der Umgang war immer sehr herzlich und freundschaftlich. Es wurde auch immer wieder nachgefragt, ob alles in Ordnung sei und ob es mir gut gehe. Wenn es irgendwelche Probleme gab, wurde sich sofort darum gekümmert.“

Im Herbst wird Sabrina noch einen Sprachkurs in Malaga besuchen, um ihre Spanischkenntnisse zu vertiefen. Dann steht bald die Bachelor-Arbeit an. Was Sabrina danach vorhat? Sie möchte in jedem Fall im Tourismus bleiben, hat sich aber noch nicht auf einen speziellen Bereich festgelegt.

Bis es soweit ist, schaut sie aber auf eine wunderbare Zeit in Sevilla zurück. „Ich kann das Auslandssemester jedem empfehlen. Es war eine großartige Erfahrung, die ich niemals vergessen werde. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und viele neue Freunde gefunden, mit denen ich weiterhin in Kontakt bleiben werde“, freut sich die 29-Jährige. „Ich habe einiges an Lebenserfahrung dazu gewonnen, bin viel selbstsicherer geworden und habe nun auch keine Hemmungen mehr alleine zu reisen, weil ich gesehen habe, wie schnell und einfach es ist, neue Leute kennenzulernen.“

Wir wünschen Sabrina Pohl alles Gute für ihren Spanischkurs, drücken ihr die Daumen für ihre Bachelor-Arbeit und ihre berufliche Zukunft.

Alle Informationen zum Bachelor-Studiengang „Tourismus Management“ finden Sie hier.