10.09.2018

Über den Wolken: Flugbegleiterinnen studieren am IST

Über den Wolken: Flugbegleiterinnen studieren am IST

Drei Flugbegleiterinnen, drei Lebensläufe, drei Gründe am IST zu studieren – IST-Studentinnen des Studiengangs „Tourismus Management“ haben mit uns über ihre Motivation, über die praktische Vereinbarkeit von Job und Studium sowie über ihre beruflichen Ziele gesprochen.

Uta Gellner, Miriam Muffler und Janine Werner haben sich als junge Frauen in den Job „Flugbegleiterin“ geradezu verliebt und haben alles dafür getan, diesen Traumjob ausüben zu können. Und alle drei sitzen, bzw. saßen auf der IST-Hochschulbank, im Bachelor-Studiengang „Tourismus Management“.

Uta GellnerUta Gellner entschied sich nach der Schule für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie sollte und wollte etwas „Anständiges“ lernen. Ihr Kindheitstraum war aber, Stewardess zu werden. Im Hotel traf sie per Zufall auf den Manager des Unternehmens, der das Kabinenpersonal für Air Berlin einstellte. Beide kamen ins Gespräch und die junge Frau erkannte die Möglichkeit, ihren Traum aus Kindertagen in die Tat umzusetzen. Eine Woche später war sie zum Vorstellungsgespräch geladen und trat umgehend ihre neue Stellung an. 2002 wechselte sie dann zu Condor. Hier belegte sie einen Lehrgang zur Kabinenchefin und ist bereits seit 19 Jahren „in der Luft“. 16 davon als Purser, also als Kabinenchefin, bei Condor.

Janine WernerJanine Werner erging es ähnlich. Flugbegleiterin zu werden, war für sie ein Traum. Zuerst absolvierte sie eine Ausbildung zur internationalen Touristikassistentin, um direkt im Anschluss als Stewardess in den Flugbetrieb einzusteigen. War ursprünglich der Wunsch, um die Welt zu reisen, der Antrieb, ist es heute viel mehr als das. „Das Fliegen ist eine Leidenschaft! Wir sind wie eine große Familie, berichtet Werner. Die tägliche Arbeit mit Menschen, die Verantwortung, die man trägt, und die wechselnden Herausforderungen, denen man begegnet – all das und noch viel mehr bewegt mich dazu, Flugbegleiterin zu sein.

Auch Miriam Muffler wollte von Kindesbeinen an Flugbegleiterin werden, denn sie war neugierig auf andere Länder und Kulturen. Für sie war die Flugbegleitung die Möglichkeit, möglichst viel von der Welt zu sehen. Wie ihre beiden Kolleginnen nahm sie aber ebenfalls den „Umweg“ über eine handfeste Berufsausbildung. Sie wurde zahnmedizinische Fachangestellte. Nach ihrer Ausbildung wollte sie die Welt entdecken und ging auf Reisen. Hier lernte sie eine Flugbegleiterin kennen. Die vielen, spannenden Geschichte, die ihre die Stewardess erzählte, gaben den letzten Kick, nun endlich selbst diesen beruflichen Weg einzuschlagen.

Die Begeisterung für ihren Beruf ist allen dreien anzumerken. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, warum sie dann an der IST-Hochschule studieren?

Uta Gellner ist 41 Jahre alt und mit ihrer Stellung als Kabinenchefin bei Condor überaus zufrieden. Sie hat sich für das Studium entschieden, um sich selbst zu fordern und neue Inspirationen zu erhalten. „Außerdem möchte ich für meine Tochter ein Vorbild sein“, erläutert sie. „Lernen gehört für mich zum Leben dazu und das Studium gefällt mir richtig gut. So kann ich meiner Tochter den Spaß am Lernen vermitteln, auch, wenn es nicht immer einfach ist und glatt läuft.“

Für Janine Werner war klar, dass sie ihr Abitur irgendwann zu irgendwas nutzen wollte. „Mich interessiert das Thema ‚Tourismus‘ und ich möchte Unternehmensentscheide nachvollziehen können und weniger Karriere machen“, erläutert die 30-Jährige. Trotzdem ist ihr bewusst, dass sie nicht ein Leben lang als Flugbegleiterin arbeiten kann. Allerdings hat sie auch noch keine Vorstellung, wo und in welcher Position sie tätig werden könnte. „Ich hatte gehofft, dass mir das Studium Klarheit bringen könnte, aber es ist mir nicht gelungen, mich festzulegen.“

Miriam MufflerMiriam Muffler hingegen merkte nach sieben Jahren im Flugdienst, dass es Zeit für eine Weiterbildung war. „Mir macht das Fliegen Spaß, aber mir ist klar, dass ich das nicht ewig machen möchte. Und die Tourismusbranche ist so spannend und vielseitig – hier wollte ich einfach viel mehr wissen.“ Gesagt, getan, meldetet sich die 32-Jährige erst zum Hochschulzertifikat „Tourismusökonom (FH)“ an. Warum hat ihr diese Weiterbildung nicht gereicht? „Ich fand diese Weiterbildung super spannend, auch wenn ich mich durch das ein oder andere Thema wirklich gequält habe. Aber als ich dann fertig war, war ich so motiviert und stolz auf mich selbst, dass ich unbedingt noch die restlichen Semester für den Bachelor-Abschluss dranhängen wollte.“ Und ihr Einsatz hat sich gelohnt: Nach nur zwei Bewerbungen ist sie im Juli eine neue Stelle bei Holidaycheck angetreten.

Ausschlaggebend, sich an der IST-Hochschule zu immatrikulieren, war für alle drei Frauen die Vermittlungsform. Der Beruf der Flugbegleiter ist extrem unregelmäßig und feste Zeiten lassen sich immer schwer planen. So kam es allen dreien sehr gelegen, weltweit auf die Studienmaterialien zugreifen zu können und dann zu lernen, wenn es ihre Zeit zuließ. „Ich wollte mein Arbeitspensum in keinem Fall reduzieren“, erklärt Muffler. „Der Fernunterricht mit möglichst wenigen Präsenzzeiten kam mir da sehr entgegen.“

„Ich habe auf einen international anerkannten Abschluss und die Vereinbarkeit von Job und Studium Wert gelegt“, fügt Janine Werner hinzu. „Ich hätte nie gedacht, dass Fernunterricht nur annähernd so vielseitig ist. Ich dachte immer, man erhält die Studienbücher und das war’s. Aber, dass es die Möglichkeit gibt, sich in Tutorien live auszutauschen oder sich Vorlesungen im Internet anzuschauen – daran hätte ich nicht geglaubt. Insofern war ich sehr positiv überrascht. Die Arbeit an der Bachelor-Thesis war sehr intensiv und ich habe mich durch meinen Erstprüfer sehr gut unterstützt gefühlt. Wir standen telefonisch und auf elektronischem Weg in Kontakt, sodass Fragen und Fortschritte stets ausgetauscht werden konnten.

Für Uta Gellner, für die ihre Familie an erster Stelle im Leben steht, war klar, dass sie ein Studium braucht, das sich um ihren Alltag herum bauen lässt und nicht umgekehrt. Sie musste dennoch feststellen, dass sich ihre ambitionierten Pläne, in sechs Semestern das Studium zu meistern, utopisch waren. Deshalb hat sie ihre Betreuungszeit verlängert und macht jetzt einen Schritt langsamer. „Es ist schon ein großer Aufwand, meine Familie mit meinem Job in Einklang zu bringen. Ein Vollzeit-Studium dort einzusortieren hat sich als schwierig erwiesen.“ Gellner lacht. „Bei Condor haben wir viele Studierende, die nebenbei als Flugbegleiter arbeiten. Ich aber bin im Hauptberuf Flugbegleiterin und studiere nebenbei. Ich kann gut fünfe gerade sein lassen und studiere ja aus Spaß. Und der darf nicht zu kurz kommen. Deshalb nehme ich mir die Zeit, die ich brauche.“

Wir wünschen allen drei IST-Studentinnen alles Gute für ihre Zukunft und drücken die Daumen, dass sich ihre Erwartungen und Wünsche erfüllen.

Wer mehr über den Studiengang „Tourismus Management“ erfahren möchte, findet alle Informationen hier.