04.05.2026


Zwischen Chemielabor und Trainingsfläche
Ihr beruflicher Alltag spielt sich zwischen Reagenzgläsern, Analysegeräten und Gesetzestexten ab. Gleichzeitig gehören Bewegung, Training und die Arbeit mit Menschen fest zum Leben von Julia Blätz dazu. Eine Kombination, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, sich für sie jedoch ganz selbstverständlich ergänzt.
Als Chemielaborantin beim Zoll arbeitet Julia mit nass-chemischen Verfahren, bereitet Proben vor und bedient komplexe Analysegeräte wie Chromatographen. Einer ihrer Schwerpunkte liegt auf der Untersuchung von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa hinsichtlich ihres Zucker- oder Stärkegehalts. Besonders reizvoll ist für sie die Detailarbeit: „Ich liebe die absolute Präzision und diesen gewissen Zauber der Chemie. Es ist immer wieder faszinierend, wie wir selbst kleinste Spuren exakt nachweisen können.“
Zusätzlich übernimmt sie Verantwortung als stellvertretende Sicherheitsbeauftragte.
Sport als persönlicher Wendepunkt
Parallel dazu hat Julia über Jahre hinweg eine zweite Leidenschaft entwickelt. Sport war schon immer Teil ihres Lebens, bekam jedoch nach einem einschneidenden Erlebnis eine neue Bedeutung: Nach einem Autounfall und einer posttraumatischen Belastungsstörung wurde Training für die Oberbayerin zu einem wichtigen Anker.
„Das Training hat mir physisch und psychisch eine Stärke gegeben, die ich vorher so nicht kannte“, beschreibt sie diese Phase. Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Wunsch, andere Menschen zu unterstützen. Vor über zehn Jahren hat sie die erste von mehreren Trainerausbildungen absolviert und ist heute als Kursleiterin und Trainerin aktiv.
Studium als logischer nächster Schritt
Trotz eines vollen Alltags mit Beruf, Familie, Ehrenamt und Nebenjob traf sie ihre Entscheidung für ein Studium ganz bewusst und hat sich für den Bachelor „Prävention und Gesundheitsförderung“ an der IST-Hochschule immatrikuliert.
Grund dafür war ihr Wunsch, ihre praktischen Erfahrungen wissenschaftlich zu fundieren. „Ich sehe das Studium nicht als zusätzliche Last, sondern als Privileg“, sagt die 34-Jährige. Und ihr Anspruch ist klar: sie möchte langfristig fundierter und nachhaltiger in der Prävention arbeiten können. Gleichzeitig bringt das Studium für sie verschiedene Lebensbereiche zusammen. „Ich habe das Gefühl, dass es alle meine Welten verbindet.“
Dass sie zu den ersten Studierenden eines neuen Studiengangs gehört, spielte dabei keine Rolle. „Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht“, sagt sie rückblickend.
Flexible Studienstruktur überzeugt
Ihre anfänglichen Erwartungen an das Studium wurden mehr als erfüllt. Besonders die flexible Online-Struktur erleichtert Julia die Vereinbarkeit mit dem Alltag. Lernphasen kann sie gezielt in Randzeiten legen.
Ein einschneidendes Live-Erlebnis hatte Julia auch schon, nämlich als sie ein Praxisseminar beim „Fitnessprofessor“, bei Prof. Dr. Stephan Geisler, besucht hat: „Seine Begeisterung war so ansteckend, dass mir klar wurde, dass ich in diesem Studiengang genau richtig bin.“
Engagement, das gefördert wird
Als hätte sie nicht schon genug zu tun, engagiert sich Julia neben Beruf und Studium auch als Gemeinderätin und Trainerin im Verein. Dieses Engagement wurde mit einem Teilstipendium der IST-Hochschule honoriert. „Diese Unterstützung hilft mir sehr, meinen Traum zu verwirklichen“, erklärt sie und ist dankbar für die Förderung.
Klare Ziele für die Zukunft
Auch wenn sie gerade erst ins zweite Semester gekommen ist, weiß die Studentin schon, was sie mit dem Bachelorabschluss später anfangen wird: „Ich möchte diese Basis nutzen, um meine Arbeit in der Gesundheitsförderung, insbesondere für Frauen und Mütter, zu professionalisieren. Mein Ziel ist es, die Menschen in allen Lebenslagen nachhaltig zu unterstützen und die Gesundheit von vielen zu verbessern.“
Auf diesem Weg wünschen wir Julia alles Gute und viel Erfolg!

