21.05.2026


Neustart mit 34
Alexander Fowler hat viele Jahre als Erzieher gearbeitet. Heute studiert er dual „Prävention und Gesundheitsförderung“ an der IST-Hochschule und verbindet im TPZ Ibbenbüren seine Erfahrung mit Kindern mit einem neuen beruflichen Weg im Gesundheitsbereich.
Manchmal entsteht ein neuer beruflicher Weg im Vorbeifahren. Bei Alexander Fowler war es der Arbeitsweg, auf dem ihm das Therapiezentrum Ibbenbüren auffiel. Auf einem Plakat entdeckte er eine Stellenausschreibung für dual Studierende. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der heute 34-Jährige noch als Erzieher im Kindergarten, ein Beruf, den er seit zehn Jahren ausgeübt hatte.
„Ich war gerade im Umbruch und da dachte ich: Das klingt gut. Also habe ich mich beworben und wurde angenommen“, erzählt Alexander.
Im Oktober begann er schließlich sein duales Studium „Prävention und Gesundheitsförderung“ an der IST-Hochschule.
Wenn der bisherige Beruf nicht mehr passt
Zum Jobwechsel kam es nicht aus einer Laune heraus. Alexander hatte lange in seinem Beruf gearbeitet und kannte den Alltag in der Kita gut. Er hatte sich schon länger mit dem Gedanken auseinandergesetzt, ob er beruflich noch am richtigen Punkt stehe.
„Ehrlicherweise hat mir der allgemeine Arbeitsalltag und die Aufgaben als Erzieher im Kindergarten nicht mehr zugesagt. Es war für mich nicht erfüllend und ich hatte zum Schluss wenig Spaß an der Arbeit. Also habe ich den Entschluss gefasst, zu studieren und etwas Neues zu machen.“
Ganz neu ist für ihn dabei nicht alles. Die Arbeit mit Menschen spielt weiterhin eine große Rolle. Nur der Rahmen hat sich verändert.
Im TPZ wird es schnell praktisch
Im TPZ Ibbenbüren ist Alexander inzwischen in verschiedenen Bereichen unterwegs. Er gibt Kurse im Wasser und in der Halle, betreut Menschen auf der Trainingsfläche und übernimmt auch Aufgaben am Empfang. Dort begegnen ihm Themen, die für ihn anfangs neu waren, von Verordnungen über Organisationsprogramme bis zu den vielen Fragen der Patient:innen und Kund:innen.
Auch Kinder- und Babyschwimmkurse gehören zu seinem Aufgabenbereich. Hier kann Alexander an seine bisherigen Erfahrungen anknüpfen. „Da kann ich auch ein wenig meine Erfahrung aus dem Kindergarten einbringen“, sagt er. Gerade diese Mischung macht für ihn den Arbeitsalltag besonders.
Ein Studiengang mit vielen möglichen Richtungen
Dass Alexander sich für die Fachrichtung „Prävention und Gesundheitsförderung“ entschieden hat, hängt eng mit seinen Interessen zusammen. Medizin oder Psychologie hätten ihn grundsätzlich gereizt, ein entsprechendes Studium wollte er mit Mitte 30 aber nicht mehr beginnen. Der neue Studiengang eröffnete ihm einen anderen Zugang zu Themen, die ihn interessieren. „Ich arbeite sehr gerne mit Menschen und freue mich, wenn ich ihnen wirklich helfen kann.“
Wichtig war ihm außerdem ein Studium, das berufliche Flexibilität ermöglicht. Alexander wollte sich nicht zu früh auf nur eine Richtung festlegen. Der IST-Studiengang bietet ihm die Möglichkeit, sowohl im direkten Kontakt mit Menschen zu arbeiten als auch später konzeptioneller oder stärker im Hintergrund tätig zu sein.
Besonders überzeugte ihn die inhaltliche Breite. Über die Wahlpflichtmodule kann er eigene Schwerpunkte setzen und Interessen weiter vertiefen.
Warum dual für ihn passt
Nach vielen Jahren im Berufsleben sah sich Alexander aber nicht mehr als Vollzeitstudent. Die duale Variante entsprach deshalb genau seinen Wünschen: Sie gibt ihm die Möglichkeit, neues Wissen aufzubauen und gleichzeitig im Arbeitsalltag einzusetzen. „Ich habe jetzt schon einige Jahre fest gearbeitet und möchte meine Kenntnisse und Fähigkeiten direkt einsetzen, statt nur Vollzeit zu studieren und eher fern der Praxis zu sein.“
Auch die Vermittlungsform, das Fernstudium, kommt ihm entgegen. Eigenverantwortliches Lernen passt zu ihm. Statt wöchentlich im Hörsaal zu sitzen, kann er sich seine Lernzeiten einteilen und passende Seminartermine wählen.
Ein guter Start ins Studium
Das erste Semester liegt inzwischen hinter Alexander, die erste Klausur hat er erfolgreich abgeschlossen. Sein Eindruck von der IST-Hochschule ist positiv. Besonders wichtig sind ihm die Seminare, weil dort Fragen direkt geklärt werden können und der Austausch mit anderen Studierenden entsteht. „Die Dozent:innen, die ich bisher in den Seminaren getroffen habe, finde ich überragend. Es ist großartig, wenn ich Fragen habe, direkt mit diesen Menschen zu reden und so von ihrer Erfahrung zu profitieren.“
Auch bei seinem Arbeitgeber fühlt er sich gut angekommen. Der neue Arbeitsalltag bringt viele Lernsituationen mit sich, aber auch täglich direkte Rückmeldungen von Menschen, mit denen er arbeitet. „Ich hatte bisher keinen Tag, an dem ich nicht eine schöne Situation hatte, Menschen sich bedankt haben oder ich mit den Kolleg:innen einen guten Arbeitstag hatte.“
Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünscht, lacht Alexander und fragt schmunzelnd, ob er sich wünschen dürfe, alle Klausuren zu bestehen. Darf er natürlich und wir drücken ihm die Daumen, dass es ihm gelingt.

