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29.06.2026

Bo Kanda Lita Baehre
Bo Kanda Lita Baehre

Hoch hinaus mit klarem Fokus

Mit dem Titel als „Deutscher Hallenmeister“ ist Bo Kanda Lita Baehre stark in das Jahr 2026 gestartet. Der Stabhochspringer von Düsseldorf Athletics studiert parallel zum Leistungssport den Bachelor „Fitnesswissenschaft und Fitnessökonomie“ an der IST-Hochschule. Für ihn passt das Studium eng zu seinem Alltag, denn Training, Körperverständnis und der professionelle Blick auf den Sport gehören längst zusammen.

„Gerade zu Beginn des Jahres so einzusteigen, gibt zusätzliches Selbstvertrauen und bestätigt die Arbeit, die man investiert hat“, sagt Lita Baehre. Bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle in Dortmund zeigte er, was im Stabhochsprung in Druckmomenten zählt. Nicht jeder Versuch muss perfekt sein, aber der entscheidende Moment muss sitzen. Lita Baehre konnte seine Leistung abrufen, als es darauf ankam. Am Ende reichte ein Sprung über 5,60 Metern zum Titel.

Für ihn war das vor allem ein Zeichen funktionierender Routine. Gerade im Stabhochsprung, wo Bewegung, Timing und mentale Stabilität eng zusammenwirken, können Automatismen entscheidend sein. Lita Baehre beschreibt es als eine Art Autopilot, der in Drucksituationen hilft. Gleichzeitig blieb nach dem Wettkampf das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre.

Bestleistung 5,90 Meter

Dieses Streben nach mehr begleitet ihn schon lange. Mit EM-Silber 2022, einer Bestleistung von 5,90 Metern und vielen Jahren in der deutschen und internationalen Spitze hat Bo Kanda Lita Baehre bereits viel erreicht. Trotzdem bleibt sein Antrieb hoch. Besonders die Konkurrenz spornt ihn an.
„Dieser konstante Wettkampf auf höchstem Niveau, das gegenseitige Pushen und Messen mit den Besten, motiviert mich weiterhin, das Beste aus mir herauszuholen“, sagt der 27-Jährige.

Für die anstehende Freiluftsaison hat er sich vor allem Konstanz auf technisch hohem Niveau vorgenommen. Im Stabhochsprung hängt viel davon ab, wie sauber und effizient die Abläufe umgesetzt werden. Genau dort liegt für ihn in dieser Saison der zentrale Fokus.

Auch über die aktuelle Saison hinaus denkt Lita Baehre nicht nur in Titeln. Er möchte sein volles Potenzial ausschöpfen und sich bei den wichtigsten Wettkämpfen mit den Besten der Welt messen. Geprägt haben ihn auf diesem Weg nicht nur Medaillen, sondern auch intensive Trainingsphasen, neue Erfahrungen und Rückschläge.

Eine besondere Rolle spielt dabei Düsseldorf. In der Stadt ist er aufgewachsen, dort haben seine sportlichen Anfänge begonnen. 2023 kehrte er zurück und damit ein Stück weit auch zu seinen Wurzeln. Heute ist diese Verbindung zur Heimat ein wichtiger Teil seines Alltags.

Aus dem Studium in den Leistungssport-Alltag
Neben dem Leistungssport studiert Bo Kanda Lita Baehre den Bachelor „Fitnesswissenschaft und Fitnessökonomie“ an der IST-Hochschule. Die Entscheidung für das Studium fiel bewusst. Viele Inhalte haben direkten Bezug zu seinem Alltag als Leistungssportler. Sportmedizinische Grundlagen, Anatomie und trainingswissenschaftliche Themen helfen ihm, seinen Körper besser zu verstehen und Zusammenhänge im Training einzuordnen.

Gleichzeitig erweitert das Studium seinen Blick auf den Sport über den aktiven Teil hinaus. Professioneller Sport besteht nicht nur aus Wettkampf. Auch Organisation, Selbstständigkeit und wirtschaftliches Denken spielen eine wichtige Rolle. Für ihn als Leistungssportler passt es optimal zu seinem Alltag. Die Flexibilität hilft ihm, Studium, Training und Wettkämpfe miteinander zu verbinden, ohne durch feste Anwesenheitspflichten zusätzlich belastet zu werden.

Jungen Leistungssportler:innen und sportbegeisterten Studierenden würde er vor allem mitgeben, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Dazu braucht es Disziplin und Konstanz: „Wenn man langfristig dranbleibt und seinen Weg konsequent verfolgt, erhöht man die Chancen enorm, seine Ziele auch zu erreichen.“