09.10.2020

Nach dem Sauna-Aufguss an den Laptop

Nach dem Abitur stellt sich für viele Schülerinnen und Schüler die Frage: Was soll ich mit meiner Zukunft anfangen? So erging es auch Stefanie Schulz aus dem norddeutschen Eisendorf. Sie begann ein Architektur-Studium, brach dieses jedoch ab, begann eine Ausbildung zur Bürokauffrau und fand ihre berufliche Leidenschaft in der Tourismusbranche.

„Da wir in meiner Familie wir einen Architekten haben und ich während der Schulzeit sehr gern gezeichnet habe, bin ich in ein Architektur-Studium gerutscht. Nach etwas mehr als einem Jahr musste ich dann aber feststellen, dass das Studium mich nicht glücklich machte und ich eigentlich in Richtung Marketing, Eventmanagement oder Tourismus gehen wollte“, erinnert sich die 31-Jährige. Also entschied sie sich, ihr Architektur-Studium gegen eine Berufsausbildung zur Bürokauffrau einzutauschen.

Die Ausbildung sollte als Basis für spätere Karriereschritte dienen. „Für mich stand damals schon fest, dass ich danach noch studieren wollte. Nur was genau, wusste ich noch nicht. Um einen Einblick in alle drei Bereiche zu bekommen, habe ich mich für einen touristischen Arbeitgeber entschieden. Mein Ausbildungsunternehmen, die Regenbogen AG, hatte damals zwölf Ferienanlagen in Deutschland und Schweden mit Campingplätzen, Ferienhäusern, Restaurants, Wellness-Angeboten und vielem mehr“, erzählt sie weiter. Neben der klassischen Büroarbeit, wie den Sekretariatsaufgaben und Buchhaltung, konnte sie auch ins Eventmanagement und Marketing reinschnuppern. Zusätzlich durfte die Norddeutsche in den Restaurants der Ferienanlagen mitarbeiten und hatte so die Möglichkeit, unterschiedliche Facetten und Bereiche des Betriebes kennenzulernen. Während dieser Zeit wurde ihr schnell bewusst, dass Ihre Leidenschaft für den Tourismus brannte. Sie entschied sich, dieser Passion nachzugehen.

„Durch mein Architektur-Studium wusste ich bereits, dass mir die regelmäßigen Erfolgserlebnisse und das tägliche ‚Schaffen‘ während der Studienzeit fehlen würden. Da der Beruf dieses Bedürfnis erfüllt, wollte ich meinen Job gerne behalten. Natürlich hatte ich mich auch daran gewöhnt, mein eigenes Geld zu verdienen, und wollte darauf nicht wieder verzichten. Ein Fernstudium schien da für mich aufgrund der zeitlichen und örtlichen Flexibilität sowie der Praxisnähe am sinnvollsten“, erklärt sie weiter. Auf die Idee des touristischen Fernstudiums kam sie passenderweise während einer Reise. „Ich recherchierte nach möglichen Unis, Studiengängen und Studienmodellen, da stieß ich auf die IST-Hochschule und den Bachelor-Studiengang ‚Tourismus Management‘. Damals war er der Anfang, heute dient er als Basis für mein derzeitiges Master-Studium.“

Nicht einmal drei Monate später schrieb sich Stefanie an der IST-Hochschule für den Bachelor-Studiengang in der Vollzeit-Variante ein. Die Ausbildung hatte sie unterdessen abgeschlossen und erhielt im Unternehmen eine Festanstellung als Rezeptionistin. Studium und Job unter einen Hut zu bringen, fiel Stefanie überhaupt nicht schwer, denn sie hatte in ihrem Ausbildungsbetrieb auch Einfluss auf die Einteilung der Dienstpläne und konnte ihre Studienzeit so für sich bestens planen. „Auch dank der modernen Lehrmethoden konnte ich mir das Lernen neben meinem Job flexibel einteilen. Darüber hinaus hatte ich bei vielen Themen den Praxisbezug und war fast komplett standortungebunden. Und die Klausuren fanden meist nur rund 100 Kilometer von meinem damaligen Wohnort in Kiel entfernt statt. Das war toll! Mit meiner Wahl für ein Fernstudium war ich von Anfang an glücklich und habe die Vorteile jederzeit genossen“, schwärmt sie. Zudem gefiel ihr besonders der freundliche und kollegiale Umgang mit ihren Kommilitonen und Dozenten. Auch mit dem Aufbau der Lerninhalte kam die 31-Jährige gut zurecht: „Alle Module waren übersichtlich aufgebaut und wurden über verschiedene Kanäle und Lehrmethoden vermittelt. Das machte das Ganze nochmal vielseitiger“.

Mit Berufserfahrung und einem abgeschlossenem Bachelor-Studium im Bereich „Tourismus Management“ in der Tasche zog es die junge Frau dann beruflich weiter. Next stop war die HolstenTherme in Kaltenkirchen, ein großes Freizeit- und Erlebnisbad vor den Toren Hamburgs. „Meine Stelle war damals so ausgeschrieben, dass Führungserfahrung, ein betriebswirtschaftliches Studium, diverse Softskills und der Saunameister gefordert wurden. Den Sauna-Meister konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht vorweisen, aber da ich alles Weitere mitbrachte, war die HolstenTherme direkt bereit, mir den Sauna-Meister zu finanzieren, sodass ich optimal auf die Stelle vorbereitet war. Ich bin sicher, das wäre ohne das Studium nicht der Fall gewesen“, erzählt sie. Der Arbeitsalltag in der Therme ist vielfältig und abwechslungsreich: „Etwa 50 Prozent meiner Arbeitszeit bin ich im Sauna-Bereich tätig. Das heißt, ich mache Aufgüsse, leiste bei Bedarf erste Hilfe, berate unsere Gäste zu gesundheitlichen und Sauna-spezifischen Fragen. Die restliche Arbeitszeit steht mir für organisatorische Tätigkeiten zur Verfügung. Ich coache unsere Mitarbeiter, schreibe Dienstpläne, organisiere Veranstaltungen und Betriebsabläufe, stelle das Team zusammen, bin für die Team- und Projektentwicklung, für die Koordination mit anderen Abteilungen und für den zukunftsorientierten Ausbau der Abteilung inklusive Soft- und Hardware verantwortlich“, berichtet die Studentin.

An ihren Plänen, noch ein Master-Studium zu absolvieren, hielt Stefanie aber trotz Jobwechsel fest und entschied sich nach erneuter Recherche für den Master-Studiengang „Business Transformation Management“ der IST-Hochschule. „Ich fühlte mich dort während des Bachelors jederzeit gut betreut und war sehr zufrieden. Und den Rabatt für das zweite Studium an der IST-Hochschule wollte ich auch gerne mitnehmen“, schmunzelt sie.

Ihr Arbeitgeber unterstützt sie finanziell bei ihrem Master-Studium. Sowohl Stefanie als auch ihr Unternehmen erhoffen sich von den Studieninhalten neue Inspiration für die unternehmerischen Strukturen und Prozesse. „Die HolstenTherme ist ein sehr entwicklungsfreudiges Unternehmen. Stillstand gibt es bei uns nicht, dafür viel Potenzial. Einige Module sind für mich dahingehend von großem Wert. Prozessmanagement wird bei uns beispielsweise aktuell eher aus dem Bauch heraus betrieben. Auch in Sachen Digitalisierung ist bei uns noch viel Luft nach oben. Ich bin sicher, dass ich der Therme durch mein Studium einen Mehrwert bieten kann“, erklärt sie. Besonders gut gefällt ihr, dass die Dozenten aus der Branche kommen, denn so kann immer ein Praxisbezug hergestellt werden.

Pläne für die Zeit nach dem Master-Studium hat sie bisher nicht, denn sie möchte vorerst weiter in der HolstenTherme arbeiten. Sie hätte früher nie gedacht, dass sie mal als Saunameisterin das Handtuch schwingen würde – manche Dinge sind eben einfach nicht planbar. Doch eines steht für sie fest: „Stillstand und Routine sind für mich ganz furchtbar, daher möchte ich mich unbedingt stetig weiterentwickeln. Ich interessiere mich sehr für die Themen Unternehmensberatung und Coaching und könnte mir vorstellen, in diesen Bereichen irgendwann einmal tätig zu sein – vielleicht sogar als Selbstständige.“

Wir wünschen Stefanie Schulz viel Erfolg!